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"Vier für Offenbach" - Eine IHK-Podiumsdiskussion zur Oberbürgermeisterwahl am 4. September

Das Wappen von Offenbach ist der Eichbaum mit 5 Wurzeln und 5 Früchten. Das Eichenlaub soll bei politisch hitzigen Debatten wohl den ersehnten Schatten spenden. (Foto: Quelle: Wikipedia)
"Vier für Offenbach" hieß eine gestern Abend von der IHK ins Leben gerufene, von Herrn Dr. Bernhard Mohr hervorragend und kurzweilig moderierte Podiumsdiskussion mit den 4 Oberbürgermeister-Kandidaten.

Veranstaltungsort war der Vortragssaal des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach am Main. Drei der vier Bewerber sind die besten der demokratisch gewählten Vertreter ihrer jeweiligen Parteien - persönlich engagiert; einer ist am politischen Leben der Stadt interessierter, ebenfalls persönlich engagierter Bürger...

Zur Wahl stehen der politikerfahrene Peter Freier, der glaubwürdig als "Neues Format für Offenbach" wirbt; daneben die ebenso erfahrene und bekannte Bürgermeisterin Birgit Simon und ihr vorgesetzter Kollege und Amtsinhaber Horst Schneider sowie der Freie Kandidat Uwe Kampmann.

Als Neuoffenbacherin scheint es mir, dass die aktuell gefeierten Erfolge Selbstgänger einer Stadtentwicklung sind, die, - selbst unter den schwierigsten Bedingungen -, ihren Lauf nimmt und dass die Potentiale dieser Stadt noch nicht ausgeschöpfend erkannt sind; oder nicht umgesetzt werden können. Woran auch immer das liegen mag. Das zumindest klang authentisch und macht sicher auch den Mitbewerbern Mut: dem derzeitigen OB macht es "Spass" Oberbürgermeister von Offenbach zu sein. Ob das ausreicht?

Um die unterschiedlichsten Interessen zu vereinbaren und erfolgreich zu wirken, - zusammenzuführen und zu führen und dabei die Stadt und ihre Bürger angemessen zu vertreten- , braucht es unbedingt eines breiten Netzwerkes und einer fachlich, wie auch im Umgang mit Amtskollegen und Mitarbeitern der Stadt, kompetenten Persönlichkeit, die parteiübergreifend zu überzeugen versteht.

Es bedarf, das wurde auch deutlich, in Offenbach am Main notwendig eines soliden wirtschaftsstrategischen, stadtentwicklungs-, sowie sozial- und bildungspolitischen Konzeptes, das von allen politischen Netzwerkern und Netzwerken unideologisch und aktiv verfolgt wird. Die Mehrzahl der 4 Diskutanten ist sich einig: Es bedarf auch neuer, verwaltungstechnischer Strukturen. Es gibt also insbesondere in diesen Krisenzeiten einiges zu tun: auf dem OB-Schreibtisch wartet also nach der Wahl ein Berg von Arbeit – gleich wers wird...

Für parteipolitisch unabhängige Wählerinnen und Wähler wie mich ist der Gang zur Wahlurne selten einfach. Insbesondere bei Kommunalwahlen ist für mich immer die Kompetenz, die sachliche Zielorientierung in der kommenden Wahlperiode umsetzen zu können, entscheidend – und das bei einer unideologisch geführten Diskussion durch den Kandidaten und sein persönliches Netzwerk. Ideologische Netzwerker, die mit harten Bandagen bei einer Veranstaltung wie dieser reine Stimmung machen, sind mir persönlich bei politisch geführten Debatten ein Greuel.

Bundes- und Landtagswahlen sind, wie ich finde, wirklich furchtbar - man hat in der Regel die Qual der Wahl - wortwörtlich; auch Kommunalwahlen haben es in sich. OB-Wahlen sind da zum Glück einfacher ;-)!

Mut hat, wie ich finde, selbst wer sich mit echten Chancen aus der Opposition heraus aufstellt - gleich ob als gewählter Vertreter einer Partei, - wie Peter Freier - , mit solidem Netzwerk oder ob als „Freier Kandidat“ wie Uwe Kampmann.

Entscheidend ist und bleibt für mich die Persönlichkeit und Kompetenz, die sich in der politischen Diskussion, im Gespräch und im persönlichen Kontakt bestätigt und bewährt.

Wer wirds am 4. September in Offenbach?

Ich habe den Eindruck, dass wir den Ausgang der OB-Wahl mit Spannung erwarten dürfen und hoffe natürlich: auf meine Wahl ;-)
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