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Besuch der SPIEL 12 in Essen

Die Neuheitenschau
 
Sehr schön gestaltetes Würfelspiel
Die Spielemesse in Essen feierte dieses Jahr das 30. Jubiläum. Da kann ich noch nicht ganz mithalten, ich bin erst seit 25 Jahren mit dabei! Aber dieses großartige Event für Spieler hat einen festen Platz in meiner Jahresplanung. Da wurde im Vorstellungsgespräch schon mal mitgeteilt, dass ich auch in der Probezeit Urlaub benötige oder eine Ferienreise wurde nach dem Termin ausgerichtet.
So machte ich mich auch dieses Jahr auf die Reise nach Essen um mein eigenes Jubiläum zu begehen.
Am Mittwoch, dem 17.10.12 öffneten sich für Aussteller und Journalisten die Messetore. Mein erster Weg führte zur Neuheitenschau, hier sind alle Spiele-Neuheiten aufgebaut. Da konnte ich mir schon eine kleine Vorstellung machen, was mich an den Messetagen alles erwartet! Die Vorfreude wuchs!
Dann habe ich an vier Tagen die Neuheiten erkundet. Alles zu sehen und zu entdecken war gar nicht möglich. Über 800 Spieleneuheiten wurden von 827 Ausstellern aus 37 Nationen ausgestellt. In 11 Hallen wurden die Spiele präsentiert. Die großen Verlage, wie z.B. Kosmos, Ravensburger, Amigo oder Hans im Glück haben auch größere Stände mit vielen Tischen, an denen die Neuheiten ausprobiert werden können. Aber jeder noch so kleine Stand bietet eine Spielmöglichkeit an, so kann jedes Spiel vor dem Kauf getestet werden. Allerdings reichten die Tische selten aus, es war oft nicht einfach, einen freien Spielplatz zu ergattern Die Ferien in Nordrhein-Westfalen waren schuld, dass es bereits am Eröffnungstag in den Hallen voller war als im Vorjahr. So schob man sich durch die Gänge, musste aufpassen, dass man nicht durch Sackkarren oder Koffer verletzt wurde. Die Spiele konnten natürlich auch gekauft werden und so transportierte so mancher mehr Gepäck mit sich als auf einer Urlaubsreise!
Doch was für Spiele konnte man denn sehen? Da gab es zum einen Erwachsenen- und Familienspiele, aber auch unzählige Kinderspiele. Zu vielen Spielen wurde nun auch eine App angeboten, so für das Spiel „Qin“ von Rainer Knizia aus dem Verlag eggertspiele. Auch für das bekannte Spiel „Die Siedler von Catan“ gibt es nun eine App-Erweiterung, In einer kostenlosen Erklär-App wird die Spielregel Schritt für Schritt erklärt und macht so den Einstieg leichter.
Der Verlag Jumbo geht ganz eigene Wege mit seiner „iPawn“ Reihe. Die Spiele sind ausschließlich für das iPad gedacht, bringen aber echte Spielfiguren mit, die man auf das Gerät stellt.
Dieses Jahr waren auffällig viele Würfel- und Kooperative Spiele zu sehen. So brachte Amigo das „Würfelmania“ mit 133 Würfeln auf den Markt, ein Partyspiel mit kniffeligen Würfelaufgaben.
Der Renner waren aber wohl die Kooperativen Spiele. Vom Kosmos Verlag gab es das Fantasy Abenteuer „Die Legenden von Andor“. Ein wunderschöner Spielplan, schön gestaltete Figuren und ein einfacher Regeleinstieg laden zum Spielen regelrecht ein. Das Spiel erklärt sich während des Spielens, es müssen also nicht seitenlange Regeln vorher gelesen werden.
Queen Games präsentierte ein kooperatives Echtzeitspiel. In 10 Minuten müssen die Spieler mit jeweils 5 Würfeln Tempel-Abenteuer bestehen. Dazu wird eine CD abgespielt, die atmosphärisch dazu passt.
Am Stand von Pegasus konnte das Spiel „Die Zwerge - Das Brettspiel" ausprobiert werden. Die Welt des sechsfachen Gewinner des Deutschen Phantastik Preises Markus Heitz kann nun auch spielerisch erkundet werden.
Sehr gut gefallen haben mir die personalisierten Spiele der Firma Ludufactur. Die Spiele „Carcasonne“, „Mensch ärgere dich nicht“ oder „Die Werwölfe“ erhalten auf der Verpackung, auf den Karten oder den Spielfiguren die Gesichter der Besteller.
Interessant ist natürlich ein Rundgang zu den Ständen der ausländischen Aussteller. Wo sonst kann man z. B. Spiele der Japaner, der Tschechen, der Polen und dieses Jahr auch der Russen ausprobieren? Hat man erst einmal die Sprachbarriere überwunden, kann man interessante Spiele entdecken. Mich hat das Spiel „Tzolkín – Der Maya Kalender von Czech Games Edition sehr angesprochen. Leider habe ich es nicht geschafft, einen Tisch zum Anspielen zu ergattern. Dagegen konnten wir „Gingkopolis“ von Pearl Games ausprobieren und waren alle sehr davon angetan.
Ein Highlight der Messe ist es aber für mich, wenn Spiele von bekannten Autoren vorgestellt werden. So konnte ich an einer Partie „Bora Bora“ teilnehmen. Der Prototyp wurde von Stefan Feld erklärt und begleitet. Ein sehr vielschichtiges Spiel auf das wir schon alle sehr gespannt sein können.
Seit 1990 wird der Deutsche SpielePreis auf der Messe vergeben. Er ist der weltweit wichtigste Publikumspreis für Gesellschaftsspiele und wird in den Kategorien „Bestes Familien- und Erwachsenenspiel“ und „Bestes Kinderspiel“ prämiert. Dieses Jahr gab es eine Sensation. Das Autoren-Ehepaar Inka und Markus Brand gewinnt den Titel in der ersten Kategorie mit dem Spiel „Village“, deren Kinder Emely und Lukas mit dem Spiel „Mogelmotte“ die zweite Kategorie.
Der Sonderpreis des Deutschen SpielePreises ehrt Personen oder Institutionen, die sich wirklich um das Spiel verdient gemacht haben. Dieser Preis wird nicht jedes Jahr verliehen, das letzte Mal ging er 1992 an Alex Randolph. Dieses Jahr wurde er nun an Wolfgang Kramer verliehen. Darüber freue ich mich besonders, hat er doch mit seinen Spielen mein Spielerleben von Anfang an begleitet und bereichert.
Seit 1999 ist die SPIEL mit COMIC ACTION verbunden. In 2 Hallen gibt es ein Paradies für die Liebhaber der „Neunten Kunst“. Hier kann man dann auch mal einem Comiczeichner bei der Arbeit zusehen.
Ich könnte noch viel, viel mehr schreiben, es gab einfach so viel zu sehen. In zwei weiteren Beiträgen werde ich dann noch von zwei neuen Verlagen berichten. Nun viel Spaß beim Ansehen der Fotos.
Wer ein paar der vielen Spiele auch mal ausprobieren möchte, kann dies gerne bei den Letteraner Brettspielern jeden 1. Und 3. Freitag ab 19 Uhr tun. Einige der Neuheiten stehen schon zur Verfügung.
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