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Sieg gegen Osnabrück, Sonntag: Freiburg

Vor allem im zweiten Viertel gegen Osnabrück gab es bei den Marburgerinnen Redebedarf: Rachel Arthur (von links), Alex Wilke, Marie Bertholdt, Theresa Simon und Hanna Crymble. Foto: Christoph Luchs Photography
Mit Flügeln zu den Eisvögeln

Toyota 1. Damen-Basketball-Bundesliga:
BC Pharmaserv Marburg – Giro-Live-Panthers Osnabrück 74:67.

Eisvögel USC Freiburg – BC Pharmaserv Marburg (Sonntag, 07.03., 16 Uhr).

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Der BC Pharmaserv Marburg ist erfolgreich ins vorletzte Wochenende der Hauptrunde gestartet. Nach einem hart erkämpften Erfolg gegen den (nach Göttingens Niederlage) Tabellenvierten, Giro-Live-Panthers Osnabrück (Bilanz 11:8), haben die sechtsplatzierten Hessinnen (11:9*) noch alle Chancen, sich an den beiden letzten Spieltagen zu verbessern. Erfolgreichste Punktesammlerin der Partie war Marburgs Marie Bertholdt (23).

Eine große Szene des Spiels mag den meisten Zuschauern (am Stream) entgangen sein. Sie hatte auch nichts mit dem Spielausgang zu tun. Nur mit Fairplay. In der 7. Minute (14:9) kommt Osnabrücks Melina Knopp in einer harten Doppeldeckung zu Fall und kann den Ball gerade noch zu einer Mitspielerin passen, die Richtung Korb geht. Und was macht Marburgs Rachel Arthur? Sie hilft der gestürzten Gegenspielerin auf die Füße. Der Korbleger ging übrigens daneben.

Im Schlussviertel immer vorne

Mitte des zweiten Viertels sah es so aus, als könnte Marburg wegziehen (28:21, 15. Minute). Aber Osnabrück konterte auf 30:28 (16.) und ging mit 35:32 in die Kabine. Bei Marburg wirkten einige Aktionen gezwungen, die Gäste waren besser, gefühlt sogar mehr als die drei Punkte.

Im dritten Durchgang wechselte die Führung mehrfach. Mit 49:48 ging das Pharmaserv-Team ins Schlussviertel - und gab die Führung nicht mehr ab. Doch selbst nach dem 70:60 (2:08 Minuten vor Schluss) wurde es nochmal eng: Bei 55 Sekunden brachte Samantha Fuehring die Gäste auf 67:72 heran. Doch es reichte für Marburg.

Mit entscheidend waren – trotz verlorenen Rebound-Duells (33:41) – die Ballverluste. Marburg machte daraus 24 Punkte, Osnabrück nur 6. Und: Nach vier Dreiern vor dem Seitenwechsel warfen die Gäste in der zweiten Halbzeit null von neun, der BC dagegen traf vier von acht.

Schlechte Erinnerung ans Hinspiel

Die erste von drei Rechnungen aus der Hinrunde (im Fall Osnabrück sogar zusätzlich aus dem Pokal-Wettbewerb) haben die Marburgerinnen damit beglichen. Nach einem Tag Durchschnaufen, geht’s für Hessens einzigen Erstligisten im Damen-Basketball am Sonntag nach Freiburg.

Und mit dem dort ansässigen USC haben die Marburgerinnen auch noch ein Eisvögelchen zu rupfen: Das Hinspiel Ende November ging zu Hause mit 56:72 verloren. Bis Mitte des letzten Viertels verlief die Partie ausgeglichen. Aber ein 0:13-Lauf brachte verdienterweise die Entscheidung zugunsten der Breisgauerinnen.

Vorsicht vor bester Scorerin

Eisvogel Daneesha Provo ist mit 21,8 Punkten pro Spiel die Topscorerin der Liga. Vorige Woche gegen Osnabrück erzielte sie 27, am Freitag in Halle 23. Noch besser war ihre Teamkollegin Cassidy Boensch mit 33 Zählern (Schnitt 14,5) in Osnabrück. Im Hinspiel war Freiburgs Pauline Mayer mit 26 Punkten die Topscorerin.

Mit einem Sieg in Freiburg würde sich das Pharmaserv-Team auf jeden Fall in der Hauptrundentabelle vor den Eisvögeln platzieren. Der sechste Platz wäre dann allerdings noch nicht sicher, denn Nördlingen (Bilanz 6:10, Marburgs Gegner am letzten Spieltag) hat noch vier(!) Nachholspiele und könnte noch auf 12 Siege kommen. Dann gäbe der Minuspunkt für Marburg aus dem ausgefallenen Hinspiel in Osnabrück zum Tragen.

Christoph Wysocki (Marburg, Trainer):
„Die erste Halbzeit war nicht schön anzusehen. Wir haben uns dem Gegner angepasst und langsam gespielt. Wir wollen hart verteidigen, haben aber zur Pause nur drei Fouls. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Willen gezeigt, auch wenn es uns schwergefallen ist. Wir haben viele Verteidigungsvarianten gespielt, und das hat Wirkung gezeigt. Es war ein verdienter Sieg, aber nur der erste von noch drei Schritten vor den Playoffs. Aber dieser Sieg wird uns Flügel für Sonntag verleihen. Und ich kann nicht oft genug betonen, dass das das Werk der Spielerinnen und des gesamten Trainerstabs ist.“


Statistik:
Viertel: 19:14, 13:21, 17:13, 25:19.
Marburg: Arthur 10 Punkte, Baker 8, Bertholdt 23 / 3 Dreier (9 Rebounds), Crymble 7/1 (3 Assists), Kiefer, Lückenotte, Lukow (n.e.), Klug, Reeh (n.e.), Simon 7 (3 Steals), Sola (n.e.), Wilke 19/3 (7 Reb., 4 Ass.).
Osnabrück: Blockton 18/1, Bühner 14/2 (9 Reb.), Cuic, Dölle (6 Reb.), Dzeko (n.e.), Eichmeyer 7/1 (3 Ass.), Fikiel (n.e.), Fuehring 22, Knopp 2, Poros, Takacs 4.
SR: C.Theis, S.Tille. Z: 0 (Corona).

Fun Facts: Marburgs vierter Sieg und vierter Heimsieg in Folge (längste Siegesserie in der Bundesliga seit 21.12.2018, nach elf Siegen gesamt und fünf Heimsiegen in Folge). / Marburgs erster Sieg gegen Osnabrück nach vier Niederlagen seit 06.03.2016 (81:78-Auswärtssieg nach Verlängerung, durch den Osnabrück ab- und erst 2019 wieder aufstieg). / Marburgs 94,4-prozentige Freiwurfquote ist die beste in einem Heimspiel seit 24.11.2019 (22/22; 68:88-Niederlage gegen Freiburg). / Marie Bertholdt stellt mit 23 Punkten in einem Bundesliga-Spiel ihren persönlichen Rekord ein (24.01.2021, 64:61-Heimsieg gegen Heidelberg) und mit drei Dreiern einen persönlichen Rekord bei Marburg auf (bei drei Versuchen).

Fail Fact: Marburgs Feldtrefferquote von 37,9 ist die niedrigste bei einem Sieg seit 29.02.2020 (36,6; 66:60 Heimsieg gegen Saarlouis).


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