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Heimniederlage gegen Wasserburg

Finja Schaake (am Ball, gegen Wasserburgs Rebecca Tobin) erzielte ihren 1500. Punkt in der Bundesliga-Hauptrunde. Foto: Melanie Weiershäuser
Planet-Photo-DBBL: BC Pharmaserv Marburg – TSV 1880 Wasserburg 52:76.

Kein Sieg gegen Wasserburg. Der Tabellenführer war für das Pharmaserv-Team eine Nummer zu groß. Soweit alles wie gewohnt.

Die eigenen Ausfälle trafen die Marburger Mannschaft härter als den Titelverteidiger seine.
Yohn (familiär verhindert), Wilke (Gehirnerschütterung) und Kohl (für Grünberg im Einsatz) konnten nicht auflaufen. Winterhoff (Mandelentzündung) wurde geschont, Voynova kam angeschlagen aus der Länderspielpause und Baker zog sich während des Spiels eine Oberschenkelverletzung zu. Nicht die optimalen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Auftritt. Aber die BC-Spielerinnen versuchten es und können sich vom Kämpferischen her kaum etwas vorwerfen.

Dank einer anfangs überragenden Trefferquote führten die Hessinnen mit 14:4 (6. Minute). Erst in der 13. Minute lagen die Lahnstädterinnen erstmals zurück (20:22). und blieben bis zum Seitenwechsel dran (29:31).

Nun zeigten die Gäste ihre Klasse: starke Verteidigung und sichere Abschlüsse aus allen Positionen. Das Pharmaserv-Team dagegen ließ den einen oder anderen leichten Korb liegen. Mit 57:40 gingen die Bayerinnen in den letzten Abschnitt. In der 36. Minute lagen sie mit 20 Punkten vorn.

Mit einer Bilanz von 5-4 liegt Marburg nach dem neunten Spieltag auf Rang sechs. Am kommenden Samstag geht die Reise zum punktgleichen Herner TC.

Vor der Partie war Jürgen Hertlein nach 20 Jahren an der Vereinsspitze durch den neuen Vorstand geehrt worden.


Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Die Ausfälle haben uns sehr geschwächt. Katie zum Beispiel ist immer für zehn Punkte gut. Und es fehlen den anderen auch Pausen. So haben wir mit sechseinhalb Spielerinnen gespielt. Vier von ihnen mussten mehr als 32 lang Minuten spielen. Das ist sonst bei uns ja nicht so. Es ist schon fast Glück, dass es heute gegen Wasserburg ging und wir nicht unbedingt gewinnen mussten. Auch wenn wir ja weg davon wollen, zu sagen: ,Gegen Wasserburg ist eh nichts zu holen.ʻ Wir haben die ersten zwei Viertel ganz passabel gespielt. Wasserburg kam deutlich aggressiver aus der Halbzeitpause. Die 24 Punkte Abstand am Ende sind unserer Leistung entsprechend, aber auch ein bisschen unserer kleinen Rotation geschuldet. Auch haben uns heute Cleverness und Härte gefehlt. Ich glaube, bei unseren Nationalspielerinnen waren die Beine schon ein bisschen schwer, aber sie haben alle eine passable Leitung gezeigt.“

Tonisha Baker (Spielerin Marburg):
„Im ersten Viertel hatten wir gute Energie. Wir haben den Ball gut laufenlassen. Danach hatten zu viele Ballverluste. Durch unsere Ausfälle mussten einige auf anderen Positionen als sonst spielen. Das ist schon schwierig. Aber wir können daraus auch etwas lernen und uns verbessern, vor allem intensiver in der Verteidigung sein. Wir sind manchmal einen Schritt zu spät, müssen aber dem Gegner einen Schritt voraus sein. Ich hoffe, dass ich nächste Woche wieder spielen kann.“

Georg Eichler (Trainer Wasserburg):
„Ich würde nie so ein deutliches Ergebnis erwarten. Ich gehe davon aus, dass wir unsere Sachen aufs Feld bringen, und dann können wir nach dem Spiel sehen, wie es steht. Wir haben großen Respekt vor Marburg, weil sie unglaublich gut verteidigen können. Da mussten wir uns erst drauf einstellen. Das haben wir im dritten Viertel sehr gut gemacht und die Missmatches attackiert. Im ersten Viertel haben wir unsere große Qualität, die Verteidigung, überhaupt nicht hinbekommen. Da waren wir vom Kopf nicht da. Danach haben wir da auf sehr gutem Niveau gespielt. Auswärts den Gegner unter 60 Punkten zu halten, ist unser Ziel, und wenn uns das gelingt, sind wir sehr schwer zu schlagen.“


Statistik
Viertel: 20:14, 9:17, 11:26, 12:19.
Marburg: Baker 3 Punkte / 1 Dreier, Bertholdt 8 (7 Rebounds, 4 Assists), Bradley 3 (6 Ass.), Greunke 7/1 (10 Reb., 3 Ass.), Schaake 7/1, Voynova 8, Wagner 16/3, Winterhoff (n.e.).
Wasserburg: Audere 10/2, Deura 9/2, Galliou-Loko 19/5 (8 Reb., 3 St.), Holopainen (n.e.), Palmer 16/1 (7 Reb.), Reid 12 (6 Ass.), Tobin 8 (4 Ass., 3 Steals), Zaplatova 2 (3 Ass., 3 St.).
SR: K.Kammann, D.Rey. Z: 400.

Fun Facts: Finja Schaake erzielt ihren 1500. Punkt in der Bundesliga-Hauptrunde.

Fail Facts: Katie Yohn verpasst nach 76 Einsätzen für den BC ihr erstes Pflichtspiel. – -24 ist die höchste Niederlage seit 28.02.2016 (in Wasserburg) und zu Hause seit 04.04.2015 (Wasserburg). – Gegen Wasserburg: 17. Niederlage in Folge, 10. in Folge zu Hause.
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