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Bloß nicht die Finger verbrennen

Diana Voynova (am Ball) wird voraussichtlich am Sonntag in Bad Aibling gegen Lena Bradaric (13) und Alexx Forde auflaufen können. Foto: Melanie Schneider
Planet-Photo-DBBL: Fireballs Bad Aibling – BC Pharmaserv Marburg (Sonntag, 16 Uhr, Sportpark Mietraching).

Die weiteste Reise der Saison steht Marburgs Erstliga-Basketballerinnen bevor: Es geht 540 Kilometer weit bis in den Landkreis Rosenheim. Die Tour zur südlichsten Mannschaft im Oberhaus beginnt für das Pharmaserv-Team bereits am Samstag.

Die Fireballs Bad Aibling zeigen in ihrer zweiten Saison in der Beletage ein ganz anderes Gesicht als vor zwei Jahren. Ihre drei Siege aus der Auf- und gleichzeitig Abstiegssaison haben sie nun nach 15 Spieltagen bereits verdoppelt. Damit stehen die Oberbayerinnen derzeit auf Rang acht und sind drauf und dran, in die Playoffs einzuziehen.

Vor der Niederlage vor Wochenfrist in Wasserburg, immerhin Tabellenzweiter und Titelverteidiger, hatten die Fireballs eine Siegsträhne von vier Begegnung in Folge am laufen. Unter anderem der Tabellendritte Saarlouis und der Fünfte aus Herne mussten sich geschlagen geben.

Die Mannschaft von Oliver Schmid ist schwer auszurechnen: Sieben Akteurinnen sammeln im Schnitt je sieben oder mehr Punkte. Die Verteidigung arbeitet hart und aggressiv. Der Tabellenvierte aus Hessen (9 Siege) muss aufpassen, sich im Firedome – frei übersetzt: Feuerkuppel – nicht die Finger zu verbrennen.

Immerhin haben die Feuerbälle noch nie gegen Marburg gewonnen. Zuletzt beim 67:78 im Oktober. Bei allen vier Duellen dabei, drei Lokalmatadorinnen: Lena Bradaric und Stefanie Pölder für Bad Aibling, sowie Marburgs Finja Schaake – dazu noch Julia Köppl, deren Heimatort Innsbruck nur eine gute Autostunde vom Spielort entfernt liegt.

Eine Serie wird auf jeden Fall reißen, denn seit dem Hinspiel folgte auf einen Marburger Sieg immer gleich eine Niederlage in der Liga. Der BC-Erfolg gegen Freiburg vor einer Woche dürfte also die Oberbayerinnen nicht nur gefreut haben, weil sie damit weiterhin zwei Siege vor einem Abstiegsplatz stehen.


Fünf Fragen an Patrick Unger:

Wichtigste Frage zuerst: Was macht der Krankenstand?
Patrick:
Die Trainingswoche verlief bislang okay. Bake mussten wir wieder rausnehmen. Es war aber so abgesprochen, um dem Fuß wieder Erholungszeit zu geben. Diana geht es gut und Julie musste jetzt auch mal pausieren. Ich gehe aber davon aus, dass am Wochenende alle einsatzfähig sein werden.

Du hattest nach dem Freiburg-Spiel Defizite im Rebound beklagt.
Patrick:
Wir haben darüber gesprochen und achten auch im Training drauf, werden jetzt aber nicht die große Mission Rebounds einläuten. Jeder weiß, wo die Fehler lagen. Wir arbeiten weiterhin bis zum letzten Spiel dran, besser zu werden. In allen Bereichen, nicht nur im Rebound.

Was kannst du über Bad Aibling sagen?
Patrick:
Ich finde es beeindruckend, was man in so einer kleinen Stadt alles bewegen kann. Ich bewundere auch Trainer Oliver Schmid, der neben seinem Job eine echt gute Arbeit macht und mit sehr viel Leidenschaft dabei ist.

Die Fireballs haben kürzlich hintereinander in Herne und gegen Saarlouis gewonnen.
Patrick:
Bad Aibling ist momentan so etwas wie der Favoritenschreck. Sie haben sich sehr gut entwickelt, spielen sehr hart in der Verteidigung und sind unausrechenbar in der Offensive. Da haben sie Saarlouis und Herne komplett auf dem falschen Fuß erwischt. Wir dürfen uns nicht durch leichte Fehler komplett verunsichern lassen, sondern müssen die Ruhe bewahren und 40 Minuten lang mit der gleichen Intensität spielen.

Ist es ein Vorteil für Bad Aibling, dass sie vorige Woche in Wasserburg einen richtig starken Gegner hatten?
Patrick:
Das glaube ich nicht. Weder Vorteil noch Nachteil. Wir mussten uns gegen Freiburg auch strecken. Bad Aibling musste auf viele Spielerinnen verzichten. Wir dürfen sie nicht unterschätzen! Auch wenn sie in der Tabelle hinter uns liegen. Ich rechne mit einem knappen Spiel auf Augenhöhe. Die Tagesform wird entscheiden. Doch wir wollen unbedingt unseren zweiten Auswärtssieg holen und die Serie von 50:50 brechen.
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