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Geschichte der Bockwindmühle Dudensen

Bockwindmühle Dudensen
Neustadt: Bockwindmühle Dudensen | Als Nachtrag zu meinem Bericht vom Besuch der „Mühlen um die Ecke“ in Dudensen hier ein kurzer Überblick zur Geschichte der Bockwindmühle:

Die Dudenser Müllerfamilie Ahrbecker betrieb ursprünglich eine Wassermühle, die aber durch Wassermangel unrentabel wurde und man deshalb auf den Mahlbetrieb durch Windkraft umstellen wollte.
1838 stand in Twistringen (Landkreis Diepholz) eine dort um 1700 errichtete Bockwindmühle zum Verkauf, diese erwarb Ahrbecker. Die Mühle wurde in Einzelteile zerlegt und mit mehreren Pferdefuhrwerken nach Dudensen transportiert. Bis zum Wiederaufbau vergingen jedoch noch einige Jahre, da die anderen Müller der Umgebung die Konkurrenz nicht haben wollten und gegen die Baupläne Einspruch erhoben. Nach langem Rechtsstreit wurde dann im Jahr 1844 die Genehmigung zur Errichtung der Mühle erteilt, allerdings nur mit einem Roggen-Mahlgang.
Bereits 1848 stand die erste große Reparatur der Mühle an. Der Hammerbalken, der das gesamte Gebäude trägt und mit dem Bock verbindet, musste ausgetauscht werden. Hierzu musste der Mühlenkasten angehoben werden, der nun zugängliche Balken konnte seitlich rausgezogen und durch den neuen Balken ersetzt werden. Dieser Hammerbalken hielt bis zum Jahr 2016, dann musste auch dieser ersetzt werden.
1861 konnte mit Einführung der Gewerbefreiheit auch ein zweiter Mahlgang für Weizen eingebaut werden.
In den 1920er Jahren wurde im nahen Mühlenhof eine kleine elektrisch betriebene Motormühle eingerichtet die den Mühlenbetrieb bei Windstille unterstützte.
1952 wird der offizielle Mühlenbetrieb nach einem Arbeitsunfall des Müllers Ahrbecker eingestellt.
1954 verliert die Mühle bei einem Sturm den hölzernen Wellkopf und damit auch die Flügel, der Verfall der Mühle beginnt…
1984, die Mühle ist mittlerweile ein hölzernes Gerippe, gründet sich der Dudenser Mühlenverein.
Die Mühle wird vollständig zerlegt und unter Weiterverwendung der noch brauchbaren Bauteile als funktionstüchtige Schauanlage ab 1985 wieder aufgebaut.
2001 wird der Mühlenverein auch Besitzer der Bockwindmühle.
2007 bricht ein Flügel beim Sturm „Kyrill“, 2008 werden die ebenfalls beschädigte hölzerne Flügelwelle und sämtliche Flügel erneuert.
2016 werden der Hammerbalken und die Mühlentreppe erneuert.

… hoffen wir das die Geschichte der Dudenser Windmühle noch lange fortgeschrieben wird

Die Mühle ist regelmäßig in Betrieb, die genauen Termine der Mahl- und Backtage sind unter
www.muehle-dudensen.de
zu finden
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 25.11.2018 | 16:19  
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