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Quantensprung der Jbo-YoungStars - Jugendblasorchester Seelze spielt anspruchsvolles Konzert

Action auf der Bühne: Natalie Hönemann dirigiert die Jbo-YoungStars
 
Die Jbo-Beginners mit Lena Grundmann (rechts)
Vor ca. 200 Zuschauern hinterließen die Jbo-YoungStars am vergangenen Samstag im Neuen Forum in Seelze eine eindrucksvolle Visitenkarte.

Eröffnet wurde das Konzert von den Jbo-Beginners. Die 12 jungen Musiker im Alter von 10 - 15 Jahren machten deutlich, dass man auch bereits nach wenigen Monaten Instrumentalunterricht begeistert auf der Bühne musizieren kann. Das zahlreich versammelte und gespannte Publikum schien dabei nicht zu stören: Bei den Titeln "Twist and Shout", "Russian Dance" und Filmmusik aus "Shrek" kam große Freude auf - lang anhaltender Beifall für eine souveräne Bühnentaufe unter der Leitung von Lena Grundmann.

Ganz in der Tradition des Jbo Seelze las sich dann das Konzertprogramm der Jbo-YoungStars als Mischung aus Filmmusik, Musical, Jazz, Latin und Pop. Die Jbo-YoungStars sind das Jugendblasorchester im Jbo Seelze mit 25 Musikern im Alter von 14 - 25 Jahren, verstärkt durch einige Musiker vom "großen Bruder" im Verein, dem MSO.

Ein Schwerpunkt lag auf großen Werken aus Film und Musical: Mit einem 9-minütigen Werk kam die "Titanic" nach Seelze - sinfonische Filmmusik, die mit vielen Ton- und Taktartenwechseln und gekonnt gemeisterten Übergängen beim Publikum Eindruck hinterließ. Der erste Teil schloss mit "Music from Wicked" ab. Das Musical, das sich um den "Zauberer von Oz" dreht und derzeit in Stuttgart läuft, gab den Musikern um Dirigentin Natalie Hönemann die Möglichkeit, moderne Musicalliteratur aufzuführen, die zwischen melodischem Pop und krachender Sinfonik pendelte.

Nicht nur die musikalische Leistung, auch die kurzweilige Moderation, die von den Jbo-YoungStars jeweils in Zweierteams übernommen wurde, machte dem Publikum Spass. Während des Konzerts wurden immer wieder stilvolle Gags eingebaut: Hönemann kam zu "Wicked" grün geschminkt als Hexe verkleidet auf die Bühne, auch im Orchester fanden regelmäßig kleine Verkleidungen statt, Musiker standen bei ihren Soli auf und Trompeter Martin Söftje schwang sich in den schwarzen Agentenanzug.

Der zweite Teil des Konzerts wurde von Musik aus dem Dschungelbuch eröffnet, gefällig modern als Latin arrangiert. Ganz passend zum Thema wurde das Orchester überraschenderweise kurz mit einer Banane dirigiert, was den rhythmisch präzise groovenden YoungStars jedoch kein Problem bereitete. Aufsehen erregte auch das auf den Rücken der Dirigentin geschnallte Schaf, als "Kilkenny Rhapsody" auf dem Programm stand; eine Originalkomposition für Blasorchester, die das Leben, die Tänze und Feiern der Iren ins Seelzer Forum zauberte und musikalisch ausdrucksstark intoniert wurde.

Freunde der klassischen Literatur kamen mit dem modernen Konzertmarsch "Orion" auf ihre Kosten, ein Stück, mit dem die Jbo-YoungStars im vergangenen Jahr beim Wertungsspiel des Niedersächsischen Sportschützenverbands sehr gute Bewertungen erspielten. Nach einem Medley aus "Grease" forderte das Publikum Zugabe, was mit einem weiteren Originalwerk, "Flight of the Thunderbird" erfüllt wurde. Danach wurden die Jbo-Beginners noch einmal auf die Bühne gebeten: "YMCA" wurde mit über 40 Musikern enthusiastisch gespielt, und das im Zuschauerraum bereits beim Stück klatschende Publikum entließ die Musiker mit Standing Ovations.

Die Programmmischung und technisch-klangliche Darbietung machten den Quantensprung deutlich, den die Jbo-YoungStars mit diesem Konzert gemacht haben. Eine "Musiker-Mutter" fasste es zusammen: "Ich bin gerührt, was mein Sohn in diesem Orchester schafft". Dieses Orchester ist dem Image eines "Vororchesters" entwachsen: Angekommen im Bereich der Mittelstufe, mit Schwerpunkt auf kontrastreiche, klangvolle Interpretationen, konnte den Zuhörern ein ansprechendes Konzert präsentiert werden, bei dem der Spaß der Musiker auch beim Publikum ankam.

www.jbo-youngstars.de
www.jbo-beginners.de
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