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Kleine Schwalbacher Chronik (kurmainzische Zeit 1581-1802)

(Stand 26. September 2020)

1581

Mit dem Tod des Grafen Christoph von Stolberg-Königstein fiel die Herrschaft Königstein und somit auch Schwalbach an Kurmainz.

1582

Jakob Weigand als kurmainzischer Schultheiß in Schwalbach genannt.

1590

Georg Schenkeisen als kurmainzischer Schultheiß genannt.

1600

Johann Georg Reuter als kurmainzischer Schultheiß genannt.

1636

Andreas Roth als kurmainzischer Schultheiß genannt.

1648


Johann Thomas Cornelius
(* um 1590 in Kalbach) wurde kurmainzischer Schultheiß in Schwalbach, blieb es bis mindestens 1655.

1657


Erste bekannte Nennung des kurmainzischen Schultheißen in Schwalbach Karl Adrian Lilliers (* um 1619). Er stammte aus den Niederlanden und kam gegen Ende des 30-jährigen Krieges als Leutnant im Mandelslohischen Regiment nach Königstein. 1645 heiratete er Elisabeth, die Tochter des dortigen Wirtes Jakob Walter. 1646 wurde er Landhauptmann des Amtes Königstein.

1662


Der Schultheiß Karl Adrian Lilliers erwarb das der Schwalbacher Burg benachbarte Rittergut, das zuvor Hans Dietrich von Metternich gehörte.

1669


Georg Philipp von Greiffenclau zu Vollrads, Oberamtmann in Königstein, und sein Bruder Friedrich erhielten die herrschaftlichen Güter in Schwalbach und Kalbach als Lehen. Vertreten wurden sie fortan durch ihre Keller, die ihren Sitz in der Schwalbacher Burg hatten.

Wegen Mordes an Johann Georg Schmitt wurde der Schwalbacher Einwohner Nikolaus Kunz hingerichtet.

1674

Bisher erste Nennung des Johannes Weil (* um 1641 in Schwalbach) als kurmainzischer Schultheiß.

1678

Peter Reul (* um 1625) wird von Johann Jakob Ports sohn als "podagrämischer Schelm" gescholten und von Michael Starcks sohn geschlagen.

1679

Am 22. Juni starb der ehemalige Schultheiß Karl Adrian Lilliers im Alter von 60 Jahren. Zuletzt war er Obristwachtmeister und Kommandant der Festung Königstein. Er hinterließ seine zweite Ehefrau Anna Margaretha und mehrere Kinder, die in Schwalbach auf dem Rittergut verblieben.

1684

Anna Margaretha, die Witwe des Karl Adrian Lilliers, heiratete am 8 Februar in Orb den dortigen Keller Balthasar Braunfels. Nach dessen Tod 1691 kehrte sie nach Schwalbach zurück.

Tod des Bertram Havellius. Er war Pfarrer in Schwalbach und Neuenhain und auch Vorsteher des Antoniter-Ordens in Höchst gewesen.

1685

Beginn des Schwalbacher Kirchenbuches, ein früheres, das seit 1639 geführt wurde, ist leider verschollen.

Erste bekannte Nennung des Johann Peter Henrici als Keller der Freiherren von Greiffenclau.

1695

Konrad Spiel aus Himmelsberg im kurmainzischen Amt Amöneburg heiratete Anna von Hain aus Schwalbach und ließ sich im Dorf nieder.

1698


Johannes Kreutzer
(* um 1651 in Schwalbach) trat das Amt des kurmainzischen Schultheißen an. Er erstetzte den am 9. Juni beerdigten Johannes Weil.

1706

Am 16. Januar wurde der Wirt "Zum weißen Roß" Johann Georg Löschhorn (* um 1669 in Schwalbach oder in Königstein) zum neuen kurmainzischen Schultheißen ernannt.

