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OSC zeigt zwei Gesichter

Wasserballer verlieren im Pokal, rehabilitieren sich aber in der Liga
Mit zwei Gesichtern präsentierte sich Wasserball-Bundsligist OSC Potsdam am Wochenende in der Fremde. Der schwächsten Saison-Leistung beim SC Rote Erde Hamm im deutschen Pokal am Sonnabend, das mit 12:16 (3:4, 4:5, 3:3, 2:4) verloren ging, folgte ein starkes Spiel im Liga-Duell gegen den SSF Aegir 07 Uerdingen. 13:6 (3:1, 2:1, 4:4, 4:0) siegte die Sieben von Trainer André Labe überraschend souverän gegen das Krefelder Team.
„Gut, dass wir den Totalausfall im Pokalspiel hatten“, gewann Coach Laube der Niederlage in Hamm auch etwas Positives ab. „Wenn die Mannschaft nicht mit hundertprozentigem Einsatz spielt, kann sie gegen jeden verlieren.“ Im Gegensatz zum toll kämpfenden Gastgeber aus der 2. Wasserball-Liga West fanden die Potsdamer zu keinem Zeitpunkt ins Spiel. „Es war nie eine Mannschaft im Wasser“, bemängelte OSC-Kapitän Gregor Karstedt. Einzig Top-Torjäger Tobias Lentz spielte mit sechs Treffern in Normalform.
Bis zur Mitte des zweiten Viertels war der hoch favorisierte OSC noch auf Siegkurs. Nach Treffern von Lentz (4), Karstedt, Philip Uhlig und Jacob Drachenberg lagen die Gäste 7:5 in Front. Doch Hamm machte in gut zwei Minuten noch vor der Halbzeit vier Tore und brachte Potsdam mit 7:9 ins Hintertreffen. Im dritten Durchgang schaffte der OSC jeweils durch Lentz noch zweimal den Anschluss (8:9, 9:10), doch Rote Erde antwortete jeweils prompt mit schnellen Gegentreffern. Karstedt (2) und Christoph Grabbert sorgten im Schlussviertel lediglich für Ergebniskosmetik.
Am Samstag-Abend schien Trainer Laube die richtigen Worte gefunden zu haben. „Man hat den Jungs angesehen, dass sie sich unbedingt rehabilitieren wollten.“ Von Beginn an kontrollierte der OSC das Geschehen gegen den Siebten der DWL-Aufstiegsrunde. Eine starke Defensive um Ersatzkeeper Christoph Schmidt, der den gesperrten Paul Seidler glänzend vertrat, ließ den Hausherren nur wenige Möglichkeiten. Nach vorn wurden die Chancen konsequent genutzt. Lentz (2) und Uhlig brachten den OSC im ersten Viertel 3:0 in Front. Auch im zweiten Viertel sorgte das torgefährliche Duo für die 5:2-Führung. Im dritten Abschnitt erhöhte Stephan Hartkopf sogar auf 6:2. Uerdingen kam zwar auf 6:4 heran, doch wirklich gefährdet schien der OSC-Sieg nie. Wieder waren Lentz (2) und Uhlig zur Stelle und sorgten für das vorentscheidende 9:5. Im Schlussviertel ließ sich Aegir gehen. Lentz, der zum „Spieler des Tages“ gekürt wurde, machte seine sechste Bude. Hartkopf sowie Axel Krzenciessa und Franz Kaminsky mit ihrem jeweils ersten Saisontor trafen zum 13:6.
Bereits am kommenden Sonnabend steht in der Halle am Luftschiffhafen das Rückspiel gegen Aegir an. 17 Uhr trifft der OSC auf Uerdingen, das bereits Revanche angekündigt hat.
Potsdam: Paul Seidler (nur gegen Hamm), Christoph Grabbert (1), Victor Saar, Stephan Hartkopf (2), Jacob Drachenberg (1), Gregor Karstedt (3), Philip Uhlig (4), Tobias Lentz (12), Florian Lemke, Franz Kaminsky (1), Mats Döring, Christoph Schmidt, Axel Krzenciessa (1)
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