Stürmische Kritik an Herrn Zeitler

Dem Lohhofer Anzeiger entnommen.

Zur „persönlichen Betrachtung
von Rolf Zeitler als langjährigem
CSU-Mitglied“ im LOHHOFER
ANZEIGER vom 27.09.2008
Als ich am Vorabend der Wahl den LOHHOFER ANZEIGER
zur Hand nahm, war ich doch einigermaßen
erschüttert über die Äußerungen von Rolf Zeitler: Da zieht
Unterschleißheims Stadtoberhaupt als Parteimitglied
mehr als kräftig vom Leder. Dabei greift er nicht zum verbalen
Florett, auch nicht zum schweren Säbel, wohl aber
zum Dresch-Flegel. Daran ändert auch nichts die merkwürdig
gedrechselte Sprache, die nicht kaschieren kann,
dass leeres Stroh gedroschen wird. Versteht sich, dass
dabei die Tenne donnert – produktiv aber ist das entstehende
Getöse natürlich nicht! Die Ausführungen beschränken
sich nämlich ersichtlich auf unsachliche, ja beleidigende
Wertungen der Person und Arbeit des politischen
Gegners. Was ist nur in den Ersten Bürgermeister gefahren,
dass er sich in dieser Weise aufs hohe Ross setzt und
derart unsägliche Attacken reitet? Das war man in dieser
krassen Form eigentlich von ihm eher nicht gewohnt.
Bisher konnte die CSU ihre Vorstellungen in vielen Kommunen
und in Gesamtbayern ohne viel Federlesens
durchsetzen und nur selten kam es zu „Aufständen“, wie
den Demonstrationen gegen den Transrapid, die geplante
dritte Start- und Landebahn am Erdinger Flughafen, gegen
das „Büchergeld“ oder die G8-Reform. Die auf allen Ebenen
offen zu Tage tretende Arroganz der Macht, gepaart
mit unverhohlenem Opportunismus (Pendlerpauschale,
landwirtschaftliche Gentechnik etc.), erbost inzwischen
immer mehr Bürger des Freistaates. Gerade auch Stammwähler
der CSU! Besonders peinlich die unangenehm kracherten
Auftritte, die kritiklose Selbstgerechtigkeit vieler
„christlich-sozialer“ Politprofis und -laien. Nach der Wahl
dürfte sich bei diesen die Erkenntnis durchsetzen: Vor der
SPD hätte man sich nicht zu fürchten brauchen, wohl aber
vor sich selbst und der massenhaften Abwanderung bisheriger
Wähler, die mit dieser CSU nichts zu tun haben
wollen (und dies selbst auf die Gefahr hin, nach Auffassung
Günther Becksteins keine „anständigen Bayern“ zu
sein!). Seit der Bekanntgabe der Ergebnisse der Landtagswahl
ist mancher Großsprecher der Partei recht kleinlaut
geworden, ja wirkt ungewohnt (ungewollt?) bescheiden.
Wie lange noch?
Ob der Denkzettel der Landtagswahl auch in Unterschleißheim
verstanden wird? Oder wird der „historische“
Wahlausgang des Jahres 2008 für die hiesige CSU
wieder nur – wie nach der Kommunalwahl – Anlass für
einen hysterischen Leserbrief ihrer beiden Pressereferenten
sein? Man wird sehen... Rainer Leptihn
PS: Ich gehöre keiner politischen Partei an

Bürgerreporter:in:

Robert Lutz aus Unterschleißheim

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