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Neuen Botanischen Garten erhalten!

Für Kompost zu schade! (Foto: Moni Sertel www.pixelio.de)
Die Fraktion Marburger LINKE setzt das Thema „Neuer Botanischer Garten“ auf die Tagesordnung der Sitzung der StVV am kommenden Freitag (25.6. 16.00 Uhr)

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Der Neue Botanische Garten auf den Lahnbergen ist in seinem Bestand existentiell bedroht. Die Marburger LINKE fordert den Erhalt dieses Kulturgutes. Da der Neue Botanische Garten sich zu einem sehr attraktiven Naherholungsgebiet für die Bürgerinnen und Bürger Marburgs entwickelt hat, ist auch der Einsatz städtischer Mittel gerechtfertigt. Dies soll das Stadtparlament am Freitag beschließen.

Der 20 Hektar große Garten mit seinen verschiedenen Abteilungen ist eine kulturelle Errungenschaft, die nicht plattgemacht werden darf. Es ist ein Skandal, dass die Hessische Landesregierung zunächst mithilft, die öffentlichen Kassen durch Steuergeschenke an Reiche, Superreiche und Großunternehmen zu plündern, um danach mit dem Hinweis darauf, dass kein Geld vorhanden sei, dieses botanische Kleinod zu zerstören.

Auch die Unterstützungsangebote der Stadt Marburg sind bisher unzureichend. Der Magistrat und OB Vaupel stellen zwar zu Recht fest: „Die Hessische Landesregierung und die Universitätsleitung sind nicht aus der Verantwortung für den Erhalt des Botanischen Gartens zu entlassen“. Der Magistrat und OB Vaupel müssen sich jedoch fragen lassen, ob ein Zuschuss von 20 000 Euro für den Weiterbetrieb des Botanischen Gartens das letzte Wort sein soll.

Der Neue Botanische Garten entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem sehr attraktiven Naherholungsgebiet für die Bevölkerung. Aus diesem Grund ist es gerechtfertigt, dass sich die Stadt Marburg finanziell stärker an der Unterhaltung dieser Einrichtung beteiligt. Eine Stadt, die stolz die Bezeichnung „Universitätsstadt“ in ihrem Logo führt, sollte und kann zudem mehr dafür tun, diese Oase der Ruhe und Besinnung zu erhalten. Auch in der Stadt Marburg verfängt der Hinweis auf leere Kassen nicht. Wer ohne Not durch eine Gewerbesteuersenkung jedes Jahr auf Millionen von Euro verzichtet, sollte sich nicht mit dem Gerede von „angespannter Haushaltslage“ aus der Verantwortung stehlen.

Die Schließung des Neuen Botanischen Gartens ist ein Armutszeugnis für das Land Hessen, die Philipps-Universität, die Stadt Marburg und den Landkreis Marburg-Biedenkopf. Die Stadt Marburg ist aufgefordert die Initiative zu ergreifen, um die drohende Schließung zu verhindern.
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3 Kommentare
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W. H. aus Gladenbach | 22.06.2010 | 17:05  
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W. H. aus Gladenbach | 23.06.2010 | 05:58  
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Friederike Haack aus Marburg | 23.06.2010 | 23:53  
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