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Schlecht gespielt, knapp verloren

Mit 63:66 unterlag das Pharmaserv-Team (in Blau) beim TK Hannover.
Planet-Photo-DBBL: TK Hannover – BC Pharmaserv Marburg 66:63.

Mit einer Auswärtsniederlage ist Hessens einziger Erstligist im Damenbasketball in die neue Spielzeit gestartet. Ein schlechtes Viertel reichte, um dem TK Hannover das Feld zu überlassen. Das war allerdings ziemlich schlecht. Nach 5:31 Minuten im dritten Viertel netzte das Pharmaserv das erste Mal nach dem Seitenwechsel ein. Die Gastgeberinnen hatte, nach einem 35:41-Rückstand zur Pause, da schon 16 Punkte erzielt. Marburg erholte sich vom 43:56 (27. Minute) und verkürzte mit der Pausensirene auf 50:56.

Und noch einmal kamen die Gäste zurück: Nach dem 52:62 (33.) waren die Hessinnen drei Minuten vor Schluss auf 63:64 dran. Ein vergebener Eins-gegen-Null-Korbleger in der letzten Minute war ärgerlich. Dennoch hätte es noch zur Verlängerung reichen können. Bei 63:66 hatte der BC genügend Zeit, einen freien Dreierversuch herauszuspielen. Das gelang auch kurz vor der Sirene. Doch Ball sprang wieder aus dem Ring heraus.

Im ersten Viertel hatten die Lahnstädterinnen schönen Fastbreak-Basketball gespielt. Aggressive Verteidigung, schnelle Angriffe, leichte Punkte. Patrick Ungers Credo schien aufzugehen. Auch als nach dem 31:22 (11.) für den BC fünf Minuten lang kein Korb gelang. Das lag hauptsächlich an unkonzentrierten Abschlüssen. Die Chancen, um mit einem deutlich zweistelligen Vorsprung in die Kabine zu gehen, waren durchaus da. Und sechs, acht Punkte mehr in dieser Phase hätten dem BC beim Blick auf den späteren Verlauf der Partie gutgetan.


Patrick Unger (Trainer Marburg): „Wir haben schlecht gespielt und doch nur knapp verloren. In der Defense haben wir nicht das umgesetzt, was wir wollten und waren nicht nah genug am Gegner. Vor allem im Rebound. Hannover holt 14 Offensiv-Rebounds. Wenn wir davon nur die Hälfte verhindern, gewinnen wir locker. Das ist bitter. Offensiv war das eine passable Leistung. Am Ende hat die Mannschaft Charakter gezeigt und ist zurückgekommen. Aber dafür können wir uns nichts kaufen. Nächste Woche zu Hause gegen Keltern wird es bestimmt nicht einfacher.“

Vorher, am Mittwoch, 27. September, treten die Marburgerinnen in der 2. Pokalrunde beim Zweitligisten Bender Baskets Grünberg an (19.30 Uhr, Theo-Koch-Schule).

Finja Schaake (Spielerin Marburg):
„In der ersten Halbzeit haben wir den Ton angegeben. In der Halbzeitpause hatten wird uns vorgenommen, auch das dritte Viertel zu gewinnen. Aber gegen Hannovers Halbfeldpresse sind wir blass geblieben und uns ist das Spiel entglitten. Im Rebound müssen wir besser arbeiten. Wenn Hannover so viele zweite Chancen kriegt, ist klar, dass die irgendwann treffen.“

Birte Thimm (Spielerin Hannover, 2014-16 Marburg):
„Wir haben nur langsam in Spiel gefunden und waren zuerst immer einen Schritt langsamer. Nach der Pause waren wir besser eingestellt. Durch die Halbfeldpresse haben wir viele Ballgewinne erzielt und zum Glück die wichtigen Würfe getroffen. Wir haben viele Spielerinnen, die gute Werferinnen sind. So sind wir sehr flexibel und können von innen und außen punkten. Auch haben wir in der Transition-Defense umgestellt und so Marburgs Fastbreaks verhindert.“


Statistik
Viertel: 22:27, 13:14, 21:9, 10:13.
Hannover: Bartsch, Brajkovic 7 Punkte (7 Rebounds), Colic 13/3 Dreier, Gobeljic 16/4 (6 Reb. 3 Steals), Grigoleit 8, Jeltema 7/1 (10 Reb.), Kentzler (n.e.), Matejcikova 2, Mihalyi 5/1 (5 Ass.), Reddick (n.e.), Thimm 6 (4 Ass.), Vente 2.
Marburg: Baker 12 (3 Ass.), Bertholdt 6, Bradley 2, Greunke 7/1, Schaake 19/1, Voynova 4, Wagner 1, Wilke 5 (7 Reb.), Yohn 7/1.
SR: T.Schneider, H.Lohmüller.


Fun Fact: Die ersten Punkte der Saison für Marburg erzielt Katie Yohn per Dreier (3:3, 1. Minute).

Fail Fact: 0:16- (25.) und 2:21-Lauf (27.) zu Beginn des dritten Viertels.
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