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Friedensbewegung 2023
Friedensdemonstration in Munster/Nieders. am 13. Mai

Ein norddeutsches Bündnis von 17 Friedensgruppen ruft in Fortsetzung der Bremer Nord-Konferenz vom Februar auf:

Kommt am Samstag, 13. Mai, nach Munster zu einer Friedensdemonstration für Abrüstung und Konversion!

Die Auftaktkundgebung beginnt um 13 Uhr am Bahnhof Munster. Anschließend findet eine Demonstration, mitten in der am stärksten militarisierten Region Deutschlands zwischen Hamburg, Bremen und Hannover, statt. Zwischenkundgebungen erfolgen vor dem Panzermuseum, vor der Panzertruppenschule und am Lili-Marleen-Denkmal. Der Abschluss ist auf dem Rathausplatz geplant. Als Redner hat u.a. der bekannte Schauspieler Rolf Becker zugesagt.

Anlass für die Demonstration ist der 78. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. "Das 1945 von den Siegermächten verabschiedete Potsdamer Abkommen sah eine vollständige Denazifizierung, Demilitarisierung, Demokratisierung und Dezentralisierung Deutschlands vor, was später im Grundgesetz mit seinem Friedensgebot verankert wurde. So sollte die Einheit von „Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus“ realisiert werden. Doch die Realität sieht heute anders aus. Die enorme Militarisierung Deutschlands ist auch im Norden greifbar – und stößt auf unseren Widerstand", heißt es in dem Aufruf zur Demonstration in Munster.

Munster ist der größte Bundeswehr-Heeresstandort und hat gleich eine ganze Reihe von Kasernen. In der Panzertruppenschule werden ukrainische Soldaten am „Leopard“ und anderem mörderischen Gerät ausgebildet. Was das
„Wehrwissenschaftliche Institut“ für ABC (Atomwaffen/Biologische/Chemische Waffen)-Schutz macht, bleibt meist verborgen. Das Panzermuseum und ein Denkmal für die oft besungene „Lili Marleen“ sollen Touristen locken. Militärkirchengemeinden, Feldjäger, Kneipen, Militaria-Läden – es fehlt an nichts. Nicht weit entfernt in Unterlüß baut die Firma „Rheinmetall“ die neuesten Panzerwaffen.

Weitere Informationen finden Interessierte auf den Webseiten www.bremerfriedensforum.de, https://frieden-hannover.de/ und auf www.instagram.com/friedensheide.

> Flyer:

https://www.bremerfriedensforum.de/pdf/DemoMunster_2023_Neu.pdf

https://frieden-hannover.de/wp-content/uploads/2023/04/Demo-Munster_2023_Neu.pdf

> Siehe auch (mit Ablaufplan):

https://www.bremerfriedensforum.de/1544/aktuelles/Auf-zur-Friedensdemo-nach-Munster-am-13-Mai-2023-in-der-Herzkammer-des-deutschen-Militarismus/

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4 Kommentare

"So sollte die Einheit von „Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus“ realisiert werden. Doch die Realität sieht heute anders aus. Die enorme Militarisierung Deutschlands ist auch im Norden greifbar – und stößt auf unseren Widerstand", heißt es in dem Aufruf zur Demonstration in Munster."

The measure of intelligence is the ability to change
("Das Maß der Intelligenz ist die Fähigkeit, sich zu verändern)
-Albert Einstein-

Und zwar im Kopf: "Nie wieder Krieg- Nie wieder Faschismus" endet in einem geeinten Europa nicht mehr an nationalen Grenzen. Ergo sollte das auch in unseren Nachbarländern gelten, besonders, wenn sie ohne Anlass von Faschisten überfallen werden! 

"Doch die Realität sieht heute anders aus" ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass diese Fähigkeit der Intelligenz, sich zu verändern, noch nicht jeden Kopf in Deutschland erreicht hat. 

"Die enorme Militarisierung Deutschlands ist auch im Norden greifbar – und stößt auf unseren Widerstand", heißt es in dem Aufruf zur Demonstration in Munster."

Dass diese "Militarisierung" mit einem friedlichen Russland nicht nötig wäre, hat die Bundesrepublik im Nachgang der Wiedervereinigung bewiesen: Die Zahl der Soldaten wurde von 500.000 auf 185.000 reduziert, gut die Hälfte der Kasernen stillgelegt, Panzer verschrottet, verkauft und verschenkt, die Flotte halbiert.

Und jetzt stellen Sie sich doch einmal die Frage, gegen was Sie da eigentlich demonstrieren? Gegen eine verteidigungsfähige Bundeswehr? 

Demonstrieren Sie nicht in Munster- da werden Sie nur mitleidig belächelt. Demonstrieren Sie doch mal in Polen, in Estland, Lettland oder Litauen. Wenn die da nur lächeln würden, wären Sie sicherlich sehr froh.

Kommentar wurde am 11. Mai 2023 um 00:14 editiert

Ich finde das Eintreten für Frieden und Abrüstung völlig in Ordnung.

In Deutschland wurde die Bundeswehr aus wohl zuversichtlichen Gründen in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend geschwächt, wie Herr Gross ja auch richtig angemerkt hat. Deutschland hat in der Vergangenheit abgerüstet, so dass inzwischen sogar von einer maroden Bundeswehr gesprochen wird. 

Dass aber gerade jetzt zu Friedens- und Abrüstungsdemos aufgerufen wird, und das gezielt mit dem Adressaten Deutschland, da Russland vor über einem Jahr einen souveränen Staat überfallen hat und diesen bis auf den heutigen Tag in einer "militärischen Spezialoperation", ein lustig-tragischer Begriff, niederzuringen versucht, ist mehr als irritierend.

Putin wendet sich übrigens immer mehr von Abrüstungsverträgen ab, aktuell vom KSE-Vertrag.

Mein Gott, was hat dieser Putin angerichtet? Nicht nur den imperialistisch motivierten Überfall auf ein Nachbarland ohne Rücksicht auf Zivilisten mit Tod und Leid, sondern auch, vielleicht viel schwerwiegender, die Zerstörung des längst sprießenden Pflänzchens namens Abrüstung. Putin hat es offensichtlich geschafft, die weltweite Verständigungspolitik um Jahrzehnte zurückzuwerfen. Aber um Putin geht es, weshalb auch immer, in der oben angepriesenen Demo ja nicht. Sein Name fällt im Beitrag noch nicht einmal.

Übrigens, Herr Lentz, Sie schreiben:
"Anlass für die Demonstration ist der 78. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa."
Verstehe ich Sie richtig, es geht Ihnen bei der Demo um Erinnerungskultur? Da wäre ich bei Ihnen.

  • Gelöschter Nutzer am 11.05.2023 um 09:30
Gelöschter Kommentar
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