Spektakulärer Volleyballkrimi endete nach 21/2 Stunden mit 3:2 Sieg des SC Potsdam über das Allgäu Team Sonthofen

Patricia Grohmann sorgte in dieser spannenden Auseinandersetzung für etliche Zähler. (Foto: Gerhard Pohl)
  • Patricia Grohmann sorgte in dieser spannenden Auseinandersetzung für etliche Zähler. (Foto: Gerhard Pohl)
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Jeweils ca. zehn Stunden dauerten die Hin- bzw. Rückreise zum letzten Auswärtsspiel der laufenden Erstligasaison nach Sonthofen. Und die Strapazen haben sich gelohnt, denn die Damen des SC Potsdam konnten die Allgäu Halle von Sonthofen als 3:2 (23:25, 25:20, 18:25, 33:31, 15:7) Sieger verlassen und verbesserte sich damit auf den neunten Tabellenplatz.

Das es in Bayern ein ganz schwere Gang werden würde, darüber war man sich im Vorfeld der Begegnung einig. „Das Allgäu Team hat in den letzten Spielen sehr starke Leistungen geboten, wie u.a. beim 1:3 gegen Stuttgart, darauf müssen wir uns einstellen“, bemerkte Cheftrainer Michael Merten vor der Abreise in den Süden. Er bereitete die Mannschaft in dieser Woche ganz zielgerichtet auf diesen Fight vor und absolvierte u.a. am Mittwoch noch eine Trainingseinheit beim Köpenicker SC.

Schließlich hatten sich die Gastgeberrinnen fest vorgenommen, die 1:3 Niederlage aus der Hinrunde zu korrigieren und mit einem Erfolg die aus ihrer Sicht doch unbefriedigend verlaufene Saison mit einem positiven Erlebnis zu beenden. Hierfür wurden die Zuschauer noch zusätzlich mit 350 Liter Freibier in die Halle gelockt. Ca. 800 kamen auch, ihnen wurde dann ein echter Volleyballkrimi geboten wurde, wo der Auftakt auch viel versprechend verlief, denn den ersten Satz hat Sonthofen knapp 25:23 gewonnen, da führte lediglich der SCP zwischenzeitlich mal 11:9. „Hier hat das Allgäu Team souverän agiert und sehr gut angenommen, es gelang uns nicht immer, unsere Angriffstärke auszuspielen“, bemerkte Merten.

Im zweiten Satz hatte man sich besser auf die Gastgeberinnen eingestellt und konnten diesen nach einem zwischenzeitlichen 6:10 Rückstand dann noch deutlich 25:20 für sich entscheiden. Leider konnte das im folgenden Abschnitt nicht so konsequent fortgeführt werden, der ging deutlich 18:25 verloren. „Da hatten wir unsere schwächste Phase“, lautet der kurze Kommentar des Cheftrainers.

Der folgende Vierte war das Highlight des gesamten Spiels, er wird sicherlich noch sehr lange in Erinnerung bleiben. Nicht nur das 33:31 nach langen 38 Minuten, sondern der mehr als spektakuläre Verlauf machten diesen Spielabschnitt zu einem Volleyballerlebnis aller erster Klasse, der keinen der 800 Zuschauer auf den Sitzen hielt. Sonthofen führte hier schon mit drei Punkten Vorsprung, als es im Mertenteam mehr als nur „Ruckte“, denn es kippte das 16:13 aus sonthofener Sicht in eine 21:16 Führung! Und die Sache wurde dann immer spannender, denn die Gastgeberinnen starteten eine Aufholjagd und gaben sich auch bei einer 23:20 Führung von Potsdam in keiner Weise geschlagen und glichen 24:24 aus. Gewinnen sie den Satz, haben sie das Spiel und das setzte Kräfte frei. „Hier war der Satz schon fasst weg, wir haben das Geschehen aus der Hand gegeben und was dann passierte, dieser vierte Satz war Dramatik pur und ist wohl kaum noch zu übertreffen“, äußerte sich Michael Merten zu diesen spektakulären 38 Minuten von Sonthofen. Wechselseitig ging es dann immer mit einer eine Punkte Führung bis zum 31:31 weiter, als dann unser Sechser mit zwei Zählern die Gastgeberinnen um alle Siegesträume brachte. Es war der Kulminationspunkt dieser Meisterschaftsbegegnung.

Der Tiebreak musste nun darüber richten, wer mit den Punkten die Halle verlassen wird – eigentlich war das schon nach dem vorausgegangenen Spielabschnitt entschieden. „In diesem hatten wir unseren besten Auftritt“, freut sich Merten. Seine Damen ließen hier keinen Zweifel aufkommen, dass sie das Spiel zu ihrem Gunsten beenden wollen. Schnell führte man 4:0 und das 15:7 ist mehr, als nur Ausdruck dessen.

„Wir haben dieses letzte Auswärtsspiel verdient gewonnen, was wir auch wollten“, äußerte ein sichtlich geschaffter aber erfreuter potsdamer Coach und setzte sich anschließen in den Bus, um die lange Fahrt in die brandenburgische Landeshauptstadt mit den Punkten anzutreten. Schließlich muss sich das Team noch auf den bevorstehenden Leckerbissen zum Saisonfinale vorbereiten, denn da empfängt am Sonnabend (08.05.), um 18.00 Uhr in der Sporthalle Heinrich – Mann - Allee, der SC Potsdam den diesjährigen Europa- und nationalen Pokalgewinner, den Dresdner SC.

Bürgerreporter:in:

Gerhard Pohl aus Potsdam

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