Insektenhotel in Marienhagen eröffnet

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Die kleinen Insekten haben es ihr ganz besonders angetan, die mit nur zwei voll entwickelten Flügeln, aber auch die ungezählten Vierflügler. Mit sehr vielen bunten Pflanzen lockt sie die Tiere an: Hummeln, Wildbienen, Honigbienen, Libellen, Schwebfliegen, Käfer und Schmetterlinge - und jetzt hat die Marienhagenerin Rosi Braun auch noch ein eigenes „Insektenhotel“ in ihrem fröhlich und abwechslungsreich gestalteten Garten stehen.

Seit wenigen Wochen erst haben die Insekten in der Straße „Schöne Aussicht“ und der Nachbarschaft Gelegenheit, in den verschiedenen Röhren und Öffnungen ihre Eier abzulegen, damit sich im Inneren der Gänge aus Eiern Larven entwickeln können.
Zahlreiche verschiedene Materialien hat Rosi Braun in Gruppen unter einem schützenden Dach gebündelt und gegen die oft heftigen Winde gut befestigt: Holz, Bast, Steine mit Löchern, Holzwolle, hohle Stängel von Stauden wie Königskerzen, der Goldruten, Rohrkolben und andere. In Hart- und Weichholzstücke hingegen wurden Löcher unterschiedlicher Größe einfach hineingebohrt.
Während die ein Gruppe von Insekten bereits bezugsfertige Öffnungen liebt, mögen es andere Tiere, wenn sie die Brutstätte mit ihrem eigenen Mundwerkzeugen selber aushöhlen und nach ihrem jeweiligen Geschmack bezugsfertig machen können.

„Schon nach wenigen Tagen hatten die tollen Nutzinsekten die ersten kleinen Löcher angenommen. Das sieht man daran, dass die Eingänge nach der Eiablage mit einem Pfropfen gut verschlossen wurden“, weiß die Hobby-Naturschützerin.
Dankbar ist sie ihrer Nachbarin Susanne Freund, die sie erst auf die Idee mit dem „einfachen, aber doch so wirkungsvollen Hotel für Insekten“ gebracht habe.
Wichtig sei es jedoch, dass nicht nur ein „Hotel“ für die Tiere vorhanden sei, sondern ebenfalls auch „Insekten-Restaurants“. Denn nur ausreichende Futterangebote machen das Leben für sie erst richtig angenehm. Zudem helfen gerade die Wildbienen auch bei der Bestäubung von Beerensträuchern und Obstbäumen.

Bei den Anfertigungen dieser „Geburtsklinik“ für Solitärinsekten, aber auch des Teiches, ihrer Voliere für Wellensittiche, der Vogeltränke, des Brunnens oder des Steinrondells kamen ihr Kenntnisse zugute, die sie sich während ihrer langjährigen beruflichen Tätigkeit in einer Berndorfer Schreinerei erworben hatte.

Und noch ein weiteres „Mini-Natur-Projekt“ kann Rosi Braun bereits präsentieren: einen Futter- und Fütterungsautomat für Eichhörnchen.
Nüsse aller Arten befinden sich in der Box, die mit einem leichten Deckel versehen ist, wodurch der Inhalt gegen Regen und Nässe geschützt wird. Schnell lernen die schlauen Eichhörnchen, wie die Box geöffnet werden kann, damit anschließend gutes Futter genascht werden kann.

Es ist immer wieder etwas zu tun im Garten von Rosi Braun. „Aber wenn ich die kleinen und großen Tiere beobachten kann, werde ich für all die Arbeit mehr als entschädigt“, freut sich die Naturfreundin.

Fotos: hfk - Hans-Friedrich Kubat

Bürgerreporter:in:

Hans-Friedrich Kubat aus Vöhl

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