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Alles Theater?

Nun steht der letzte Schritt des Rathausverkaufs an. Aber es scheint nur Theater zu sein: der Rat entscheidet, welcher Bieter den Zuschlag erhält, aber kennt nur den Entwurf, den die Jury auserkoren hat. Wie sollen die Ratspolitiker da zu einer Entscheidung kommen? Da handelt es sich ja nur um das Abnicken der Juryentscheidung. Dann hätte man den Ratsbeschluß auch weglassen können.
Für eine fundierte Entscheidung ist das Vorliegen sämtlicher Informationen erforderlich. So weiß niemand, wie knapp das Ergebnis ist, ob letztlich ein erhaltener Baum oder 3 Wohnungen mehr den Ausschlag gaben oder es doch nur am Kaufpreis liegt. Der Rat muß schon in die Lage versetzt werden, sich selbst eine Meinung zu bilden und ggfs. auch zu einem anderen Urteil als die Jury zu kommen. Die Jury kann nur empfehlenden Charakter haben.
Sonst bleibt nur Politikverdrossenheit.

Aufgrund der Bedeutung des Grundstückes und des Rathauses haben auch die Letteraner ein Anrecht darauf, sämtliche Entwürfe und Bewertungen zu sehen. Verfahrenstechnische Spitzfindigkeiten helfen da nicht weiter um die Öffentlichkeit auszuschließen.
Das führt zu Verwaltungsverdrossenheit.
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