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Franz Böhm weiter an der Spitze von ProWirtschaft

Der neue Vorstand von ProWirtschaft Pfaffenhofen (von links): Vorsitzender Franz Böhm, stellvertretender Vorsitzender Dieter Andre, Schatzmeister Michael Stiglmayr, Schriftführer Andreas Bögl und als weiteres Vorstandsmitglied Martin Bornemann. Foto: M. Hailer

Vorstand präsentiert Erfolgsbilanz auf der ganzen Linie – Sämtliche Beschlüsse fallen einstimmig

Pfaffenhofen (mh) Die Netzwerkarbeit von ProWirtschaft Pfaffenhofen hat die heimischen Unternehmen auch im vergangenen Jahr wieder ein Stückchen näher zusammenrücken lassen. Bei der Hauptversammlung am 22. Januar 2013 präsentierte Vorsitzender Franz Böhm eine Erfolgsbilanz auf der ganzen Linie: gut besuchte Veranstaltungen mit hohem Informationswert, interessante Impulse im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung, Run auf den City-Gutschein, steigende Mitgliederzahl, Rekordzugriffe auf die Homepage und eine starke Präsenz in den örtlichen Medien. Bei den turnusgemäß auf dem Programm stehenden Neuwahlen wurden zwei Ämter neu besetzt. Schatzmeister ist jetzt Michael Stiglmayr und Martin Bornemann gehört dem neuen Vorstand als weiteres Mitglied an.

Mit der Wahl folgten die stimmberechtigten Mitglieder einstimmig dem Vorschlag des Vorstands. Aus zeitlichen Gründen hatten der bisherige Schatzmeister Andreas Gleixner und Dr. Gerald Pöschl, der sozusagen als letzte Amtshandlung die Neuwahl leitete, nicht mehr für den Vorstand kandidiert. ProWirtschaft-Chef Franz Böhm bedauerte ihr Ausscheiden und dankte ihnen herzlich für die geleistete Arbeit. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden für eine weitere Amtsperiode von zwei Jahren in ihren Ämtern bestätigt: Franz Böhm als Vorsitzender, Dieter Andre als stellvertretender Vorsitzender und Andreas Bögl als Schriftführer – ebenfalls einstimmig (mit lediglich jeweils einer Enthaltung des direkt Betroffenen) und per Akklamation, so wie sämtliche Beschlüsse bei der überaus harmonisch verlaufenen Versammlung.

Begonnen hatte sie in Weinharts Hotel und Brauereigasthof Müllerbräu mit dem Jahresrückblick des Vorstands. Vor rund 30 Mitgliedern und Gästen erinnerte Franz Böhm nach einer kurzen Begrüßung zunächst an die gelungenen Veranstaltungen. Der ProWirtschaft-Chef nannte „zwei Schwerpunkte der Arbeit im vergangenen Jahr.“ Das war zum einen die Bildung für nachhaltige Entwicklung, die bei sechs Diskussionsabenden unter der Leitung von Dieter Andre weitere wichtige Impulse erhalten hat. Es wurden unter anderem Themen wie Leitbilder, Mitarbeiterführung, Zukunftsfragen, Werte (für Unternehmen und Gesellschaft) und auch konkrete Möglichkeiten zur Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens behandelt.

Zweiter Schwerpunkt war laut Böhm „die weitere Vernetzung der heimischen Unternehmen“ mit folgenden Veranstaltungen: Vortrag von Professor Dr. Ayelt Komus zum Thema „Modernes Geschäftsprozessmanagement“ (gemeinsam mit der Pfaffenhofener Metasonic AG); Unternehmertreff bei der Schloss Hohenkammer GmbH mit Besichtigung des deutschlandweit hoch angesehenen Seminar- und Tagungszentrums und vielen interessanten Informationen durch den Geschäftsführer Leo Hermann; Unterstützung für den großen Unternehmertag des Landkreises im Kloster Scheyern mit Pater Anselm Grün als Referent und über 500 Besuchern.

Das „Highlight des Jahres“ unter den reinen ProWirtschaft-Veranstaltungen war für Franz Böhm – und nicht nur für ihn – aber der Vortrag eines anderen prominenten und heiß begehrten Referenten: Professor Dr. Dr. Franz Josef Radermacher. Das Mitglied des Club of Rome sprach in der Pfaffenhofener Kulturhalle über globale Probleme und Zukunftsfragen und zog mit seiner Forderung nach einer „ökosozialen Marktwirtschaft“ rund 120 Besucher in seinen Bann. Seine Verpflichtung, die der stellvertretende Vorsitzende Dieter Andre in die Wege geleitet hatte, erwies sich als Glücksfall für ProWirtschaft und Pfaffenhofen. Und mit dem Radermacher-Vortrag schloss sich auch der Kreis zwischen Netzwerktätigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die positiven Nachrichten im Jahresrückblick des Vorsitzenden Franz Böhm waren damit aber noch längst nicht erschöpft. Seit Mitte 2012 hat das Netzwerk der heimischen Wirtschaft nun auch einen Beirat als beratendes Gremium – „und damit wie vom Vorstand gewünscht noch mehr Meinungsvielfalt“, erklärte der Vorsitzende. Dem eigentlich sechsköpfigen Beirat gehören aktuell als berufene Mitglieder an: Waltraud Braun, Dr. Gudrun Vogeser, Marianne Voit, Jörg Bornemann und Bernd Huber. Mit der Wahl von Michael Stiglmayr in den Vorstand ist wieder ein Platz frei geworden, der nun neu besetzt werden soll. Die Mitgliederzahl ist bei sieben Eintritten und vier Austritten (hauptsächlich wegen Geschäftsaufgabe) auf 102 zum 31.12.2012 leicht angestiegen.

