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T.C.R.: Der Bau des Clubhäuschens, 1949/1950

Das schmucke Clubhäuschen und die beiden selbstgezimmerten Bänke - den Schiedsrichterstuhl könnt Ihr auch bald sehen! (Foto: Wilhelm Richter)
Rauschenberg: Tennisclub | Unser Clubhäuschen

Der Anlass zum Bau war der Regen, der uns öfters überraschte.
Der Entschluss war schnell gefasst, die Ausführung nicht ganz einfach. Wie immer war das Problem, woher bekommen wir das Material. Geld hatten wir immer noch nicht.

Ziegel – stellte uns die Firma Laudenbach aus der Ziegelhalde zur Verfügung. Den Transport übernahmen „Meta und Rosa“, ein bewährtes Kuhgespann der Firma Meise.
Holz – für Dach und Innenausbau vermittelte uns Irmgard von der Firma Zimmermann.

Blech – für die Dachabdeckung wurde mit Fahrrädern aus Allendorf (heute „Stadtallendorf“) geholt. Dort waren die Heizungsrohre mit Blech isoliert, durch die Demontage lag genug herum. Eine unvorhergesehene Ausgabe war ein Strafmandat der Polizei, wegen Durchfahren der Bahnunterführung, Absteigen vom Fahrrad war aber nicht möglich, da der voll beladene Anhänger zu stark geschoben hatte.

Bruchsteine – für das Fundament wurden mit der Schubkarre herangeholt.

Farbe – für Tür und Fensterläden, war klar: spendete Kurze August.

Kleinigkeiten – die noch fehlten, machten uns kein Kopfzerbrechen mehr, die beschaffen wir schon. Schließlich hatten wir ja auch unseren Herrn Schnabel, der uns mit so mancher Mark ausgeholfen hatte.

Das Material war da, es kann losgehen.

Der Hang wurde abgegraben und unter Anleitung des Maurergenies Anton Tschischka wurde gebaut: Ernst Meister, Franz Rauchfuß, Ernst Röhr und Wilhelm Richter mischten Speis, schleppten Steine und Ziegel. Anton mauerte fachmännisch, ohne Bauzeichnung, und siehe da, der Rohbau stand. Dach und Innenausbau waren für die oben erwähnten Fachkräfte kein Problem.
Zwischendurch gab es ein kleines (Tennis-) Spielchen.
Das Holzlager war nicht aufgebraucht und so zimmerten wir noch einen Schiedsrichterstuhl und zwei Bänke.

Die Einweihung, das muss wohl nicht besonders erwähnt werden, war eine Feier aller Mitglieder. Es war etwas eng, aber urgemütlich.

(Quelle: Vereinschronik, Verfasser: Wilhelm Richter)
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