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Playoffserie: Keltern gegen Marburg 1:0, Mittwoch Spiel 2

Finja Schaake vom BC Pharmaserv Marburg stellte im ersten Halbfinalspiel beim Deutschen Meister in Keltern einen neuen Vereinsrekord auf.
Verdienter Sieg für Keltern

Damen-Basketball-Bundesliga: Playoff-Halbfinale, Spiel 1:
Rutronik Stars Keltern – BC Pharmaserv Marburg 75:61
(Serie „best of three 1:0).

Der BC Pharmaserv Marburg hat das erste Playoff-Halbfinalspiel verloren. Zum Auftakt der Serie im Modus „best of three“ unterlag der Tabellendritte beim Titelverteidiger Rutronik Stars Keltern mit 61:75. Im zweiten Spiel der Serie, am Mittwoch in eigener Halle, muss für die Hessinnen ein Sieg her, sonst ist der Traum von Finale beendet.

Es war nicht der Tag des Pharmaserv-Teams. Ging schon bei der Abfahrt los. Ein angemeldeter Fan erschien nicht zum Treffpunkt. Die geplante Pause auf dem Rasthof Bruchsal fiel aus: Parkplatz war überfüllt mit Lastwagen. Ersatzweise ging es nach Pforzheim. Umweg und ungewohnt. So kam der Mannschaftsbus denn auch von der falschen Seite zur Sporthalle. Spätestens da war klar: Heute ist alles anders, als bei den (inklusive Season Opening) drei Saisonspielen in der Speiterlinghalle, als der BC mit einem Sieg nach Hause fuhr.

In der ersten Halbzeit ließen die Marburgerinnen zu viele gute Möglichkeiten aus, als dass sie zum Seitenwechel hätten führen können (31:37). Einige der von BC-Coach Patrick Unger angekündigten Überraschungen fruchteten zwar. Allerdings war das Wurfglück seinen Schützlingen nicht hold. Zwei Ballverluste in der letzten Minute vor der Pause taten ihr Übriges. Da half es auch nichts, den Deutschen Meister in dessen Halle die ersten viereinhalb Minuten des zweiten Viertels bei null Punkten gehalten zu haben.

Im dritten Durchgang nutzte Keltern selbst zwei verworfene Freiwürfe noch für zwei Punkte: Offensivrebound und rein. Intensive Verteidigung und zwei Dreier schraubten die Führung des Favoriten auf 47:33 (24. Minute). Die Gastgeberinnen punkteten vor allem durch starke Einzelaktionen, auch aus unmöglichen Positionen, und gingen mit 64:43 ins Schlussviertel. Die Marburgerinnen gaben nicht auf, an eine Wende war aber nicht mehr zu denken.


Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Das war ein verdienter Sieg für Keltern. Wir haben über weite Strecken nicht das gezeigt, was wir zeigen wollten. Wir haben den Kampf nicht angenommen und sind dann das ganze Spiel über hinterhergelaufen. Gerade die erste Halbzeit war von Fehlern geprägt. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht, das Spiel zu coachen. Für die Zuschauer war das Spiel bestimmt schön anzusehen. Am Mittwoch wird es für uns über die Intensität gehen müssen. Das Spiel wird härter.“

Steffi Wagner (Spielerin Marburg, früher Keltern):
„Wir haben die Aggressivität nicht angenommen, uns einschüchtern lassen und die Rebounds nicht gekriegt. Wir dürfen uns gegen Keltern nicht so eine Schwächephase erlauben wie im dritten Viertel. Gegen Keltern brauchst du schon einen guten Tag. Da muss alles stimmen. Wir wollten mit viel Tempo unser Spiel machen. Das haben wir teilweise nicht geschafft und Keltern hat uns sein Spiel aufgedrängt.“

Christian Hergenröther (Trainer Keltern):
„In der ersten Halbzeit hatten wir nicht die Intensität, die wir wollten. Marburg hatte viele freie Würfe. Sie haben ein paar überraschende Sachen gemacht und wir hatten Glück, dass sie nicht getroffen haben. Wir haben das klar in der Kabine angesprochen, und im dritten Viertel habe ich dann die Intensität gesehen, die ich wollte. Das war purer Wille. Wir haben alles reingehängt, hatten einen Run, und der hat lange angehalten. Das hat das Spiel entschieden. Wir haben aber auch Sachen gesehen, an denen wir arbeiten müssen und werden bis Mittwoch Anpassungen machen.“


Statistik
Viertel: 22:15, 15:16, 27:12, 11:18.
Keltern: Deura, Kalu 22 Punkte/3 Dreier (3 Assists, 3 Steals), Kvederaviciute 4, Pierre-Louis 4 (12 Rebounds), Rakovic 9, Schüler 4, Stach 12/1, Thomas 12/1 (4 St.), Tobin 8 (9 Reb., 3 Blocks), Tudanca.
Marburg: Baker 6, Bertholdt 9, Bradley 6 (3 Ass.), Kiss-Rusk 15, Klug 5, Reeh (n.e.), Schaake 3/1, M.Sola (n.e.), S.Wagner 5/1, Wilke, Winterhoff, Yohn 12/2 (6 Reb.).
SR: H.Senkesen, V.Steckas; TK: M.Schmitt.

Fun Facts: Finja Schaake ist mit 47 Playoffspielen in ihrer Karriere nun auch in dieser Kategorie Marburgs Rekordspielerin (überholt Christine Ishaque). / Zum ersten Mal im vierten Duell beider Mannschaften in dieser Saison gewinnt der Gastgeber. / Im dritten Spiel hintereinander wirft Marburg genau 45 Mal aus dem Zwei-Punkte-Bereich (diesmal die wenigsten Treffer: 19).

Fail Facts: Erste Niederlage in Keltern dieser Saison, die erste seit 15.04.2018 und nach zwei Siegen dort in Folge. / Vierte Niederlage in einem Playoff-Halbfinalspiel gegen Keltern in Folge (Bilanz 1:5) und im Halbfinale in Keltern noch sieglos (0:4). / Marburg an einem 14. April noch sieglos (0:3, jeweils Playoff-Halbfinalspiele, zuvor gegen Aschaffenburg und Wolfenbüttel).

Playoff-Halbfinale (Best of three):
Spiel 1: Keltern – Marburg 75:61 (Serie 1:0)
Spiel 2: Marburg – Keltern (Mittwoch, 17. April, 19.30 Uhr, Georg-Gaßmann-Halle)
Spiel 3: Keltern – Marburg (falls nötig: Ostersonntag, 21. April, 17.30 Uhr)

andere Serie:
Spiel 1: Herner TC – TSV Wasserburg 69:65 (Serie 1:0)
Spiel 2: TSV Wasserburg – Herner TC (Dienstag, 16. April, 19 Uhr)
Spiel 3: Herner TC – TSV Wasserburg (falls nötig: Samstag, 20. April, 18 Uhr).


Nächstes Spiel: Mittwoch, 17. April, 19.30 Uhr: Playoff-Halbfinale, Spiel 2:BC Pharmaserv Marburg – Rutronik Stars Keltern (Georg-Gaßmann-Halle).

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