Besonders freute sich Vorsitzender Franz Böhm über das enorm hohe Interesse an der Arbeit von ProWirtschaft, das verschiedene Indikatoren belegen. An allererster Stelle die Rekordzugriffszahlen auf der Website: Im Jahresdurchschnitt wurde sie rund 135 Mal pro Tag und 4120 Mal pro Monat besucht – eine gewaltige Steigerung gegenüber 2011 mit 104 Zugriffen pro Tag und 3189 pro Monat. Die absolute Spitze hält bislang der November 2012 mit 168 Aufrufen im Tagesdurchschnitt und einer Gesamtzahl erstmals über der magischen 5000er-Grenze, genau 5042. Von 237 auf 254 weiter gestiegen ist auch die Zahl der Abonnenten, welche die Newsletter von ProWirtschaft erhalten. Zusätzlich werden die Newsletter im Durchschnitt noch mehr als 200 Mal im Archiv auf der Homepage aufgerufen.

Auch im vergangenen Jahr pflegte ProWirtschaft eine intensive und offene Informationspolitik.Interessante Neuigkeiten und Nachrichten aus der Arbeit des Netzwerks wurden nicht nur mit zwölf Newslettern kommuniziert. Die professionelle Öffentlichkeitsarbeit von ProWirtschaft schlug sich auch in einem großen Echo in den örtlichen Medien nieder. Insgesamt 68 Veröffentlichungen bzw. Berichte erschienen das ganze Jahr über im Pfaffenhofener Kurier, in der IZ Regional sowie auf donaukurier.de, pafnet.de, hallertau.info, myheimat.de und auch in IN-TV. Dafür bedankte sich Vorsitzender Franz Böhm besonders bei den Medien.

Endgültig zum Erfolgsmodell hat sich der 2008 von ProWirtschaft geschaffene City-Gutschein entwickelt. Waren bislang jedes Jahr leichte Zuwachsraten zu verzeichnen, so ist die Nachfrage 2012 in trotz einer verstärkten Werbung nicht erwartete Höhen geschnellt. 667 verkaufte Gutscheine im Gesamtwert von 18.519 Euro bedeuten eine Verdreifachung (!) gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamterlös seit dem Start des City-Gutscheins summiert sich damit auf 33.775 Euro. „Geld, das in der Stadt bleibt“, betonte ProWirtschaft-Chef Franz Böhm. Manchmal könnten gerade „relativ simple Maßnahmen“ besonders wirkungsvoll sein. Und auch die Zahl der Geschäfte und Gastronomiebetriebe, die von den Vorteilen profitieren wollen, steigt permanent an. Aktuell sind es 49.

Den Kassenbericht erstattete Schatzmeister Andreas Gleixner. Für das Jahr 2012 standen stehen Einnahmen in Höhe von 14.696 Euro zu Buche, davon 12.290 Euro Mitgliedsbeiträge. Die Ausgaben beliefen sich auf 18.713 Euro und waren damit ein wenig höher als im Budgetplan (18.000 Euro) vorgesehen. Der von der Versammlung genehmigte Haushaltsplan 2013 sieht Einnahmen von 12.300 Euro und Ausgaben von 17.500 Euro vor. Die veranschlagte Unterdeckung von 5200 Euro sei aufgrund der finanziellen Reserven in Höhe von gut 25.000 Euro derzeit noch nicht kritisch, erklärte Gleixner. Außerdem sei bei der einen oder anderen Ausgabenposition „ein Puffer“ eingebaut. Längerfristig müsse man sich aber Gedanken machen, wie man das momentane Ungleichgewicht verringern kann.

Rainer Steinberger fragte an dieser Stelle nach, was konkret geplant sei, „um die Einnahmesituation zu verbessern. Da ProWirtschaft nach dem Wegfall der Werbetafeln ab 2013 keine andere nennenswerte Einnahmequelle als die Mitgliedsbeiträge mehr haben wird, gibt es für den stellvertretenden Vorsitzenden Dieter Andre nur zwei Möglichkeiten: eine Steigerung der Einnahmen durch neue Mitglieder oder eine Beitragserhöhung. Natürlich favorisiert man seitens des Vorstands die erste Variante und deshalb kündigte Andre für heuer verstärkte Anstrengungen in der Mitgliederwerbung an. In diesem Zusammenhang appellierte er an alle Mitglieder, sich aktiv daran zu beteiligen. Für einen minimalen Beitrag von nur 10 Euro monatlich bekomme man bei ProWirtschaft viel mehr an Gegenwert. Auf jeden Fall, versicherte Dieter Andre, „werden wir bei der nächsten Hauptversammlung eine Lösung präsentieren“.

