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Vorsorge kann Leben retten

Darmkrebs ist ein sehr sensibles Thema. Man beschäftigt sich wenig bis gar nicht damit, wenn man nicht irgendwie betroffen ist. Dabei ist Vorsorge so einfach. Wird der Darmkrebs, beispielsweise durch eine Darmspiegelung, frühzeitig erkannt, so sind die Heilungschancen sehr gut. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können das Risiko an Darmkrebs zu erkranken um bis zu 90 Prozent senken, sagen Experten. Das gesetzliche Früherkennungsprogramm bietet ab einem Alter von 50 Jahren einen Test auf okkultes Blut im Stuhl an. Ab dem 55. Lebensjahr zahlt die Krankenkasse eine Früherkennungskoloskopie (Darmspiegelung).

Jährlich erkranken zwischen 65000 bis 70000 Menschen an Darmkrebs, rund 27000 Menschen sterben, das sind etwa 73 Menschen pro Tag. Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig Information und Vorsorgeuntersuchungen sind.

Um den Menschen das Thema näher zu bringen und zu sensibilisieren geht die Felix-Burda-Stiftung neue Wege. Seit einiger Zeit gibt es das begehbare Darm-Modell. Das etwas 20 Meter langen Darmmodell zeigt anschaulich die einzelnen Stadien einer Darmerkrankung. Dazugehörige Info-Tafeln klären auf und weisen auf Risiken und Behandlungsmöglichkeiten hin.

Zuletzt stand der überdimensionale Darm während des Stadtfestes „drei Tage Marburg“ in Marburg auf dem Vorplatz der Elisabethkirche. „Schon während des Aufbaus sind die Menschen durch das Modell gelaufen“ erzählt Sabine Stübe-Kirchhof vom Deutschen Grünen Kreuz erfreut. Im Verlauf besuchten mehr als 3000 Interessierte den riesigen Darm. Viele Besucher nutzen die Beratungsmöglichkeit und stellten konkrete Fragen an die Fachärzte. Andere liefen schnell hindurch. Viele Kinder waren einfach fasziniert von diesem Modell. „Das ist schon ein bisschen eklig“, sagte ein älterer Junge zu seiner Mutter.

Es ist wichtig, die Menschen darauf aufmerksam zu machen und sie zu informieren, denn betrachtet man die Zahlen der Darmspiegelungen in den vergangenen Jahren, dann zeigt sich, dass die Beteiligung an der Vorsorge rückläufig ist. In der Altersklasse 55 bis 65 Jahren durchschnittlich um 3,5 Prozent bei Frauen und bei Männern um drei Prozent. Dies berichtet das Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung in ihrem Jahresbericht 2008. Weiter ist zu lesen, dass die Darmspiegelungsquote seit einigen Jahren bundesweit um 33 Prozent rückläufig ist – in Hessen sogar um 52 Prozent. „Wir hoffen, dass wir mit dem Modell ein wenig zur Aufklärung beitragen konnten, denn das Thema Darm ist immer noch ein Tabu-Thema“, so Sabine Stübe-Kirchhof abschließend.

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4 Kommentare

Im Gegensatz zu früher ist die heutige Darmspiegelung sehr einfach und schmerzfrei. Ich gehe alle drei Jahre dorthin -- und dieser kleine Aufwand sollte jeder tätigen, denn eine Untersuchung und eine eventuell Früherkennung kann vieles retten: DAS LEBEN.
Gruß Fred

Die meisten Patienten gehen erst zur Vorsorge, wenn es zu spät ist.

...also zur "Spätsorge"...

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