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Auswärtssieg in Halle: Playoffs erreicht

Gemeinsam mit den gut 20 mitgereisten BC-Anhängern feierte das Pharmaserv-Team den Sieg in Halle.
Planet-Photo-DBBL: Gisa Lions SV Halle – BC Pharmaserv Marburg 65:85.

Nach einem souveränen Auswärtssieg bleibt das Pharmaserv-Team weiterhin in Schlagdistanz der Plätze drei und vier. Tiefer als auf Rang sieben kann es für Marburg in den verbleibenden vier Spieltagen vor den Playoffs nicht mehr gehen.

Beim Tabellenschlusslicht SV Halle mussten die mehr als 20 mitgereisten BC-Anhänger nur in der Anfangsphase zittern. Nach neun Punkten in Serie durch Milan Quinn führten die abstiegsbedrohten Gastgeberinnen mit 21:13 (8. Minute). Die Hessinnen verschenkten in dieser Phase unter dem Brett mindestens zehn leichte Punkte.

Dann weckte Marburgs Tonisha Baker ihre Mitspielerinnen auf. Im Bodenkampf eroberte sie sich den Ball und schloss sicher ab. Baker sammelte vor der Viertelpause weitere sieben Zähler und Finja Schaake besorgte Sekunden vor der Sirene die 26:23-Führung. Das Pharmaserv-Team verteidigte nun besser, traf sicher und baute den Vorspung bis zum Seitenwechsel auf 48:30 aus.

Nach dem 56:32 für den BC (23.) bäumte sich die Gastgeberinnen noch einmal auf (60:46, 28.), ehe das Pharmaserv-Team mit zehn Punkten in Serie erneut eine 24-Punkte-Führung herausholte (30.) und sie bis auf 77:49 ausbaute (32.). Mit dem deutlichen Erfolg revanchierten sich die Marburgerinnen für das verlorene Hinspiel.

Mit einer Bilanz von 11 Siegen bleibt Hessens einziger Erstligist im Damen-Basketball nach 18 Spieltagen auf Rang fünf, einen Erfolg hinter den punktgleichen Bad Aibling (Dritter, spielt noch gegen Ligaprimus Keltern) und Herne (Vierter, spielt noch in Marburg). Am Samstag empfängt der BC in eigener Halle die Veilchen Ladies Göttingen.


Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Wir haben besser gespielt, als ich nach der Länderspielpause erwartet hatte. Einige hatten noch schwere Beine, aber wir haben das gut gemacht. Wir wollten Halle auf keinen Fall unterschätzen, deswegen waren wir am Anfang ein bisschen verkrampft. Aber wir sind ruhiggeblieben und haben über die Defense ins Spiel gefunden. Uns war klar, dass dann auch die freien Korbleger irgendwann fallen würden. Wir hatten einige kurze Phasen, in denen wir die Spannung verloren haben. Aber da haben wir von der Bank aus gleich gegengesteuert. Wenn wir auf den Ball aufpassen, ist es für jeden Gegner schwer gegen uns. Und 18 Assists bei uns sind super.“

Katie Yohn (Topscorerin Marburg):
„Wir haben ein bisschen Zeit gebraucht, bis wir ins Spiel gefunden haben. Das war aber nach der Länderspielpause auch zu erwarten. Wir hatten nur zwei Mal zusammen Training, und Spiel ist nochmal etwas anderes. Dann gehen auch mal freie Korbleger daneben. Aber wir sind nicht nervös geworden, haben dann besser gereboundet und verteidigt, besonders im zweiten Viertel. Dass wir da nur sieben Punkte zugelassen haben, war der Knackpunkt.“

Christian Steinwerth (Trainer Halle):
„Wenn wir gut ins Spiel starten, verlieren wir immer den Kopf und die Disziplin. Das war heute wieder so. Marburg hat diszipliniert weitergespielt. Wir müssen insgesamt konsequenter verteidigen. Wir nehmen dem Gegner immer ein, zwei Dinge weg und kriegen dann doch einen freien Wurf rein. Das müssen wir ändern, wenn wir nächste Woche in Chemnitz gewinnen wollen.“


Statistik
Viertel: 23:26, 7:22, 19:22, 16:15.
Marburg: Baker 16 Punkte / 2 Dreier (6 Rebounds, 3 Assists), Bertholdt 9/1 (6 Reb.), Bradley 7/1 (4 Ass.), Greunke 6 (9 Reb.), Schaake 10/1, Voynova 5, Wagner 2, Wilke 9/1, Winterhoff, Yohn 21/5 (3 Ass.).
Halle: Büschel 4, Dukic, Henningsen 6/1, Hrynko 17/1 (4 Ass., 4 Steals), Pohlmann 3/1 (3 Ass.), Prötzig 2, Quinn 18 (9 Reb.), J.Schinkel 4, L.Schinkel, Shumpert 11 (6 Reb.).
SR: T.Hofmann, A.Rogic.


Fun Facts: Vierter Sieg in Folge in Halle, längste Siegesserie dort überhaupt (Bilanz 10:10). – Katie Yohn klettert mit 169 Dreier in der Hauptrunde in der ewigen Mannschaftsrangliste auf Platz 2. – Katie Yohn erzielt ihren 200. Dreier in der Bundesliga (inkl. Playoffs) und klettert in der ewigen Mannschaftsrangliste auf Platz 3.

Fail Fact: Die ersten und die letzten acht Minuten: 13:21 und 8:16, gesamt 21:37.
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