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Die Orchesterprobe à la Vilshofen - mit Dixieband

Wann? 19.01.2013 20:00 Uhr

Wo? Stadthalle, Haupstraße 28, 86356 Neusäß DE
Neusäß: Stadthalle | Das Original mit echten Fälschungen nach Karl Valentin: Ltg.: Christian Auer

Der Erfolg des VALENTIN-ABENDS im letzten ermutigt zu neuen „Schandtaten“ im Sinne des auch von Brecht geschätzten bayerischen Querdenkers. Die drei Einakter unterhielten das ausverkaufte Haus wie auch die strenge Kritik aufs Glänzendste. Die Geld-Zurück-Garantie bei Nichtlachen war überflüssig, wie bei allen bisherigen Aufführung des ValentinKarlstadt Theaters. Auch das spricht für die Qualität der Darbietung. Unikate, noch dazu bayerische Urgesteine wie Valentin nachzuahmen, ist gefährlich. Auer aber und dem von ihm mitbegründeten preisgekrönten Ensemble, dem einzigen professionellen ValentinKarlstadt Theater in Deutschland, ist dies bravourös „gelungen“ (AZ).

Dem studierten Musiker CHRISTIAN AUER Musik liegt die Orchesterprobe, Valentins berühmtestes Stück, besonders nahe. Eine Dixieband war rasch gefunden, und los ging es mit der berühmten Probe. Dem Motto des Dirigenten „Jetzt fang ma an, und wenns nix is, dann hör ma wieder auf“, entgegneten die Musiker „Hör ma lieba glei auf“, vergeblich. Zu unserem Vergnügen probten sie. Auer und seine Mitstreiter, -streicher und -bläser schaffen es, dass alles immer irgendwie im Chaos endet. Brillant erfüllen die Profis den Kampf des uninspirierten Kapellmeisters mit arbeitsunwilligen Musikern mit eigenem Dixie und Swing, frei nach K.V. und „dem Rhythmus seinem Bruder, so ein kleiner langer“. Die Frage, „Wer hat da nachgeblasen?“ löst herrliche verbale Attacken aus und endet in tätlichen. Genial auch das Gefecht zwischen Taktstock und Geigenbogen. Viel Vergnügen mit dem Vilshofener ValentinKarlstadt Theater! A bisserl viel V wie Vogel- nicht Wogel. Valentin gebührt das letzte Wort, der letzte Ton.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin neusässer | Erschienen am 07.12.2012
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