“Spiel mir eine alte Melodie” ...

Gemischter Chor Speckswinkel
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… war weit mehr als ein „herkömmliches “Frühlingskonzert. Frühlingshaft waren einzig die Dekoration der Tische und die Temperaturen am Samstag um 19:00 Uhr außerhalb des Zollhofes in Speckswinkel.

Drinnen gab es Musik die einen an Musicals, Operette und „Hollywood“ erinnern ließ.
Die Chorleiterin Viktoria Lanz- Winter hatte es verstanden den Gemischten Chor Speckswinkel mit seinen Solisten in den Mittelpunkt zu stellen. Operetten und Musicals aus den frühen 60 er Jahren waren ebenso vertreten wie moderne Ausschnitte aus den Musicals „Cats“, „Cabaret und „König der Löwen“.

Der Zollhof, das Speckswinkler Dorfgemeinschaftshaus erfuhr am Samstagabend was es heißt vollbesetzt zu sein. Die anfängliche Skepsis bei den Akteuren wie wohl das Konzert so ganz ohne andere Gastchöre, aufgenommen wird, wich, denn bereits um halb sieben war der Zollhof beinahe voll besetzt. Etwa 150 Gäste nehmen vor der Bühne Platz. Das Bühnenbild, von Anna Lena Nebe entworfen und gemalt, zeigt sofort um was es geht: „Bühne frei für die Musik“. Um 19:00 Uhr betreten dann die Sängerinnen und Sänger die Bühne. Die Damen allesamt schwarz gekleidet. Jede trägt ein ganz individuelles rotes Accessoire. Sehr feierlich und durchaus dem Titel des Konzertes angemessen. Am Klavier begleitet sie Hanns- Joachim Peter, der schon bei vielen Konzerten dabei war.
Schon das zweite Chorstück „Barkarole“ aus Hoffmanns Erzählungen erzeugt bei den Zuhörern, als die Chormänner einsetzen, ein „Gänsehautgefühl“. Das Champagner Lied aus der „Fledermaus“ zeigt wie leicht, beschwingt, pfiffig und …süffig eine Operette sein kann. Eindeutig einer der Höhepunkte sind die Stücke aus „My Fair Lady“. Heidi Schnell, Sopranistin setzt mit dem Stück “Wär das nicht wunderschön“den Startschuß für die verborgenen Talente die man im Speckswinkler Chor finden kann. Jörg Schmidt, Tenor, interpretiert das Stück „Mit nem kleinen Stückchen Glück“ auf eine ganz besondere Weise. Nicht die gefestigte Stimme die man vom Musical her kennt, sondern eher sorgenvoll singt er seine Solostellen und wird vom übrigen Chor „mit nem kleinen Schlückchen Glück“ wieder aufgemuntert. Ein weiterer Höhepunkt ist der Männerchor. Viktoria Lanz-Winter hat die Männer dazu überreden können „Flagge zu zeigen“. Das auch nur ein Dutzend Männer einen wirklichen vollen Sound haben können, haben die Speckswinkler Chormänner mit „Das gibt nur einmal“ bewiesen. Ein weiteres Solostück hatten die Chorleiterin Lanz Winter und Petra Nebe eingeübt. Sie interpretieren „Irgendwo auf der Welt“. Petra Nebe beeindruckt hier mit einer sehr sauberen Sopranstimme, die auch in der Höhe noch leicht klingt. Doch nicht nur der Chor zeigt was alles in Speckswinkel möglich ist. Einige Grundschulkinder hatten sich zu einem kleinen Kinderchor nur für diesen Abend zusammengeschlossen. Sie setzen Ihren Schwerpunkt auf das Musical „König der Löwen“. Kostümiert und geschminkt wie Löwen betreten sie die Bühne und zeigen eine beeindruckende Leistung. Besonders bei Hakuna Matata zeigt sich, nach anfänglicher Zurückhaltung, doch Gelöstheit. Spätestens beim dritten Lied, bei dem Kathrin Schmidt mit ihrem Solo „Kann es wirklich sein“ beeindruckt, zeigen die Kinder wahre Chorqualitäten. Die Trachtengruppe Speckswinkel, an diesem Abend nicht in gewohnter Volkstümlichkeit, bietet den Zuschauern einen Stepptanz „I’m singing in the rain“. Fred Astaires Meistertanz mit der Laterne war die Grundlage und passt hervorragend in das Programm hinein.
Durch das abwechslungsreiche Programm, das übrigens von Anna Lena Nebe illustriert wurde, führen Dagmar Trieschmann und Marion Sagel.
Eineinhalb Stunden Kurzweil!
Schade, es ist viel zu schnell vorüber!

Bürgerreporter:in:

Monika Friedrich aus Rauschenberg

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