1715

Tod des Kellers Johann Peter Henrici am 26. September. Sein Nachfolger wurde Christoph Rudolph Hubert, möglicherweise hat dieser ihn aber schon einige Jahre früher abgelöst.

1719

Johannes Reul (* 1677 in Schwalbach) ersetzt Johann Georg Löschhorn im Schultheißenamt.

1720

Johann Jakob Abel (* um 1682 in Schwalbach), wurde Lehrer in Schwalbach, zuvor war er in Niederhöchstadt mehrere Jahre als solcher tätig.

1722

Es starben in diesem Jahr zwei ehemalige Schwalbacher Schultheißen, am 6. Februar Johannes Kreutzer und am 6. Dezember Johann Georg Löschhorn. Am 31.August wurde der Lehrer Johann Jakob Abel beerdigt.

1729

Valentin Münzenthaler (* in algesheim),. einst ein kaiserlicher Notar in Mainz, versah ab 1723 die Lehrerstelle in Sossenheim, nur war er in dieser Funktion nach Schwalbach gewechselt.

1731

Adam Reinhard Lilliers (* 1709), Enkel des einstigen Schultheißen, bestahl die Schwalbacher Kirche und versuchte das Diebesgut in der Reichsstadt Frankfurt an Goldschmiede zu verkaufen. Er wurde verhaftet und an Kurmainz ausgeliefert. Die Art und Weise seiner Justifizierung ist nicht überliefert.

1733

Am 9. Juni starb Anna Margaretha, die Witwe des Schultheißen Karl Adrian Lilliers im Alter von 87 Jahren, sie war dessen zweite Ehefrau. Ihre Töchter Anna Maria und Maria Agnes baten die Freiherren von Greiffenclau um finanzielle Unterstützung, um ihre Mutter beerdigen zu können.

1736

Michael Heiße (* um 1704) wurde Keller der Freiherren von Greiffenclau.

1741

Bei der Hinrichtung des aus Eschborn stammenden Johannes Faber am 14. Dezember in Kronberg sorgte eine Kompanie aus der Höchster Garnison für Ordnung. Ihr Kommandant war Hauptmann Johann Joseph Stephan Lilliers (* 1705 in Schwalbach), Enkel des einstigen Schultheißen und Bruder des Kirchendiebes.

1745

Schultheiß Johannes Reul starb am 9. Januar, sein Nachfolger im Amt wurde Johann Georg Spiel (* 1697 in Schwalbach).

1747

Johann Georg Braun (* 1729 in Schwalbach) desertierte aus kurmainzischen Kriegsdiensten.

1750

Johann Kaspar Benedick (* 1716 in Schönberg) heiratete am 30. Juni in Oberhöchstadt Anna Maria Klauer (* 1724 in Schwalbach) und ließ sich in Schwalbach nach Zahlung von 2 Gulden Einzugsgeld nieder.

1752

Tod des Lehrers Münzenthaler am 12. September.

1753

Eine kurmainzische Kompanie unter Hauptmann Johann Joseph Stephan Lilliers bildete zusammen mit einer Frankfurter Kompanie am 23. Februar auf der Richtstätte Dieffenwegen einen Kreis, in dessen Mitte die wegen Kindsmordes verurteilte Anna Katharina Duß aus Soden enthauptet wurde.

Beim Bau der neuen Kirche verunglückte der Zimmermann Christian Mehl tödlich.

1756

Weihung der neugebauten Kirche St. Pankratius.

1758

Schultheiß Johann Georg Spiel wurde am 19. März beerdigt, sein Nachfolger wurde der Wirt "Zum Schwanen" Adam Weil (* 1729 in Schwalbach).

Neuer Lehrer wurde Johann Martin Ludwig Schulnick (* um 1723 in Saalmünster, der am 21. August Maria Elisabeth Seibert (* 1741 in Schwalbach) geheiratet hatte.

1759


Beerdigung des Kellers Michael Heiße am 30. Juli. Johann Philipp Werner (* 1723 in Mainz) wurde neuer Keller der Freiherren von Greiffenclau.

