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Die Seefelder Windmühle

  Stadland: Seefelder Mühle | Heute möchte ich die Seefelder Windmühle vorstellen.

Diese Mühle und Ihre Nebengebäude werden als Museum und Kulturzentrum genutzt.

Das Mühlencafé ist sehr zu empfehlen, selten haben wir so leckeren selbstgebackenen Kuchen und Torten gegessen.

Im kommenden Jahr sind an der Mühle Sanierungsarbeiten geplant, Galerie und Flügel sollen erneuert werden.


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Die Geschichte der Mühle
(Quelle: Arbeitsgemeinschaft Friesische Mühlenstraße )

Das nicht nur das Wandern des Müllers Lust ist, wie es in einem alten Volkslied heißt, sondern auch der Mühlen, davon kann die Seefelder Mühle beredtes Zeugnis ablegen. Ursprünglich am Oldenburger Stau vermutlich um das Jahr 1860 erbaut, wurde diese Mühle 1874 an den Schweierfelder Müller Johann Hinrich Höpken nach Seefeld verkauft. Es erfolgte also Abbau am alten Standort, Transport an den neuen Bestimmungsort nach Seefeld und dortiger Wiederaufbau. Diese Praxis war damals durchaus üblich. Auch Everdings Mühle in Groß-Mimmelage hat ein ähnliches Schicksal hinter sich. Grund für die Umsetzung der Windmühle von Oldenburg nach Seefeld war die Tatsache, dass in Schwei eine Windmühle gebaut wurde, die für Müller Höpken eine Konkurrenz darstellte. Durch die Inbetriebnahme im Jahre 1876 wollte er somit konkurrenzfähig bleiben. Doch Auf- und Ausbau mit Scheune und Bäckerei waren so umfangreich, dass er schon 1883 Konkurs anmelden musste. Das war der Beginn einer wechselvollen Mühlengeschichte, die gekennzeichnet war von Zwangsversteigerung, Kauf und Verkauf. Es fand also ein häufiger Besitzerwechsel statt. Das Brandkassenregister aus dieser Zeit legt darüber anschaulich Zeugnis ab. In ihm befinden sich die Namen der einzelnen Mühleneigner: Fuhrken, Rosenbusch, Ehlers, Martens, Albers und Eymers. In dieser Zeit erfuhr der Mühlenbetrieb zahlreiche bauliche Veränderungen und Modernisierungen. 1968 wurde der gewerbliche Betrieb eingestellt. In Folge verfiel die Mühle, die ohnehin schon durch den Krieg beschädigt worden war, mehr und mehr. 1976 aber nahte mit dem Ehepaar Merker die Rettung der Mühle. Sie wurde ersteigert und von 1978 an mit hohem persönlichem Engagement restauriert. Vieles musste vollständig erneuert werden bis sie im Juni 1986 mit einem großen Fest wieder eingeweiht wurde.
Ein Jahr später gründete sich der Verein Seefelder Mühle. 1989 gelangte die Mühle in den Besitz der Gemeinde Stad-land. In den Jahren 2001 bis 2004 wurde noch einmal eine umfangreiche Restaurierung durchgeführt, dabei wurden Flügel, Kappe, Galerie und das gesamte Mühlengetriebe erneuert. Die Mühle ist voll funktionsfähig und es stehen 6 Freizeitmüller (5 Männer und 1 Frau) zum Betrieb und zu Führungen bereit. Im Maschinenhaus wurde ein Cafe eingerichtet, dessen selbstgebackener Kuchen sehr beliebt ist. Weiterhin befinden sich dort Büroräume und ein Mühlenladen mit regionalen Produkten.

Die Technik der Windmühle
Die Mühle ist ein einstöckiger Galerieholländer mit Jalousieflügeln und Windrose. Auf dem Steinboden befinden sich zwei Mahlgänge. Ebenfalls wird eine Haferquetsche über eine Transmission angetrieben und es ist eine Getreide-reinigungsmaschine vorhanden.

Das Kulturzentrum Seefelder Mühle
Seit Gründung des Vereins Seefelder Mühle e. V. wird die Mühle als Kulturzentrum genutzt. Das Kulturprogramm richtet sich an Menschen aller Altersklassen. Der Verein ist dabei offen für alle Ideen, die an ihn herangetragen werden. Wichtig ist es, das Ensemble sinnvoll zu nutzen, denn sonst ist er ganz schnell wieder da: Der erste Tag des Verfalls. Man muss nämlich bei aller Euphorie für historische Mühlen eines bedenken: So schön wie eine voll arbeitende Mühle mit drehenden Flügeln oder laufendem Wasserrad auch ist, wirtschaftlich gesehen ist diese Technik völlig überholt und absolut - von einigen wenigen Ausnahmen mal abgesehen - nicht mehr konkurrenzfähig. Es müssen andere Wege gefunden werden, die Mühlen sinnvoll zu nutzen. Da ist in erster Linie erst einmal der regelmäßige Betrieb zu nennen, damit die Mühle nicht „einrostet“. Weiterhin muss die Mühle aber auch mit Leben gefüllt werden. Dieses passiert in Seefeld sowohl durch den Cafébetrieb und den Mühlenladen als auch durch die vielfältigen Kulturveranstaltungen.

Angeboten werden im Einzelnen:
Abendveranstaltungen wie Kino, Konzerte, Theater, Vorträge;
Kunstausstellungen;
Angebot für Kinder und Jugendliche;
Historische Mühlenführungen;
Mühlenladen mit regionalen Produkten und Kunsthand- werk;
Märkte und Feste, unter anderem der Landfrauenmarkt an jedem 1. Sonntag im Monat.
Kreativworkshops (Bildhauerei, Malen, Weben etc.)
Artists in residence mit offenem Atelier;
Standesamtliche Trauungen.




Adresse: Hauptstraße 1, 26937 Stadland-Seefeld
GPS-Daten: 8,34691 O; 53,45734 N
Telefon: 04734/1236 (Mühlenbüro) 04734/577 (Reservierungen Mühlencafé)
Internet: www.seefelder-muehle.de
Kulturzentrum@seefelder-muehle.de
Beachten Sie auch das Jahresprogramm des Kulturzentrums!
Öffnungszeiten des Cafés: November-März: samstags-sonntags: 14:00-18:00 April-Oktober: täglich 12:00-18:00 Uhr
sonntags 10.00 Uhr: Regionales Frühstückbüfett
Parken: Ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden
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4 Kommentare
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 08.11.2019 | 09:06  
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Holger Finck aus Langenhagen | 08.11.2019 | 13:37  
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Dieter Goldmann aus Seelze | 08.11.2019 | 13:42  
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Holger Finck aus Langenhagen | 08.11.2019 | 13:44  
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