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Die Letteraner Brettspieler werden nach Berlin eingeladen

Die Letteraner Brettspieler mit Frau Dr. Flachsbarth (Foto: Presseabteilung Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)
 
Links das Gebäude Topographie des Terrors, recht die Mauerreste.
 
Vor dem Gebäude Topographie des Terrors
Was für eine Ehre!
Die ehrenamtlichen Helfer der Letteraner Brettspieler wurden von der Staatssekretärin
Frau Dr. Flachsbarth (CDU) zu einer Informations- und Bildungsreise nach Berlin eingeladen. Die Spielgruppe engagiert sich schon seit Jahren im Kursana Domizil mit Spielaktionen für Senioren mit Kindern und Flüchtlingen, aber auch im Ort mit der Gestaltung von Festen wie dem Kastanienfest, dem Bürgerpicknick oder gerade eben beim Fest der Vereine. Hervorzuheben ist auch, dass nicht nur die Spieler bei diesen Aktionen mitmachen sondern auch Mitglieder der Malteser in Letter oder einfach Frauen, die von uns gehört haben und nun gerne mit dabei sind. So sind wir nicht nur altersmäßig eine bunte Helfergruppe. 18 dieser Helfer konnten nun letzte Woche bei dieser Berlinreise mitfahren.

Noch müde, aber schon mit gespannten Erwartungen trafen wir uns am Mittwoch in aller Frühe am Hauptbahnhof. Dort wurden wir von Frau Konze, der Mitarbeiterin des Wahlkreisbüros mit den anderen Mitfahrern schon erwartet. In einer großen Gruppe von 47 Teilnehmern ging es dann nach Berlin.

Der erste Programmpunkt war die Ausstellung Topographie des Terrors. An diesem Ort befanden sich während des Dritten Reiches die Zentralen der Geheimen Staatspolizei, der SS und des Reichssicherheitshauptamtes. Diese Zeit wird in der Ausstellung eingehend beleuchtet. Nebenan waren noch Reste der Mauer zu sehen, ein sehr intensiver Ort, der uns auf die nächsten Tage einstimmte.

Nach einem Mittagessen im Sony Center ging es weiter zum Reichstagsgebäude. Wir durchliefen einen gründlichen Sicherheitscheck und bekamen dann im Parlament einen sehr interessanten Vortrag über dessen Arbeit. Im Anschluss konnten wir auf die Kuppel und den wunderschönen Blick über Berlin bewundern. Ein imposantes Gebäude das uns allen sehr gefiel. Etliche aus der Gruppe waren noch nie in Berlin und bekamen so einen guten Eindruck.

Wir hatten sogar noch Zeit ganz schnell zum Brandenburger Tor zu gehen. Doch leider war dies durch die Fanmeile nur zu erahnen - tja, Fußball hat nicht nur schöne Seiten!

Dann kamen wir aber zum Höhepunkt der Reise. Frau Dr. Flachsbarth lud uns in ihr Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ein, hier ist sie seit dieser Legislaturperiode tätig. Nach einem Vortrag über die Arbeit des Ministeriums gab es eine lebhafte Diskussionsrunde, natürlich wurden auch die aktuellen Probleme zwischen CSU und CDU behandelt. Wir staunten wie souverän die Staatssekretärin auch mit Kritik oder unpassenden Bemerkungen umging. Die Zeit verging viel zu schnell, wir hätten auch noch ein paar Fragen gehabt….
Zum Abschluss überreichten wir Frau Dr. Flachsbarth ein Geschenk, einen Würfelteller mit Aufdruck „Letteraner Brettspieler“ und das Würfelspiel Quixx Deluxe. Sie sollte merken, dass sie Spieler eingeladen hat, da gibt es halt was zum Spielen. Uns hat es sehr gefreut, dass ihr unser Geschenk gefiel und sie es im Sommerurlaub gleich ausprobieren möchte. Es gab dann noch ein Gesamtgruppenfoto, aber auch ein Foto nur mit unserer Gruppe.

Ein langer, aber sehr interessanter Tag ging dann mit einem Abendessen zu Ende. Es hieß früh schlafen gehen, da das Programm des nächsten Tages auch anstrengend werden wird.

Normalerweise kommt man nicht ins Bundeskanzleramt, aber mit dieser Gruppe gab es eine Führung. Wir waren schon ein wenig stolz, dass wir dieses Gebäude betreten durften. Schon allein der Aufstieg über die imposante Treppe war ein Erlebnis! Nach einem Vortrag konnten wir mit Polizeibegleitung ein wenig das Gebäude erkunden. Leider war Frau Merkel gerade im Nahen Osten - wir hätten bestimmt auch noch ein Gespräch mit ihr gehabt!

Unterbrochen durch das Mittagessen gab es eine Stadtrundfahrt. Auch wenn ich schon oft in Berlin war, aber hier sah ich doch noch einiges Neue. Es ging nicht um touristische Sehenswürdigkeiten sondern die Fahrt orientierte sich an politischen Gesichtspunkten, das ergab ganz andere Einblicke.

Die Fahrt endete in der Gedenkstätte Hohenschönhausen, einem ehemaligen Untersuchungsgefängnis der Stasi. Ein sehr bedrückendes Gebäude deutscher Geschichte. Wir hatten in 3 Gruppen eine Führung durch das Gefängnis und spürten die damalige physische und psychische Folter der Häftlinge fast selbst.
Am Abend diskutierten wir noch lange, es lies uns einfach nicht los. Viele von den jüngeren Teilnehmern hatten ja fast keine Informationen über diese Zeit und so gab es einen langen Gesprächsabend.

Der nächste Tag war dann schon der Abschiedstag. Nach einem leckeren Frühstück fuhren wir ins Verteidigungsministerium. Die Sicherheitskontrollen kannten wir ja nun schon! Zuerst erhielten wir eine Einführung in die Arbeit und in die Probleme des Ministeriums. Nach einer kleinen Pause konnten wir das Thema wählen. In den Medien wird ja oft der desolate Zustand der Truppe beschrieben, da war es interessant zu diesem Thema ein wenig mehr zu erfahren.

Neben dem Ministerium ist die Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Auch hier bekamen wir in getrennten Gruppen einen Vortrag und eine Führung. In unserer Gruppe ging es um das versuchte Hitlerattentat vom 20. Juli 1944. Uns wurden viele Informationen und Details vermittelt.

Ein Kurzabstecher in die Hackeschen Höfe rundete das Programm ab bevor wir wieder in den Zug gen Hannover stiegen.

Wir alle waren schon ein wenig kaputt, es war doch ein sehr intensives Programm. Doch wir alle waren auch sehr glücklich, dass uns diese Fahrt ermöglich wurde. Wir haben Berlin von einer ganz anderen Seite kennen gelernt und Einblicke erhalten, die wir sonst niemals bekommen hätten. Selbst Teilnehmer, die sich als nicht so politisch interessiert bezeichnen würden waren begeistert. Mit vielen Materialien und Notizen bewaffnet werden wir auch noch in nächster Zeit Gespräche führen und uns weiter informieren .

Wir sagen ganz herzlich Dankeschön für diese unbezahlbare Erfahrung. So für unsere ehrenamtliche Arbeit geehrt zu werden war eine großartige Sache!
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