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Europa brennt - gelöscht wird mit Benzin!

Die ökonomische Situation in Europa ist dramatisch. Doch entgegen der weit verbreiteten Anscicht sind nicht die Südeuropäer die Hauptverantwortlichen des Debakels, sondern die Bundesregierung und ihre grandios falsche Wirtschafts- und Finanzpolitik.

Depression ahoi - Kreditvergabe in Europa bricht extrem ein

Die Kreditnachfrage der europäischen Unternehmen sank im ersten Quartal 2012 um 30 Prozent. Die Kreditnachfrage der Verbraucher sank um 26 Prozent, die Kreditnachfrage der Häuslebauer gar um 43 Prozent. Wer es nicht glaubt: Hier die Horrorzahlen der EZB (leider nur in englisch)

Wer sich jetzt als in Ökonomiefragen typischerweise bildungsferner Deutscher freut, dass nun die bösen Schulden verschwinden, der hat sich leider zu früh gefreut. Schulden verschwinden nicht, weil keine Kredite nachgefragt werden. Auf diese Weise verschwindet nur das Geld (Zahlungsmittel/Liquidität) um die Schulden zu tilgen.

Eine Mega-Pleitewelle und eine explodierende Staatsverschuldung ist in Europa unterwegs! Wir bekommen jetzt die Quittung für die ökonomische Bildungsferne von Volk und Führung - es ist die kollektive Dummheit der Deutschen in Globalsatzfragen, welche Europa an den Abgrund bringt. Der monetäte Analphabetismus der Deutschen, vieler Ökonomen, von Merkel und Co und Heerscharen von ahnungslosen Nachrichtenmoderatoren und Journalisten der schreibenden Zunft. Erst haben Sie die Verschuldung der Anderen via Exportüberschüsse bejubelt - wir sind Exportweltmeister! -und dann eine Politik gemacht, welche das Bezahlen der Schulden völlig unmöglich macht. Avanti Dilettanti!

Zur Dramatik und Logik der Situation hier ein weiterer Beitrag.

Der Text stammt von der Website Lösungen statt Schuldige dem Blog des Vereins Global-Change-2009.

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19 Kommentare

So oder so bleibe ich bei meiner Aussage (siehe erste beiden Kommentare) bzw. Ansicht zu Schulden. Jeder Bürger und jede Kommune sollte es sich xmal überlegen, bevor auf Pump gelebt wird.

@Andreas
Es geht mir nicht darum, jedermann oder jederfrau oder jeder Kommune ein Ausgabenprogramm auf Teufel komm raus zu empfehlen. Darum geht es nicht.

Es geht darum zu erkennen, dass unser Geld, unsere Zahlungsmittel - egal ob Bargeld oder Giralgeld - nichts anderes als zirkulierende, verbriefte Schuldscheine sind (hoffentlich mit guten Sicherheiten versehen). Und dass Geldvermögen in gleichem Umfang Verbindlichkeiten (Schulden) bedingen.

Weil das so ist, sind eben manche ökonomischen Rezepte untauglich. Manche gemeingefährlich. Wenn zum Beispiel klar wäre, dass Geldvermögen als Gegenposition zwingend eine Verbindlichkeit in derselben Höhe erfordern, wäre es schwierig einer Mehrheit der Bevölkerung die Idee zu verkaufen, die Rente von einem Umlagesystem auf ein "kapitalgedecktes" System umzustellen. Vor allem wenn klar wäre, dass das Riestergeld in Spanien, Portugal oder Italien "arbeitet".

Der Mehrheit der Bevölkerung wurde die Idee verkauft. Riesterverträge sind der Renner bei der Assekuranz. Cui bono? fragt der Lateiner. Wem nutzt es?

Dasselbe mit den "Schuldenbremsen". Zuerst wurden die Staatsfinanzen durch eine Steuersenkungsorgie ohne gleichen ruiniert, um anschließend zu beklagen dass "kein Geld da sei", die Staatsverschuldung rasant ansteigt und dann werden Schuldenbremsen in die Verfassungen geschrieben, die letztendlich lediglich Ausgabenkürzungen im Bildungs- und Sozialbereich begründen sollen.

Gehts noch dreister? Hätten wir im Jahre 2012 dieselben Steuergesetze wie unter Helmut Kohl 1996, brauchten wir uns um staatliche Defizite wenig Gedanken zu machen. Zu Gunsten vor allem der Großunternehmen, der Reichen und Superreichen wurden die Steuergesetze geändert. Schröder (SPD) und Fischer (Grüne) haben nach Lafontaines Rücktritt als Finanzminister damit richtig angefangen. Es gibt keinerlei ernsthaften Anzeichen dafür, dass die SPD diese Fehler korrigieren wird. Steinbrück und Steinmeier waren die Architekten der Agenda 2010 im Hintergrund. Aber die Bundesdeutschen vergessen offensichtlich schnell.

So bleibt nur mit Bert Brecht zu konstatieren: Nur die allerdümmsten Kälber, wählen ihre Metzger selber!

> "So bleibt nur mit Bert Brecht zu konstatieren: Nur die allerdümmsten Kälber, wählen ihre Metzger selber!"

;-)

Mit dem Rest magst du recht haben... aber es gibt eben auch die Ausgabenseite - und da muss man eben ständig prüfen, ob manche Ausgaben sein müssen - und besonders, wenn man mangels Einnahmen Schulden machen müsste.

Allerdings gewöhnt man sich schnell an die Geschenke... mag sie nicht hergeben... und knurrt als Wähler jede Partei an, die es wagt, Geschenke auch nur überdenken zu wollen ;)

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