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Hydrocopter der Feuerwehr Steinhude

Letzte Fahrt für Hydrocopter

Steinhude. Der im vergangenen Jahr verunglückte Hydrocopter der Ortsfeuerwehr Steinhude hat in der letzten Woche seine letzte Fahrt angetreten. Das Fahrzeug war am 1. Februar 2009 nach einer Einsatzfahrt verunglückt und im Steinhuder Meer versunken. Aufgrund der erheblichen Schäden war eine Reparatur nicht mehr lohnend und es wurde der Totalschaden festgestellt.

Auf Betreiben von Klaus Menßen, dem Inselvogt Michael Zobel und der Ortsfeuerwehr Steinhude sollte das einzigartige Feuerwehrfahrzeug jedoch im Bereich des Steinhuder Meeres erhalten bleiben.

So wurde der Entschluss gefasst, dass Fahrzeug auf der Insel Wilhelmstein auszustellen.

Der benötigte Platz auf der Insel wurde in der letzten Saison durch den Inselvogt Michael Zobel hergerichtet.

„Der Grund warum wir die Ausstellung des Hydrocopters auf der Insel für gut heißen ist der, dass wir auf die extrem gefährliche Situation während der Wintermonate hinweisen wollen.

Im Winter friert das Steinhuder Meer wegen der geringen Tiefe relativ schnell zu. Unterschiedlich dicke Eisschichten machen das Eis unberechenbar. Es kommt immer wieder vor das es zu Einbrüchen oder schweren Verletzungen durch Stürze kommt. So auch geschehen im Januar 2009. Die Inselfestung Wilhelmstein stellt nicht nur im Sommer ein lohnenswertes Ziel dar, sondern wird oft auch im Winter, trotz Warnungen seitens der Polizei, als Pilgerstätte genutzt. Die Versorgung der Verletzten auf dem Eis bzw. hier vor Ort auf dem Wilhelmstein, kann ich mir nicht ohne technische Hilfsmittel, so wie mit dem Hydrocopter, und jetzt mit dem neuen Luftkissenboot, vorstellen. Darum ist es notwendig, dass man auch auf die Randerscheinungen eines Kulturbetriebes aufmerksam macht“, so Michael Zobel.

Auch am Hydrocopter wurden die größten sichtbaren Schäden in Eigenleistung durch die Ortswehr Steinhude beseitigt. So wurde das Leitwerk wieder provisorisch instandgesetzt und ein Modell eines Propellers durch die Fa. Hahlbrock hergestellt. Die Schäden am Rumpf werden vor Beginn der nächsten Saison auf dem Wilhelmstein beseitigt.

Am Freitag, den 10. September war es dann soweit und der Transport sollte durchgeführt werden.

Da der Hydrocopter aufgrund der Schäden am Rumpf nicht mehr schwimmfähig ist, wurde das Fahrzeug mit dem Lastkahn vom Carsten Thiele auf den Wilhelmstein transportiert. Auf der Insel wurde der Transport mit einem Radlader fortgesetzt.

Wenn in der kommenden Saison die Absperrung und das Zeltdach fertig gestellt ist, ist die Inselfestung um ein Ausstellungsstück reicher, welches mit dem Steinhuhder Meer und der Insel Wilhelmstein verbunden ist.

Ralph Nellesen

Orts-BM Steinhude
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Stefan Schlamelcher aus Wunstorf | 03.10.2010 | 20:06  
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