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Gerechnet wird nicht

Ball und Platz drei verteidigen wollen die Marburgerinnen um Alex Wilke (links) am Sonntag beim direkten Konkurrenten Saarlouis. Foto: Melanie Schneider
Planet-Photo-DBBL: TV Saarlouis Royals – BC Pharmaserv Marburg (Sonntag, 15 Uhr, Stadtgartenhalle).

Am Ende der vorigen Saison wurde das Pharmaserv-Team durch einen Sieg gegen den Herner TC Dritter. Am 19. Spieltag der laufenden Hauptrunde hat sich dies wiederholt. Denn dank der Niederlage von Vizemeister Saarlouis beim Titelverteidiger Wasserburg rutschen die Marburgerinnen einen Rang nach oben. Und gegen den Vorgänger auf dem dritten Platz geht es nun am drittletzten Spieltag vor den Playoffs.

Ein Absteiger steht bereits fest (Rotenburg/S.). Um die Plätze eins und zwei streiten sich nur noch Wasserburg und Keltern. Doch dazwischen geht es in der Tabelle so es eng zu wie selten. Vier Mannschaften schweben noch in aktuter Abstiegsgefahr. Alle vier können aber auch noch die Runde der besten acht erreichen.

Für Marburg ist von Platz drei bis sechs noch alles drin. Wobei die Ränge drei und vier in der ersten Playoff-Runde einen kleinen Heimvorteil bieten. Bei der Bilanz in eigener Halle (10-0) also ein lohnendes Ziel – beim Blick auf die Auswärtsschwäche (2-7) erst recht. Sonntag nun geht es wieder auf die Reise. Die gastgebenden Royals mussten sich vor eigenem Publikum bislang nur Wasserburg und Herne geschlagen geben. Marburg dagegen hat unter Trainer Patrick Unger nur einmal in der Stadtgartenhalle gefeiert – gleich beim Einstand, vor fast dreieinhalb Jahren. Seit dem gabs drei Niederlagen.

Eine solche am Sonntag würde Platz vier vorerst erhalten, doch gleichzeitig das Polster auf den Fünften aus Herne aufbrauchen. Zwar liegt der HTC noch vier Punkte hinter den Hessinnen, hätte aber bei Punktgleichheit durch den gewonnenen direkten Vergleich (+13 Punkte) die Nase vorn.

Will das Pharmaserv-Team am Ende mindestens Platz vier behalten, darf es nur noch einmal verlieren. Sonntag in Saarlouis? Dann gegen Wasserburg? Oder am letzten Spieltag in Halle? Oder besser gar nicht. Denn: Gerechnet wird nicht!


Fünf Fragen an Marburgs Co-Trainer Andreas Steinbach:

Was sagst du zum Kader von Saarlouis?
Andreas:
Mit der Verletzung von Monique Smalls haben sie natürlich sehr viel Pech gehabt, was die Rotation jetzt etwas kleiner macht. Außerdem fehlt da jetzt eine sehr gute Spielerin. Aber sie haben gut zusammengefunden und sind beispielsweise mit Sabine Niedola, Angela Tisdale und Levke Brodersen immer noch mit sehr guten individuellen Spielern besetzt, die teilweise Spiele alleine entscheiden können. Es wird also ein schweres Spiel, auf das man sich besser gut vorbereitet. Saarlouis ist nicht umsonst Vierter.

Auf welche Stärken müsst ihr beim Gegner besonders achten?
Andreas:
Saarlouis spielt schnell und aggressiv, und hat gute Werfer von außen. Besonders in diesen Bereichen wollen wir uns in der Defense verbessern, und das Spiel ist eine gute Gelegenheit zu zeigen, ob wir das schon können.

Was hat gegen vorige Woche gegen Herne besonders gut funktioniert, das ihr auch in Saarlouis zeigen wollt?
Andreas:
Wir haben am Reboundverhalten gearbeitet und es hat sich ausgezahlt. Jetzt muss man das aber auch weiter konstant so zeigen. Es wird auch gegen Saarlouis ein entscheidender Faktor. Und wir sehen immer gut aus, wenn wir den Schnellangriff des Gegners gut verteidigen.

Vorige Woche habt ihr Herne mit 9 geschlagen, die zwei Wochen vorher mit 17 in Saarlouis gewonnen haben. Was sagt uns das?
Andreas:
Herne hatte in Saarlouis offensiv wirklich einen guten Tag. Wir spielen auch anders als Herne, weshalb sich da nichts draus sagen lässt. Wir haben zwar gegen Saarlouis das Hinspiel gewonnen, aber unsere Auswärtsbilanz ist bekannt. Das wird ein Duell zwischen Tabellennachbarn ohne Favoriten. Wir müssen Sonntag einfach unsere Leistung bringen, wenn wir gewinnen wollen.

Mal ehrlich: Guckst du mal heimlich auf den Restspielplan, und rechnest, wie viele Siege ihr noch braucht für Platz X?
Andreas:
Eigentlich nicht, denn wir denken immer von Spiel zu Spiel und konzentrieren uns auf uns selbst und den nächsten Gegner. Für die gute Abschlussplatzierung zählt jetzt alles, von daher ist das Spiel am Sonntag sehr wichtig, insbesondere wenn man aus eigener Kraft auf eine gute Tabellenposition hinarbeiten will.



Spielplan für die Playoffs:

In den ungeraden Spielen hat die nach der Hauptrunde besser platzierte Mannschaft Heimrecht, Ausnahme: Duell um Bronze.

Viertelfinale (Best of Three / zwei Siege nötig):
Spiel 1: 01. oder 02.04. (Sa./So.)
Spiel 2: Fr., 07.04.
Spiel 3: So., 09.04. (falls nötig)

Halbfinale (Best of Three):
Spiel 1: 15./16./17.04. (Sa./So./Mo., Osterwochenende)
Spiel 2: Fr., 21.04.
Spiel 3: So., 23.04. (falls nötig)

Duell um die Bronze-Medaille (Addition):
Hinspiel: Fr., 28.04.
Rückspiel: So., 30.04.

Finale um die Meisterschaft (Best of Five / drei Siege nötig):
Spiel 1: Fr., 28.04.
Spiel 2: So., 30.04.
Spiel 3: Mi., 03.05.
Spiel 4: Fr., 05.05. (falls nötig)
Spiel 5: So., 07.05. (falls nötig)
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