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28. Internationale Hatzbachtalwanderung findet an Himmelfahrt unter dem Motto „Gemeinsam wandern – Vielfalt in Wäldern erleben!“ statt

Wann? 02.06.2011

Wo? Bürgerhaus, Am Ziegelgarten, 35260 Stadtallendorf DEauf Karte anzeigen
Waldrand bei Lischeid
 
Blick auf Lischeid
 
Einsames Tälchen am Wanderweg
Stadtallendorf: Bürgerhaus | Die Wanderfreunde Hatzbachtal 1982 e.V. Stadtallendorf laden unter dem Motto „Gemeinsam wandern – Vielfalt der Wälder erleben!“ zur 28. Internationalen Hatzbachtalwanderung am 2. Juni 2011 Wanderer und Nordic Walker ein. Los geht es am Himmelfahrtstag um 07.00 Uhr. Bis 13.00 Uhr können die Teilnehmer vom Bürgerhaus Hatzbach in den Wald an der Rhein-Weser-Wasserscheide starten. Zielschluss ist um 17.00 Uhr.

Die Wanderung ist Teil der weltweiten UN-Kampagne zum Internationalen Jahr der Wälder. Unter dem Motto „Gemeinsam wandern – Vielfalt der Wälder erleben!“ finden vom 14. Mai bis zum 26. Juni auf Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und des Bundesamtes für Naturschutz in ganz Deutschland Wanderveranstaltungen statt. Sie sollen dazu beitragen, eine möglichst breite Öffentlichkeit mit dem Begriff der biologischen Vielfalt vertraut zu machen. Deren Bedeutung für die Menschen, aber auch die Folgen ihres Verlustes sollen im Bewusstsein der Bevölkerung einen festen Platz finden. Die Wanderfreunde Hatzbachtal werden mit der 28. Internationalen Hatzbachtalwanderung am 2. Juni einen Beitrag dazu leisten. Besonderen Wert legen die Wanderfreunde Hatzbachtal daher wieder auf die Qualität der Wanderstrecke. Im Vordergrund steht das Naturerlebnis. Die Wanderung führt über unbefahrene Wald- und Feldwege. Fern von Verkehrslärm und Autoabgasen kann der Wanderer die Natur genießen. Die Wanderstrecken mit Längen von 6, 11 und 20 km führen durch das Waldgebiet des südlichen Teils der Gilserberger Höhen an der Wasserscheide zwischen Rhein und Weser. Die tief eingeschnitten Bachläufe der Gilserberger Höhen zum Hatzbach hin prägen die Landschaft und Wanderstrecke.

Alle Strecken führen zunächst von Hatzbach Richtung Eichwald und dort auf dem historischen Butterweg in Richtung Nadelöhr. Auf dem Butterweg haben früher die Bauern aus Hatzbach und Erksdorf ihre Waren auf den Markt nach Kassel gefahren. Beim Walddistrikt Blockkiste biegen die 11 und 20 km langen Wanderstrecken rechts ab in das Hatzbachtal. Der 6 km lange Wanderweg geht auf dem Butterweg weiter zum sogenannten Nadelöhr, dem früheren Standort des prominentesten Baumes im Wald. Das Nadelöhr hat seinen Namen nämlich von einem heiligen Baum der bis ins 18. Jahrhundert dort stand und der über dem Erdboden eine schlitzartige Öffnung hatte. Das Durchkriechen dieses Nadelöhrs soll heilend gewirkt haben. Am Wandertag befindet sich hier eine Kontrollstelle an der sich der Wanderer ausruhen oder bei einem Imbiss oder einem Getränk stärken kann. Der Wanderweg führt von hier weiter am Nordhang des Wetzsteins zur Pfaffenheide. Dort biegt er links in den kurvenreichen Hochgesangsweg ein und führt auf diesem am steilen Westhang des Wetzsteins entlang Richtung Waldrand und von dort am Sportplatz vorbei nach Hatzbach. Vom Nadelöhr bis zum Waldrand erläutern Hinweistafeln eines Waldlehrpfades passend zum Veranstaltungsmotto „Gemeinsam wandern – Vielfalt in Wäldern erleben!“ wissenswertes über die Bäume des Waldes.