Franz Mony (* um 1725), ein Soldat aus Frankreich, heiratete am 1. Oktober in Schwalbach Anna Maria Römig (* 1728 in Neuenhain), die Witwe des Johann Georg von Hain. Er läßt sich in Schwalbach nieder.

1767

Tod des Kellers Johann Philipp Werner, er wurde am 22. März in der Kirche beerdigt. Der Sarg mit dem Wappen der Freiherren von Greiffenclau wurde Anfang des 20. Jahrhunderts bei Renovierungsarbeiten wiederentdeckt.


1768


Franz Krauss (* um 1744, vermutlich in Sauerschwabenheim), der Halbbruder des verstorbenen Kellers der Freiherren von Greiffenclau Johann Philipp Werner, trat dessen Nachfolge an. am 11. April hatte er in Östrich Elisabeth Musel geheiratet.

Der verwitwete Gerhard Gropieux heiratete am 10. Mai Maria Anna Klauer (* um 1743 in Schwalbach) und wurde somit Schwalbachs zweiter aus Frankreich stammender Einwohner.

Fälschlich mit 1668 datiert - es wurde bei den römischen Ziffern der Datierung ein "C" vergessen - entstand ein Ortplan von Schwalbach. Hauptindizien hierfür sind die Kirche innerhalb des Ortes, die vor dem Neubau außerhalb stand, und das Fehlen der inzwischen eingegangenen Mühle.

1772

Beerdigung des Schultheißen Adam Weil am 27. April.

1778

Erste bekannte Nennung des Schultheißen Johann Konrad Kreiner (* 1722 in Schwalbach), vermutlich hatte er das Amt schon einige Jahre inne.

1786

Tod des kurmainzischen Hauptmannes Johann Joseph Stephan Lilliers in Höchst am 16. April. Mit ihm verschwand dieser Familienname aus der Region.

1788

Christian Scherer (* 1721 in Schwalbach) wurde zum kurmainzischen Schultheißen ernannt.

Am 10. März Tod des Lehrers Schulnick.

1792

Johannes Adam (* 1744 in Schwalbach) erstetzt Christian Scherer im Schultheißenamt.

Nach dem Entwurf von Emanuel Joseph von Herigoyen (1746-1817) wurde ein neues Schulhaus erbaut. Die vorherige Schule war im Frankfurter Tor untergebracht.

1794

Am 3. Oktober kamen österreichische Husaren unter ihrem Rittmeister namens Conlogio nach Schwalbach. Letzterem wurde durch Schultheiß Adam ein Quartier im Wirtshaus "Zur Krone" zugewiesen. Der Aufforderung, das Tor zu öffnen, kam der Wirt Johannes Rudolf (*) nicht schnell genug nach, es kam zu einem Wortwechsel und anschließend zu einer Rangelei, aus der der Rittmeister blutend herausging. Da dieser Satisfaktion forderte, verurteilte die Obrigkeit Rudolf zu einer Tracht Prügel und zwei Wochen Zuchthausstrafe. Im Folgejahr wurden die Prügel verabreicht, die Zuchthausstrafe aber erlassen.

1795

Johann Heinrich Lorenz (* 1743 in Schwalbach) folgt Johannes Adam im Amt des Schultheißen.

Tod des ehemaligen Schultheißen Johann Konrad Kreiner am 17. September.

1802

Der letzte kurmainzische Schultheiß von Schwalbach war Johannes Rudolf, trotz seiner Vorgeschichte mit dem österreichischen Rittmeister.

Gegen Ende des Jahres wurde das Amt Königstein von nassau-usingischen Truppen besetzt, die Einwohner mußten nun einem neuen Landesherrn huldigen. Im Folgejahr wurde auf dem Reichsdeputationshauptschluss die Zugehörigkeit zu Nassau-Usingen offiziell gemacht.

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