OSC Potsdam Schwimmen

Sich selbst bestätigen

Jaana Ehmcke nach Peking verabschiedet

Die junge Frau, die sich mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele selbst beschenkte, erweckte am Dienstagabend nicht den Eindruck, als hätte sie auch nur leise Selbstzweifel. In die einsetzende Hektik vor dem am Freitag anstehenden Abflug in ein Eingewöhnungs–Trainingslager nach Japan schob der OSC Potsdam für die Schwimmerin Jaana Ehmcke eine nette Verabschiedungszeromonie im „Café Heider“ ein. Die gebürtige Bremerin , die im Jahr 2005 nach Potsdam kam um Schule und Sport besser miteinander koordinieren zu können, reist keineswegs als die sprichwörtliche Touristin, für die die Teilnahme alles ist, nach Peking. „Mir geht es vorrangig darum, die Zeit, mit der ich Deutsche Meisterin geworden bin, zu bestätigen. Kommt dabei eine Endlaufteilnahme heraus, wäre die Sache perfekt“, so die 21-jährige Sportsoldatin, die die als überaus anspruchsvoll geltende Olympianorm (8:31 Minuten ) über 800 m Freistil im April bei den nationalen Titelkämpfen mit geschwommenen 8:26,70 Minuten regelrecht pulverisierte.

Selbst für Leute vom Fach kam die Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit um sage und schreibe 16 Sekunden überraschend. Für die Sportsoldatin Ehmcke natürlich auch, obwohl sie den Quantensprung auch als logische Konsequenz harten Trainings unter fachlicher Anleitung des Ex-Weltmeisters Jörg Hoffmann bewertet, der der ehemaligen Lagenschwimmerin den Wechsel auf die langen Freistilstrecken empfahl. Ehmcke und Hoffmann sind ein perfekt aufeinander abgestimmtes Erfolgsteam. Beide pflegen die gekonnte Balance zwischen unbedingter Leistungsbereitschaft und der Lockerheit, die immer auch Raum für einen flotten Spruch lässt.

Offen ist, ob Jaana Ehmcke neben ihrer Teilnahme über die lange Freistildistanz in Peking auch noch über die 400 m an den Start geht. Einstweilen steht für den 14. August auf ihrer Spezialstrecke der Vorlauf an. Zwei Tage später der Endlauf. Noch zu Jahresbeginn war Olympia für die Schwimmerin nach eigenen Worten „sehr weit weg“. Sie hatte sich schon für „Rock am Ring“ eine Karte gekauft, insbesondere um Metallica einmal live zu hören. Die Frage, ob ihr die Fehlinvesition leid tue, lacht sie einfach weg. „Ich sehe mich immer noch am Anfang meiner Karriere. Wenn da Olympia schon ruft, lasse sich alles stehen und liegen.“Th. Gantz
PNN

Bürgerreporter:in:

Andreas Koch aus Potsdam

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