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Auswärtsniederlage in Bad Aibling

Zum dritten Mal in Folge gingen die Marburgerinnen in Bad Aibling als Verlierer vom Feld.
Planet-Photo-DBBL: Bad Aibling Fireballs – BC Pharmaserv Marburg 71:65.

Nach der knappen Niederlage beim Tabellendritten Bad Aibling (11 Siege) bleibt das Pharmaserv-Team (9) nach dem 16. Spieltag auf dem fünften Platz. Der erhoffte Sprung in der Tabelle nach oben blieb so aus. Aufgrund der anderen Ergebnisse rutscht Marburg aber auch nicht ab.

Wie hoch das Bad Aiblinger Publikum den Erfolg den achten Heimsieg im neunten Versuch einschätzt, zeigen die „So was hat man lange nicht geseh'n“-Gesänge kurz vor Schluss. Dabei liegt der Heimerfolg über den deutschen Meister Wasserburg gerade einmal sechs Wochen zurück – auch mit sechs Punkten Abstand.

Überhaupt: das Bad Aiblinger Publikum. Es ist das einzige der Liga, das es versteht, seine Mannschaft auch durch komplette Auszeiten hindurch durch rhythmisches Klatschen zu unterstützen – und das, ohne dass ein Einpeitscher durchs Mikrofon eingreifen müsste. Beeindruckend! Und zur Nachahmung empfohlen.

Zur Nachahmung empfohlen sei auch der großartige Kampf, den sich beide Mannschaften auf dem Parkett lieferten. 9. Minute: 20:14 für Marburg – 16. Minute: 28:22 für Bad Aibling – 21. Minute: 38:30 – 23. Minute: 43:43 – 29. Minute: 51:49 Marburg – ab nun: Führungswechsel nach fast jedem Angriff.

In der 35. Minute hatte der BC Pech mit einem Korbleger, der eine Fünf-Punkte-Führung bedeutet hätte. Mit entscheidend für den Ausgang der Partie: Die Kurstädterinnen erarbeiteten sich neun Freiwürfe mehr als Marburg und nutzten aus dem Feld ihre Chancen in der Schlussphase konsequenter.


Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Es war ein Spiel auf Augenhöhe und da entscheiden Kleinigkeiten. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut in der Verteidigung gearbeitet und uns zu einfach im Eins-gegen-eins schlagen lassen. In der zweiten Halbzeit haben wir das besser gemacht aber da hatte der Gegner seinen Rhythmus schon gefunden und dann ist es schwer, den zu brechen. Die Mädels haben nach der Pause gezeigt, dass sie wollen und sind nochmal richtig draufgegangen. Das sieht man auch daran, dass wir im ersten Viertel acht Offensiv-Rebounds zugelassen haben und danach nur noch drei. Unsere Verletzte, Katie Yohn, hat uns schon gefehlt. Die anderen haben das gut kompensiert. Aber sie ist immer für ein paar Punkte gut. Jetzt haben wir nächste Woche drei Heimspiele und da freue ich mich drauf.“

Svenja Greunke (Topscorerin Marburg):
„Wir haben das Spiel nicht am Ende verloren. Wir hatten eine gute Phase im dritten Viertel im Übergang zum vierten. Da hätten wir vielleicht ein bisschen wegziehen und uns mehr Selbstbewusstsein holen können, um das Spiel nicht so knapp zu machen. Dass Bad Aibling die knappen Spiele am Ende ziemlich abgezockt auch gewinnen kann, haben sie schon häufiger gezeigt. Jedes Spiel, das knapp ist, das auf gutem Niveau ist, bringt beide Mannschaften weiter. Daraus lernen und weitermachen, heißt das für uns.“

Cyrielle Recoura (Topscorerin Bad Aibling):
„Marburg hat sehr gut gespielt und viele Rebounds geholt. Wir habe gut gekämpft. Es war ein sehr knappes Spiel. Wir wollten Revanche nehmen und das haben wir geschafft. Marburg hat unsere Inside-Spielerinnen sehr gut verteidigt. Da mussten die anderen Mädels etwas machen. Heute war es mein Tag, nächstes Mal ist es eine andere. Wir haben sechs Spielerinnen, die gefährlich sind. Das macht es für die Gegner schwierig, denn sie dürfen keine offen lassen.“


Statistik
Viertel: 18:20, 17:10, 19:25, 17:10.
Bad Aibling: Engeln 2 Punkte (3 Assists), Gibbels (nicht eingesetzt), Hartmann 11/2 Dreier (10 Rebounds), Kancevic, Nagel (n.e.), Recoura 21/2 (3 Blocks), Sherbert 11 (7 Reb., 3 Steals), Waters 7/1 (4 Steals, 3 Bl.), Wimmer (n.e.), Young 19 (6 Reb.).
Marburg: Baker 4, Bertholdt 7/1, Bradley 9/1, Greunke 15 (11 Reb., 5 Bl.), Schaake 11/1 (3 Ass.), Wagner 5/1 (3 Ass.), Wilke 6/1, Winterhoff, Voynova 8 (9 Reb.), Yohn (n.e.).
Schiedsrichter: Loder, Rotter. Zuschauer: 700.


Fun Fact: Neben sieben Marburger und drei Wasserburger Fans drückten im „Fire Dome“ dem Pharmaserv-Team auch die Eltern unserer ehemaligen Spielerin Julia Köppl die Daumen.

Fact: Nach 86 Einsätzen in Folge steht Katie Yohn (verletzungsbedingt) zum ersten Mal nicht auf dem Feld.

Fail Facts: Schlechteste Freiwurfquote diese Saison (10/16 = 62,5 Prozent). – Weiterhin sieglos in Bundesliga-Spielen in Bad Aibling (0:3). – Erste Auswärtsniederlage der Saison trotz besserer Rebound-Bilanz (35:31).

* * *

Am Dienstag und Mittwoch stehen für das Pharmaserv-Team die beiden letzten Gruppenspiele im CEWL-Europapokal an. Gegner in der Georg-Gaßmann-Halle ist jeweils ab 20 Uhr der FCC ICIM CSB Arad (Rumänien). Für beide Mannschaften geht es noch um das Erreichen des Final-Four. Besucher des Mittwoch-Spiels erhalten unter Vorlage der Eintrittskarte vom Dienstag freien Eintritt.
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