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Deistertag: Mit Voldampf ging es bis in die Nacht

Zahlreiche Fahrgäste warten auf die Einfahrt des Sonderzuges
  Ein prall gefülltes Programm erwartete die Teilnehmer des 3. Deistertages. Über 50 Veranstaltungen lockten in und an den Deister. Früh morgens begann der Tag mit Vogelstimmenwanderungen und am Abend endete er mit der Führung des Nachtwächters Heinerich in Springe. Eine der vielen Attraktionen war zweifelsohne die Geburtstagsfeierlichkeiten zum 120. Geburtstag des Tourismus Barsinghausen. Rund 1300 Fahrgäste hatten im Vorfeld für den historischen Dampfzug Fahrkarten erworben, weitere kauften ihre Karte im Zug oder am Verantstaltungstag in der Tourist Info Barsinghausen. Der Dampfzug, gezogen von der ölgefeuerten 41 096 zog aber auch entlang der Strecke zahlreiche Schaulustige an. Schätzungen gehen von 5-10.000 Besuchern in Barsinghausen aus. Diese erlebten ein buntes Fest rund um den Barsinghäuser Bahnhof. Leider gab es dabei auch einige, die die Gleise überquerten oder sogar für Fotos in Oberleitungsmasten kletterten. Dank des gemeinsamen Einsatzes der Feuerwehren Barsinghausen und Bad Nenndorf, der Bundespolizei, der Landespolizei, des ASB Barsinghausen, des DRK Barsinghausen, der Sicherheitsleute und der Servicekräfte der Bahn, der Mitglieder der DG 41096 und der Sachsenfreunde Deister, konnte allerdings schlimmeres verhindert werden. Für einige Besucher gab es jedoch auch Anzeigen oder Verwarnungen, da sie der Aufforderung die Gleise zu verlassen, nicht nachgekommen sind. Seitens der Bundespolizei und auch der Bahn wurde nach der Veranstaltung bereits angrekündigt, das es für künftige Veranstaltungen dieser Art aufgrund der Erfahrungen von Barsinghausen Auflagen geben wird, wenngleich den eingesetzten Sicherheitskräften sehr gute Arbeit bescheinigt wurde, insbsondere da auch die Anzahl der Sicherheitskräfte und die Art der Absperrung immer wieder angeglichen wurde.
Seitens der Bundespolizei wurde zusätzlich ein Hubschrauber und ein Hundeführer eingesetzt, insbesondere um die Strecke zu überwachen. Die Blockierung der Gleise sorgte auch für die ein oder andere Verspätung sowohl des Sonderzuges als auch der planmässigen Züge.

Für die Sachsenfreunde Deister gab es zum Deistertag noch 2 weitere Aktivitäten durch zu führen: Mit dem Bus ging es für ein paar Teilnehmer auf Deisterrundfahrt. Vorbei am Sporthotel Fuchsbachtal und am Zechenpark ging es über Wennigsen und Bredenbeck nach Steinkrug. Hier fand die 2. Aktivität ihren Beginn: Auf Schatzsuche ging es durch den Deister rund um Steinkrug. Hier ging es nicht um Gold und Silber sondern um die ein oder andere mehr oder weniger bekannte Sehenswürdigkeit um Steinkrug. Dazu zählte u.a die Glashütte, die alte Vogelschutzwarte und die Bennigser Burg. Erstaunt waren die Teilnehmer vom alten Glockenturm, deren Glocke noch regelmässig geläutet wird und von Knigges Privatfriedhof, mitten im Wald.

Für die Busrundfahrtteilnehmer ging es weiter am Wisentgehege und an der Holzmühle vorbei nach Springe, wo ein Stopp auf dem Fest der Vereine eingelegt wurde. Hier gab es einiges zu sehen und auch zu Essen. Nicht nur der Maibaum wure aufgestellt, auch konnte im Rahmen des Verkaufsoffenen Sonntags in den Geschäften gestöbert werden. Ein weiterer Stopp fand an der Göbelbastei statt, wo der Blick über Springe genossen wurde. Nächster Halt war der Kurpark in Bad Münder. Anschließend gab es noch einen außerplanmässigen Stopp im Felsenkeller Lauenau, bevor es dann über den Nienstedter Pass zurück nach Barsinghausen ging.
Damit war der Deistertag aber noch nicht zuende, für das Ende sorgte hier jemand aneres. Quasi das Licht aus machte Ratsnachtwächter Heinerich alias Gerhard Mestwerth, der trotz des inzwischen eingesetzten Regens immerhin noch einige unentwegte durch die Springer Nacht führte.... und so ging gegen 23h ein spannender, eieignisreicher und sehr gut besuchter Deistertag zu Ende.

http://www.deister.de
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Magazin Wennigsen | Erschienen am 21.05.2010
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