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Johanniter im Jahr 2016 stark gefordert - Hausnotruf, Menüdienst, Rettungsdienst und Ehrenamt steigern Einsatzzahlen

Ehrenamtliche verschiedener Ortsverbände der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. im Einsatz beim SportScheck-Nachtlauf am Freitag (16.09.16) in Hannover Foto: Johanniter/Stefan Simonsen
 
Ehrenamtliche verschiedener Ortsverbände der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. im Einsatz beim SportScheck-Nachtlauf am Freitag (16.09.16) in Hannover Foto: Johanniter/Stefan Simonsen
Die 692 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verbandes hatten im abgelaufenen Jahr in allen Bereichen zahlreiche Aufgabenstellungen zu bewältigen.

„Unser Hausnotruf ist sehr beliebt und auch im Jahr 2016 gab es eine deutliche Steigerung von über 200 Nutzern. 1755 Menschen vertrauen unserem bewährten System, das auf Knopfdruck schnelle Hilfe garantiert“, berichtet Anja Hartmann als zuständige Fachbereichsleiterin.

„Der Menüservice lieferte im vergangenen Jahr 49.633 Portionen Essen aus, damit steigerten wir die Zahl der ausgelieferten Essen um fast 10.000 Essen zum Vorjahr. Jedes einzelne frisch zubereitet durch unseren Partner die Tegeler-Gruppe in der Großküche am Johanniter-Standort Düendorfer Weg, führt Bernd Stühmann aus.

In den Rettungswachen Wunstorf, Steinhude und Garbsen arbeiten 51 hauptamtliche Mitarbeiter/innen im Einsatzdienst, davon sind sechs Auszubildende. Mit allen Rettungsmitteln wurden im vergangenen Jahr 13.221 Notfalleinsätze und 2025 Krankentransporte gefahren. Unterm Strich bedeutet dieses über 500 Einsätze mehr als im Vorjahr. Einen großen Anteil nahm in letzten Jahr die Qualifizierung der eingesetzten Rettungsassistenten zu Notfallsanitätern ein. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 17 Mitarbeiter zum neuen Berufsbild Notfallsanitäter geschult.
Der Notfallsanitäter bildet zukünftig den neuen Standard im Rettungsdienst. Mehr Kompetenzen, mehr praktische Fähigkeiten und ein höheres, eigenständiges
Handeln ohne Arzt bilden die Grundlagen des neuen Berufsbildes. Mit Petra Hilbig wurde die erste Frau im Wunstorfer Rettungsdienst für ihr 20-jähriges Dienstjubiläum geehrt. Ihr Rettungswachenleiter Michael Merz blickte bereits auf 25 Jahre bei den Johannitern zurück.

In den drei Kita-Einrichtungen des Ortsverbandes gab es viele Aktionen mit den Kindern. In der Zwergenwelt z.B. gemeinsam mit den Landfrauen aus Kolenfeld eine Entdeckungsreise in die Entstehung von Lebensmitteln. Das Ringelsöckchen feierte das 5-jährige Jubiläum mit einem großen Sommerfest und beim Papa Tag gestalteten zwölf Väter den Garten mit den Kindern um. Für die Eltern startete gemeinsam mit dem Verein Impulse für Kindererziehung e. V. eine zweite Vortragsreihe zu Themen der Kindererziehung.

Das Ehrenamt mit der SEG war auch im Jahr 2016 wieder an vielen Stellen regional und überregional tätig. Insgesamt 31-mal wurden die Helferinnen und Helfer zu Akuteinsätzen gerufen. 283 Sanitätsdienste wurden absolviert, dieses entspricht einer Steigerung von über 40 Einsätzen zum Vorjahr. Mit den 61 im Jahr 2016 angefallenen Betreuungsdiensten kommen die Helferinnen und Helfer auf 68.400 ehrenamtliche Dienststunden. Damit steigerten die ehrenamtlichen Retter die Einsatzstunden um rund 10.000 Stunden zum Vorjahr. Einsätze in Bremen, Berlin und Köln zählten neben den vielen Einsätzen hier vor Ort und in der Region Hannover zu den Höhepunkten, aber auch im Auslandsrückholdienst waren die Wunstorfer aktiv. Ein Einsatz führte die Einsatzkräfte bis kurz vor Lyon.

Beim Rettungswettkampf in Perm/Rußland mit 64 Mannschaften lief es für unser Team rund, obwohl die Zusatzbelastung durch das ständige Dolmetschen den Nerven zusetzte. Unsere Mannschaft belegte den vierten Platz und war damit hoch-zufrieden.
Mit einem tollen Ergebnis kehrten die Wettkämpfer auch vom Landeswettkampf im Otterndorf zurück. Am Ende eines langen Wettkampftages standen die ehrenamtlichen Wunstorfer mit dem Team der A-Mannschaft auf dem Treppchen. Die Mannschaften des Ringelsöckchen landete auf dem 4. Platz im KiGa-Wettbewerb. Die jüngsten der C-Mannschaft kehren auch mit einem tollen 4. Platz heim.

„Wir haben im Jahr 2016 viel erlebt. Zu den Höhepunkten zählte sicherlich das gemeinsame Pfingstlager in Thüringen bei dem wir mit 29 Teilnehmern dabei waren. Der Laternenumzug war dank des tollen Organisationsübergreifenden Teams wieder ein voller Erfolg“, resümiert Johanniter-Ortsjugendleiterin Jennifer Carretero Caparros das abgelaufene Jahr 2016.

„Im Jahre 2016 haben wir viele Herausforderungen bewältigt. Die Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Helferinnen und Helfer ging vielfach an die Grenzen des Machbaren. Im Rahmen der abgeschlossenen Umbau-maßmahnen unserer Liegenschaft Düendorfer Weg sind die Arbeiten zum Jahresende weitgehend zum Abschluss gekommen. Ein großes Lob gilt hier nicht nur den ausführenden Firmen, sondern insbesondere den Kolleginnen und Kollegen des Ehrenamtes, da auch für diesen Bereich viele ehrenamtliche Stunden geleistet wurden.
Die neue Einrichtung im Bereich der Flüchtlingshilfe im Luther Weg hat viele gute, neue Projekte entstehen lassen. Durch den Einsatz von vielen Ehrenamtlichen auch in diesem Bereich konnten eine super funktionierende Kleiderkammer und das Café der Kulturen in Betrieb genommen werden. Die rege Inanspruchnahme zeigt den Erfolg unserer Arbeit vor Ort.
Jeder einzelne bringt in unserer Johanniter Gemeinschaft seine Kreativität, Schaffenskraft und Einsatzbereitschaft ein. Das macht aus uns ein starkes Team, mit dem uns vor keinem Einsatz und keiner Herausforderung bange sein muss. Nur durch ein starkes Team können Zeiten wie das Jahr 2016 erfolgreich gemeistert werden.“, resümierten Bernd Stühmann, Dienststellenleiter und Monika Brüning Ortsbeauftragte im Jahresbericht.


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