Sozial nur MIT Betriebsrat?

Verena Ermer, JU-Vorsitzende in Günzburg

Ein offener Brief der JU-Vorsitzenden aus Günzburg:

Wenn wir die Leserbriefe in der Günzburger Zeitung jetzt so anschauen, fragen wir uns schon, ob mancher vielleicht den Sinn der Aussage von Frau Springer-Gloning nicht ganz verstanden hat. Die Firma Günzburger Steigtechnik hat keinen Betriebsrat und ist aus diesem Grund unsozial. Andere Gründe für ein unsoziales Verhalten der Firma Günzburger Steigtechnik gibt es nicht – ist ja auch nach Ansicht der DGB nicht nötig. Und zudem freut sich unsere Gewerkschaft und mit Frau Springer Gloning eine Günzburger Stadträtin, dass sie aktiv verhindern konnten, dass eine Günzburger Firma einen Preis bekommt. Unsere soziale Gewerkschaft schadet mit solchen Aussagen nicht nur dem Unternehmer selber, sondern allen Mitarbeitern die in der Firma Günzburger Steigtechnik arbeiten. Aber vielleicht sind Mitarbeiter die in einer Firma arbeiten – ohne Betriebsrat – ja nicht so viel wert wie Mitarbeiter in anderen Firmen. Wir erkennen in den Aussagen der DGB deutlich den sozialen Willen, der in der Hauptsache den Mitgliedern von Gewerkschaften dienen soll.

Wir haben auch nie davon lesen können, dass Frau Margit Munk gesagt hätte „Gewerkschaften machen unser Land kaputt“, nein, vielmehr wurde von ihrer Seite darauf hingewiesen, dass so eine Aussage wie von Frau Springer-Gloning getätigt und das Denken, das unser DGB hat, dass eine Firma nur dann sozial sein kann, wenn man einen Betriebsrat hat, unser Land kaputt machen. Darf man als Unternehmer nicht auch fair mit seinen Mitarbeitern umgehen und sozial sein? Ganz ohne Betriebsrat? Wir haben im Landkreis sehr viele Firmen bei denen es ausgezeichnet funktioniert – auch ohne Betriebsrat. Unser DGB wirft Unternehmern ja indirekt vor, dass sie alleine nicht im Stande sind eine Firma zu führen. Das Wichtigste in einer Firma ist aber doch das Miteinander.

Eine Firma, wie die Günzburger Steigtechnik, die jedes Jahr wieder neue Ausbildungsplätze schafft und insbesondere auch Berufseinsteigern Chancen bietet, ist doch gerade im ländlichen Raum besonders wichtig, da man so den Wegzug von jungen Leuten in große Städte verhindert und damit die Region stärkt.

Vielleicht sollte sich der DGB mal ein Vorbild an solchen Firmen nehmen und nicht nur von Unternehmern fordern, sondern auch selber fair und sachlich mit Unternehmen in Günzburg umgehen.

Verena Ermer
JU Ortsvorsitzende Günzburg

Bürgerreporter:in:

Stephan Schwarz aus Thannhausen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.