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Theater in Hohenstadt, vom Kulturverein Schloss Laubach e.V.

Ich war auf einem Kurzurlaub bei meiner Tochter in Aalen in der Nähe von Stuttgart. Sie spielt dort Theater im Kulturverein Schloss Laubach e.V., in der Gemeinde Abtsgemünd.
Zu sehen war die Komödie „Haus und Garten“ von Alan Ayckbourn.
Es ist mittlerweile die 4. Vorstellung, die ich von dieser Laientheatergruppe gesehen habe und ich war wieder sehr angetan, mit was für einem Enthusiasmus, Freude und Engagement die Schauspieler dabei waren. Bevor man sich das Stück ansieht, muss man sich entscheiden. Ein Bühnenschauplatz ist im Garten, wo ein Gartenfest vorbereitet wird. Der andere Bühnenschauplatz ist im Haus, wo eisige Stille herrscht. In der Pause wechselt der Zuschauer die Bühnenschauplätze untereinander. Vor.- und nach dem Theaterstück und in der Pause kann man sich mit Getränken oder einem kleinen Imbiss versorgen. Was auch von dem Verein organisiert wird.
Das Stück spielt in England auf einem herrschaftlichen Anwesen, irgendwo in der Provinz. Es geht um Affären, Leidenschaft, politische Ämter, Lügen und Täuschungen. Wie im wahren Leben.
Da das Stück auf zwei Bühnen gleichzeitig spielt, sieht man nacheinander zwei verschiedene Perspektiven eines Gartenfestes. Für die Schauspieler und Regisseurin eine Herausforderung, denn die Handlung muss zeitgleich aufeinander abgestimmt sein, das die Schauspieler immer rechtzeitig in den jeweiligen Szenen auf den wechselnden Bühnen zu sehen sind.
Mir hat das Stück sehr gut gefallen. Zumal es Lebenssituationen darstellt, die voll aus dem Leben gegriffen sind und den einen oder anderen im Alltag auch betreffen. Die Dialoge waren spritzig, schnell und von der Mimik und Gestik der Schauspieler her gut dargestellt. Stellenweise wirkte es auch nachdenklich und emotional nachvollziehbar. Der Wechsel in der Pause zu dem anderen Bühnenschauplatz war eine neue Erfahrung. Alles in allem war sehr kurzweilig und sehenswert!
Der Autor Alan Ayckbourn. schrieb das Stück 1999 anlässlich seines 6o.Geburtstages in England. Er ist mit 75 Stücken und ca. 300 Regiearbeiten einer der erfolgreichsten Theatermacher unserer Zeit. 1997 wurde er von Königin Elisabeth II zum Ritter geschlagen „ for services tot he theatre“. Diese Komödie fand in Europa und auf Übersee großen Anklang und wurde auf vielen Bühnen aufgeführt.
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