Glückwünsche für das Alte Schulhaus Puchheim-Bahnhof. Positive Stimmung beim Geburtstagsfest

Schneiden die Geburtstagstorte an (v.l.): Brigitte Rösler, Heidi Mixl, Rita Haslauer, Johannes Haslauer und Rudolf Baur. (Foto: Freunde des Alten Schulhauses Puchheim-Bahnhof)
 
Zeitzeuge Peter Huber im Gespräch mit Johannes Haslauer, Sprecher der "Freunde des Alten Schulhauses". Huber kann sich noch an den Bau des Schulhauses erinnern.
Die allerbesten Glückwünsche zum 80. Geburtstag brachten die „Freunde des Alten Schulhauses“ zusammen mit einer großen Festgemeinde kürzlich dem geschichtsträchtigen Haus dar. Gleichzeitig zum Puchheimer Marktsonntag feierten sie am Grünen Markt in Sichtweite zum Geburtstagskind dessen Jubiläum. Wie es sich für eine Geburtstagsfeier gehört, war für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt.

Infotafeln gaben Auskunft über Geschichte und Architektur des Hauses von 1929, das Teil des gewachsenen Ortszentrums der jungen Bahnhofs- und Fabriksiedlung Puchheim-Bahnhof ist. Neben der Bahnhofswirtschaft und der Kirche war es der dritte Bestandteil der Ortsmitte, die von den Gemeinderäten damals gezielt geschaffen worden war. Auch die hier ansässige Münchner Müllsortiergesellschaft engagierte sich für die Belange des Ortes: sie schenkte der Gemeinde das Grundstück für die Schule.

Auf Einladung der Schulhausfreunde machte Kirsten Dombrowski, Studentin an der Hochschule München, die Besucher neugierig auf ein Buch über das Alte Schulhaus, das noch im Oktober erscheinen wird. Sie hat im Rahmen ihres Studiums ehemalige Schülerinnen und Schüler befragt und die Erinnerungen dokumentiert. Die Geschichten lassen das Schulleben der Kinder und Jugendlichen in Puchheim während der 30er und 40er Jahre des letzten Jahrhunderts lebendig werden.

Schließlich kamen bei der Feier einige Ehemalige auch selbst zu Wort und berichteten von ihrer Schulzeit, von Mutproben, prägendenen Erlebnissen und unvergessenen Lehrern. Peter Huber konnte noch vom Bau des Hauses berichten. Alles wurde mit Muskelkraft bewerkstelligt: die Arbeiter hoben die Baugrube mit der Hand aus und trugen die Ziegelsteine mit der Kraxe hinauf. Mehrmals erinnerten Ehemalige an den 1930 eingesetzten Oberlehrer Anton Stieß, einen strengen, aber doch gerechten Lehrer. Sein hoher Anspruch führte zu Lernerfolgen – und so bekamen die Puchheimer Kinder eine Bildung, die sich auch anderswo sehen lassen konnte, wie etwa Betti Strixner erzählte, die später in München auf die Schule ging. Huber erinnerte auch an den Architekten Josef Steindl, der über Jahrzehnte hinweg Puchheim architektonisch prägte. Nur wenige seiner Gebäude stehen noch.

Musikalisch ließ das Puchheimer Blasorchester das Schulhaus hochleben. Und bevor die große Geburtstagstorte angeschnitten wurde, stimmten die Gäste in ein Geburtstagsständchen ein. Viele beteiligten sich am Quiz über das Haus, bei dem attraktive Preise zu gewinnen waren.

„Es war eine äußerst positive Stimmung bei dem Fest“, resümiert Johannes Haslauer, Sprecher der Schulhausfreunde. „Das bestätigt uns darin, dass das Schulhaus echtes Potential für eine lebenswerte Zukunft von Puchheim-Bahnhof darstellt, das wir auf keinen Fall preisgeben dürfen. Das Schulhaus steckt voller Geschichten und ist der Schlüssel zu einer attraktiven Ortsmitte mit Flair und Aufenthaltsqualität.“ Alt und Jung haben gemeinsam den 80. Geburtstag des Hauses gefeiert. „Das zeigt die generationenverbindende Kraft der Erinnerung – ein wichtiges Gut für jede zukunftsorientierte Gesellschaft“, so Haslauer.

„Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass das Haus auch noch die kommenden Generationen von Puchheimer Bürgern an die bemerkenswerten Anfänge des Ortes erinnern wird“, versprach der Sprecher der Schulhausfreunde.
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