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Landtagswahl - die zweite ....

Ohjemineeeee, die eSPeDe …

Die Ururururur-Enkel der Gründerväter des – unter Kaisers - Allgemeinen deutschen Arbeitervereins (später SPD) sind voller Hoffnung, dass sie nach dem 20sten Jänner des kommenden Jahres im hannöverschen Leineschloß wieder einmal das Zepter der Regierungsmacht, im Nachkriegskunstgebilde Niedersachsen von der Besatzer Gnaden, in ihre Hände „gewählt“ zu bekommen.
„In ihre Fäuste gelegt zu bekommen“ … das war erst mein Sinnen, es zu formulieren. Den Satz habe ich dann aber schnellstens wieder gelöscht, als ich mir beim Schreiben sozusagen selber über die Schulter schaute. Zu Fäusten gehören Arbeiter, Malocher, Werker deren Hände das Zupacken gelernt haben – Menschen, die wissen was Arbeit ist. Danach habe ich in den oberen Reihen der Neuzeit SPD vergeblich Ausschau gehalten - und sie nicht entdecken können. Dieser Schlag Menschen ist der sozialdemokratischen Partei schon vor einigen Dezennien abhanden gekommen, oder treffender gesagt, er wurde von den jungen, sich für intellektuell haltenden Wilden verdrängt. Wenn ich jetzt so die Figuren im Ministerpräsidentenamt seit der Schröderzeit vor meinem inneren Auge Revue passieren lasse, dann verspüre ich in meinem Inneren Gänsehaut, weil meine Seele bei deren Anblick zu Eis gefriert. Nach des schwarzen Keksmonarchen Albrechts Regierungszeit war es ein denkbar schlechtes Tun der Parteigremien, den Bonner Zäunerüttler und Spätadvokaten Schröder das Land zu überlassen. Der Kommentar meines väterlichen Freundes Carlo Schmid, damals auf den Schröderschen Auftritt im Bonner Regierungsviertel, klingt mir noch in den Ohren, gerade so, als wenn er ihn gestern gesagt hätte. „Wenn es Leuten, wie diesem Schröder jemals gelingen sollte, in Deutschland an die Regierung zu gelangen, dann Gnade unserem Lande Gott““ – er sagte ‚Leuten’, nicht Genossen, so wie es sonst unter Arbeiterparteilern und im Gleichgesinntenkreise ohne Ausnahme üblich war. Wie richtig er doch lag, mit seinem Voraussehen, der alte Professor. Nach des „Bastasagers“ Aufbruch nach Berlin, zu noch größerem sozialem Zerstörungswerk, ließ er für seine Amtsnachfolge an der Leine nur Musikanten zurück, denen man allesamt nicht einmal Flachpfeifentöne entlocken konnte. Glogowskis und Gabriel sind die vielsagendsten Beispiele dafür. Bei dem Namen Glogowski weiß - außer im näheren Braunschweiger Dunstkreis – so gut wie keiner mehr, um wen oder was es sich bei dem Namen handelt, während man an seinem Nachfolger im Amt des MP in der Jetztzeit ja nicht vorbeisehen kann – so wie er in seiner Funktion als Vereinsvorsitzender in Berlin und anderswo ständig im Wege herumsteht.
Diejenigen, die auch nur ein bisschen in der Lage und fähig waren, auf dem Instrument Regierung schräge Töne zu fabrizieren – ich erinnere an Schröders Günstling und Bauernminister Funke - beorderte er als Gefolge zu sich in die Reichshauptstadt. Da war zum einen ein erhebliches Mehr an Macht, und zum anderen waren die Töpfe mit den Moneten, aus denen man freiweg schöpfen konnte, um einiges viel größer angelegt, als man sie im provinziellen Hannover zur Verfügung hatte. Wenn der Schmalstiegnachfolger - im Amt des hannöverschen OB und jetzige Ministerpräsidentenkandidat – Weil und seine Heerscharen nur ein wenig von der gediegenen Bescheidenheit und dem klugen Kalkül eines Hinrich Kopf, oder des vom Nationalliberalen der Vorniedersachsenzeit zum Sozialdemokraten gewandelten Diedrichs [vom Nationalen Liberalismus zum Sozialen Demokratismus konvertiert – sozusagen ein Parteienkonvertismus, was ihm, Diedrichs, dann später ein „Verheugener“ als Glaubenswechsler nachmachte. Jetzt aber bitte keine falschen Brücken bauen – Nationalsozial, DAS war vorher] bzw. dessen Nachfolger Alfred Kubel vorzuweisen hätten, dann, ja dann sähe ich für die Menschen in Niedersachsen vielleicht einen Lichtstreif am Horizont aufsteigen. Solange er und die Damen und Herren um ihn herum aber intensiv damit befasst sind, ihre öffentlichen Doppelverdienerfunktionen, und damit für sich und ihre Partner die passablen Einkommenspfründe zu sichern, und solange sie nicht erklären, das Schrödersche soziale Vernichtungswerk vollgültig für Null und Nichtig zu erklären – solange kann ich mir beim besten Willen keine SPD geführte Regierung für Niedersachsen wünschen.

ewaldeden
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4 Kommentare
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 29.12.2012 | 11:49  
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Ewald Eden aus Wilhelmshaven | 29.12.2012 | 11:58  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 29.12.2012 | 20:20  
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Ewald Eden aus Wilhelmshaven | 29.12.2012 | 22:27  
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