Der Haushaltsplan 2013 wurde schließlich ohne weitere Wortmeldungen und Einwände genehmigt. Die Anwesenden erklärten auch ihr Einverständnis, dass die Kasse von Rainer Steinberger und Gerald Eisenberger (aus terminlichen Gründen als Vertreter von Armin Kottmayr) geprüft worden war. Steinberger bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung und beantragte die Entlastung des Vorstands. Diese wurde für jedes einzelne Vorstandsmitglied einhellig erteilt. Die Wahl der Kassenprüfer fiel wieder auf Rainer Steinberger und Armin Kottmayr sowie Gerald Eisenberger als Vertreter.

Bereits in der Mitgliederversammlung im November 2011 war über die neue Satzung von ProWirtschaft Pfaffenhofen abgestimmt worden. Jetzt stand sie noch einmal auf der Tagesordnung und Dr. Gerald Pöschl erläuterte warum. Die Satzung war vom Amtsgericht aus formalen Gründen nicht genehmigt worden und musste in wenigen Punkten noch einmal angepasst werden. Vorausgegangen waren längere Verhandlungen mit dem Registergericht. Die wichtigste Änderung betraf laut Dr. Pöschl die erforderliche Stimmenzahl für eine Änderung des Satzungszwecks. Hierzu gibt es ein neues Grundsatzurteil, das in diesem Fall die 100-prozentige Zustimmung der Mitglieder fordert. ProWirtschaft hatte im ursprünglichen Satzungsentwurf eine nicht ganz so rigorose Regelung vorgesehen, doch das Registergericht hatte auf die neue Rechtsprechung beharrt. Gegen die geänderte Satzung gab es bei der Hauptversammlung keine Einwände.

Nach der Neuwahl kündigte der im Amt bestätigte Vorsitzende Franz Böhm an, der neue Vorstand werde sich zeitnah zu seiner ersten Sitzung treffen, um die weiteren Aktivitäten und Veranstaltungen in diesem Jahr zu planen. Im Rahmen der Netzwerktätigkeit wolle man die Besuche bei interessanten Unternehmen fortsetzen und den Firmen die Möglichkeit geben, sich den anderen Mitgliedern von ProWirtschaft vorzustellen. So sei beispielsweise ein Besuch auf dem Bienenhof Pausch in Unterschnatterbach (Gemeinde Scheyern) geplant. Franz Böhm: „Die Mitglieder sollen sich näher kennenlernen“, denn Kontakte seien überaus wertvoll.

Einen Ausblick auf die Fortsetzung der Gesprächsabende im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung in diesem Jahr gab der stellvertretende Vorsitzende und Moderator Dieter Andre. Die Termine werden demnächst vom Vorstand festgelegt und per Newsletter sowie auf der Homepage kommuniziert. Andre stellte die kommenden Diskussionen unter das Motto „Think global – act local“. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) beschreibe genau diesen Prozess und verlange von den Mitgliedern einer Gesellschaft die „aktive Teilnahme an zukünftigen Gestaltungsprozessen“. ProWirtschaft biete in diesem Sinne „eine „Plattform der Bildung, des Lernens und der Entwicklung“. Und zur Praxis der Abende: Die Diskussionen dauern jeweils 90 Minuten und leben von den unterschiedlichen Sichtweisen der Anwesenden und den Denkanstößen, die am Ende jeder mit nach Hause nimmt.

Bei den Diskussionen werde sich auch herauskristallisieren, „wer 2013 als Referent kommen soll“. Denn nach dem Zukunftsforscher Erik Händeler (2011) und Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher (2012) möchte ProWirtschaft Pfaffenhofen auch in diesem Jahr einen renommierten Experten in die Kreisstadt holen. Für diesen Zweck sind im neuen Haushaltsplan auch 5000 Euro für Veranstaltungskosten bzw. Referentenhonorare eingeplant.

Zum Wiedereinstieg und zur Vorbereitung auf die Diskussionsabende 2013 empfahl Dieter Andre ein Buch des Sozialwissenschaftlers und Publizisten Prof. Dr. Meinhard Miegel mit dem Titel „Exit – Wohlstand ohne Wachstum“. Nach Ansicht des stellvertretenden Vorsitzenden ist dieses Werk eine „Pflichtlektüre“ für alle, denen die zukünftige Entwicklung am Herzen liegt und „die über Tag und Tellerrand hinausschauen“, wie es in dem Buch einleitend heißt. Andre appellierte zur regen Teilnahme an den Gesprächen und erhielt aus den Reihen der Versammlung spontane Unterstützung von Franziska Neufeld, die meinte: „Die Diskussionsabende sind absolut inspirierend.“ Zugleich ein gutes Schlusswort für die Hauptversammlung und nachdem es keine Wünsche und Anträge mehr gab, bedankte sich Vorsitzender Franz Böhm nur noch bei den Anwesenden für Ihre Teilnahme und schloss die Versammlung.
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