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Stadtbibliothek im Schützenhaus? Weglassen, Tricksen, Lügen

Naumburg (Saale): vogelwiese | Im heutigen Naumburger Tageblatt ist ein Leserbrief von Klaus Baumgart aus Naumburg abgedruckt. Er beschäftigt sich mit der Kritik an der Naumburger Stadtgestaltung, u.a. auch mit dem Schützenhaus als möglichen Standort für die Stadtbibliothek.

Lt. Oberbürgermeister Bernward Küper hat ein früheres Gutachten festgestellt, dass das Schützenhaus für eine Bibliothek nicht geeignet wäre. Oder hat es festgestellt, dass das Haus im derzeitigen Zustand nicht geeignet wäre? Natürlich kann man nicht einfach Regale und Bücher reinstellen. Natürlich bedarf es eines umfassenden Umbaues. Aber sich auf einmal auf den Denkmalschutz zu berufen und zu sagen, dass diese Preußische Architektur des 19. Jh. einmalig und besonders schützenswert sei, wohingegen man jahrhundertealte denkmalgeschützte Fachwerkhäuser in der Jakobsgasse abriss, ist nicht nachvollziehbar.

Wenn man sich den schönen (leider jetzt nicht tragfähigen) Saal ansieht, fällt einem die ursprüngliche Idee der "Kulturinsel" wieder ein, wo geplant wurde, das Stadtarchiv, die Stadt- und Kinderbibliothek und einen öffentlichen Raum für Kleinkunst in einem Gebäude unterzubringen. Diesen Saal (siehe Foto aus alten Zeiten) kann man erhalten! Er könnte multifunktional sein, als Lesesaal, als kleiner Theater- oder Musiksaal, als Raum für öffentliche Vorträge, Diskussionen, Veranstaltungen.

Dieser Leserbrief zeigt, das es möglich ist, wenn der politische Wille im Sinne der Bürger da ist. Wir brauchen in Naumburg keine weiteren Freund(lichen) Kunst- und Neubauten. Wir brauchen Idendität, erst recht wenn sich Naumburg und seine Altstadt als Bestandteil eines künftigen Welterbes begreifen will.
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