Müngstenerbrücke soll in der Liste des Weltkulturerbe der Unesco auf genommen werden.....

Hoch über der Wupper die Müngstenerbrücke ( 107m.)
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Müngstener-Brücke soll in die Liste der Unesco

Wer kennt Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke zwischen Remscheid und Solingen? In 107 Meter überspannt die aus Eisen gebaute Eisenbahnbrücke
das Tal der Wupper bei Müngsten. Nun soll diese Brücke in die Liste der Unesco, dem Weltkulturerbe, aufgenommen werden. Der goldene Niet soll dennoch sein. Vor einpaar Tagen wurde im Archiv der Nürnberger MAN ein Hinweis gefunden, dass beim Richtfest an der Müngstenerbrücke der Goldene Niet 1897 geschlagen wurde.

1893 wurde mit den Vorarbeiten der Müngstenerbrücke auf der Remscheider und Solinger Seite angefangen. Die Eisenteilen wurden bis Solingen-Schahberg mit der Eisenbahn angeliefert und dann zur Baustelle gebracht. Zur Remscheider Seite wurde die vorgefertigen Eisenträgern über einer 60m hohen Behelfsbrücke geschaffen und mit Kränen auf der Baustelle gehoben. Der Stahlbau endete 1897. Erster Entwurf der Eisenbahnbrücke 1889.
Die Fundamenten sind aus Natursteinen, Grauwacke die zum Teil örtlich gebrochen wurde. Zirka 1700 Kubikmeter wurden vermauert. Die Pfeiler der Brücke wurden aus Stahlprofilen genietet und sind 69 m hoch, davon sind sechs gebaut worden. Der Brückenbogen hat eine Spannweite über der Wupper von 170 Meter. Gesamtlänge der Brücke 465 Meter.

Es wurden 5000 t Stahlprofile verbaut und ca. 95000 Stahlnieten geschlagen.
Die Brücke wurde im freien Vorbau von zwei Seiten Remscheid und Solingen,
gebaut. Welches weltweit hier zum erstenmal gewagt wurde. Es war eine Pionierleistung in der damaligen Zeit.
Die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg ( MAN ) übernahm den Baufuftrag, fertigten die Stahlteile der Brücke vor und schaffte diese mit der Eisenbahn zur Baustelle nach Solingen-Schahberg. Die errechnete Bausumme von 5 Millionen Mark wurde von der Eiesenbahndireksion Elberfeld ( heute Wuppertal ) von dem preußischen Landtag angefordert.

Umfangreiche Erdarbeiten, schwere Felsarbeiten, waren von beiden Seiten, Remscheid und Solingen erforderlich. Man verbrauchte 1600 kg Dynamit und
1400 kg Schwarzpulver, um den Fels zusprengen. Fertigstellung des Rohbaus ( Brückenschluss ) am 21.März 1897. Während der Richtfestfeier auf der Brücke wurde der Goldene Niet geschlagen.

Die Brücke bekam den Namen -Kaiser Wilhelmbrücke-. Offizelle Einweihung am 15.Juli 1897. Da wurde die Brücke für den Eisenbahnverkehr freigegeben. Für den Personen-und Güterverkehr. Die Brücke überstand unbeschadet den 2.Weltkrieg. Von da an wurde sie Müngstenerbrücke genannt.
Heute ist die Brücke für den Güterverkehr gesperrt. Nur leichte Personenzüge dürfen die Brücke überqueren. Jetzt stehen noch umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Müngstenerbrücke an. Züge bis 72 t. verkehren da von Wuppertal nach Solingen und zurück. Liebevoll wird der Zug "der Müngstener" genannt.
Bleibt zu hoffen, dasss der Müngstener nach dem Aufnahmeentscheid am 1. November 2011 in der Liste des Weltkulturerbes der Unesco aufgenommen wird.

Bürgerreporter:in:

Hans-Joachim ( Achim ) Strohbach aus Remscheid

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