Die 11 und 20 km langen Wanderstrecken biegen nach überqueren des Oberlaufs des Hatzbachs links ab und führen das Hatzbachtal aufwärts zur Schutzhütte Heidehäuschen. Hier befindet sich eine Kontrollstelle, an der Brötchen, Brote und Getränke angeboten werden. Der Wanderweg führt weiter durch das Quellgebiet des Hatzbachs mit weiten Wollgrasflächen, die Anfang Juni immer mit ihrer Blüte beeindrucken, zur Rhein-Weser-Wasserscheide. Hier wollte der Landgraf Karl von Hessen-Kassel zu Beginn des 18. Jahrhunderts einen Kanal von der Weser zum Rhein zu bauen. In der Nähe befindet sich ein früheres Dreiländereck, an der von 1567 bis 1602 die Grenzen des Kurfürstentums Mainz, der Landgrafschaft Hessen-Marburg und der Landgrafschaft Hessen-Kassel zusammenstießen. Bei der Schutzhütte Mooshäuschen treffen die Wanderstrecken auf den Rennweg. Der Name Rennweg leitet sich wie beim bekannten Rennsteig im Thüringer Wald von der früheren Bezeichnung für einen Grenzweg ab. Der Rennweg bildete viele Jahrhunderte die Grenzen der Ämter Rauschenberg und Schönstein und von 1567 bis 1602 die Grenzen der Landgrafschaften Hessen-Marburg und Hessen-Kassel. Die 11 km lange Wanderstrecke führt nach links auf dem Rennweg zur Kontrollstelle am Nadelöhr und von dort mit der 6 km langen Wanderstrecke zurück nach Hatzbach.

Die 20 km lange Wanderstrecke führt über die Wasserscheide zur Dorfwüstung Gerwigshain. Von dem früheren Dorf Gerwigshain sind noch Reste der Dorfkirche und von Wohnhäusern als Bodenerhebungen erkennbar. Der Weg führt von hier weiter vorbei am sagenumwobenen Glockenborn, dem früheren Dorfbrunnen von Gerwigshain, Richtung Mengsberg. Im Lohgrund geht die Wanderstrecke dann links bergauf zur Rhein-Weser-Wasserscheide. Am Wegrand rechts im Gerwigshainer Grund sieht man einige markante Kastanienbäume. Auf der Wasserscheide geht es rechts auf dem Rennweg zur Mengsberger Forsthütte. Hier befindet sich eine Kontrollstelle bei der Getränke und ein Imbiss erhältlich sind. Von der Forsthütte führt der Wanderweg in die Lischeider Feldgemarkung. Am Waldrand ziehen mächtige Einzelbäume den Blick des Wanderers auf sich. Der Wanderweg führt über eine Höhe, von der man eine schöne Aussicht auf Lischeid und die Gilserberger Höhen mit der 433 Meter hohen Kalten Hainbuche hat, am Lohberg vorbei wieder in den Wald zurück. Auf dem Josbacher Weg geht es vorbei an einem Amphibienschutzgebiet wieder bergauf zunächst in Richtung Rhein-Weser-Wasserscheide. Der Wanderweg biegt dann aber rechts ab und geht oberhalb des Erlenborns zum Nadelöhr. Hier geht die Wanderstrecke dann zusammen mit den beiden kürzen Wanderstrecken zurück nach Hatzbach.

An der Volkssportveranstaltung, bei der es keine Sollzeiten gibt, kann jeder teilnehmen. Die Kurzstrecke über 6 km erlaubt auch ungeübten Wanderern die Teilnahme. Die Startzeiten sind fließend, das heißt, jeder Teilnehmer kann selbst bestimmen, wann er losgehen möchte. Der Wanderer kann also gemütlich, ohne Hast und Eile, mit kürzeren oder längeren Ruhepausen die eigens für diese Wanderung markierten Wege zurücklegen, ohne dass eine Stoppuhr läuft oder ein Rekord aufzustellen oder zu brechen wäre. Das Startgeld beträgt 1,50 Euro. Darin enthalten sind die organisierte Wanderung auf ausgeschilderten Strecken sowie eine kostenlose Erfrischung an allen Kontrollstellen. Am Zielpunkt im Bürgerhaus Hatzbach werden Speisen und Getränke zu günstigen Preisen angeboten. Wandergruppen mit 30 Personen erhalten einen Ehrenpreis.

Die Wanderung wird für das Internationale Volkssportabzeichen gewertet und nach den Richtlinien des Deutschen Volkssportverbandes e.V. (DVV) im IVV durchgeführt. Als Wanderveranstaltung der Initiative „Gemeinsam wandern – Vielfalt der Wälder erleben!“ gibt es bei der Hatzbachtalwanderung für Wanderer mit Wertungsheften einen Sonderstempel mit der Inschrift „Walnuss – Baum des Jahres 2008“. Jeder Wanderer nimmt an einem Gewinnspiel des Bundesamtes für Naturschutz teil. Es winken attraktive Preise wie z.B. Wochenendreisen in deutsche Natur- und Nationalparke.

Gleichzeitig findet zum 17. Mal eine Kinder- und Jugendwanderung über 6 km für Kinder und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr mit Wertung für das Internationale Volkssportabzeichen statt. Auf der Wanderstrecke können die jungen Wanderer ihr Wissen über die Bäume des Waldes bei einem Quiz testen. Die richtig ausgefüllten Fragebögen nehmen an einer Tombola teil.

Weiterte Informationen auf: www.wanderfreundehatzbachtal.de
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