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Portugal - Von Porto über Lissabon an die Algarve

 
Lissabon - Brücke des 25. April
 
Algarve - südliche Atlantikküste, Felsalgarve
Porto, drei herrliche Tage:

Anreise mit dem Flugzeug nach Porto, Übernahme des Autos und ab auf die Suche des Hotels und eines geeigneten Parkplatzes. Früh morgens aufwachen und im Bett feststellen dass das Auto im Parkverbot steht. Aufgesprungen, neuen Platz gesucht und das Auto für drei Tage nicht mehr angefasst. Wir haben alles zu Fuß oder mit dem Bus gemacht.

Und was haben wir Spaß gehabt. Spaziergänge in einer - allerdings stark zerfallenen - Alstadt. Besuch einer der zahlreichen Portweinerzeuger - ein Muß - sowie eine Fahrt mit dem Boot auf dem Douro. Und abends hinein in die Lokale der Einheimischen um zu guten Konditionen Fisch zu speisen.

Auch eine Fahrt mit den Bus zum nahegelegenen Atlantik. Dann Rückmarsch entlang des Atlantik und hinein das Dourodelta, dabei Unterquerung der zahlreichen Brücken die den Douro überspannen um wieder ins Hotel zu gelangen.

Lissabon, drei erlebnisreiche Tage:

Lissabon, wenn man in Portugal ist, sollte daran auf keinen Fall der Weg vorbeiführen. Dreimal in Portugal, aber in Lissabon sind wir bis dahin nicht gewesen. Jetzt waren wir durch das Lesen entsprechender Lektüre davon überzeugt, dass Lisboa nicht nur einfach eine "große Hauptstadt" ist. Diesmal war also ein Besuch fest eingeplant und es lag ja auch auf dem Weg von Porto zur Algarve.

Und dann war er da, der erste Eindruck wenn man aus dem Süden kommt und auf der "Brücke des 25.April" über den Tejo fährt. Atemberaubend hoch, gewaltig lang mit einem herrlichen Blick auf Lisboa. Und im Rückspiegel ein Wahrzeichen von Lisboa, Christo Rei, die Jesus-Statue wie sie auch in Rio auf dem Zuckerhut steht. Das war schon gewaltig. Aber dann, hinein in den Verkehr und in das Gewühle. Am besten nur treiben lassen, in der Hoffung, endlich irgendwo einen Parkplatz zu finden. Gefunden wurde dieser oberhalb des "Parque Eduardo VII". Von dort aus ging es zu Fuß vom "Praca do Marques de Pombal" über die "Avenida de Liberdale" erstmal in Richtung Tejo, also in die Unterstadt.

Aber schon die "Liberdale" war sehenswert. Links und rechts der Autoverkehr und in der Mitte herrlich angelegt zum Flanieren. Gepflastert in der typischen Art Portugals und von hohen und Schatten spendenden Bäumen gesäumt führt der Weg vorbei am schönen Rossio Bahnhof zum "Rossio Platz". Der Rossio Platz ist der nördliche Ein- oder Ausgang zur Baixa - der Unterstadt - in der heute breite Einkaufstrassen als Fußgängerzonen angesiedelt sind.

Die Baixa endet im Süden am Triumphbogen vor dem "Praca de Comercio". Die "Rua Augusta", die Haupteinkaufsstrasse der Baixa, führt genau dort hin. Hier wird dann auch wieder der Blick auf das Ufer des Tejo freigegeben.

Aber wenn man hier ist, ist man schon an einigen sehenswerten Dingen vorbei geschlendert. Dann hat man schon das "Bairro Alto" mit seinen herrlichen alten Häusern links liegen lassen und hat auch schon den Aufzug "Sta. Justa" - gebaut von Gustave Eiffel und das Wahrzeichen von Lissabon - verpasst.

Also auf jeden Fall noch einmal zurück und diese Dinge anschauen. Bevor man das macht, rein ins Postamt am "Praca de Comercio" und eine Tageskarte für die Verkehrsmittel kaufen. Diese ist gültig für alle Verkehrsmittel, inkl. der Electrico.

Aber wir wollten erst einmal Richtung Belem. Hier gibt es wieder zwei weitere Ziele die man ansteuern sollte wenn man schon zum "Torre de Belem" fährt. Es ist das Monumentalwerk des "Denkmal der Entdeckungen" und das "Hieronymiten-Kloster". Alle drei sind wirklich sehenswert und liegen am Ufer des Tejo und sind untereinander zu Fuß gut zu erreichen. Man sollte sich aber vorher über die Öffungszeiten informieren. Die Electrico Nr. 15 führt dort hin, das dauert ungefähr 30 Minuten. Dabei unterquert man dann auch die gewaltige "Brücke des 25.April".

Zurück in die Altstadt. Viel, viel gibt es zu sehen in dieser herrlichen, turbulenten alten Stadt auf den Hügeln. Zwei bis drei Tage sollte man schon einplanen und die Stadt auf sich wirken lassen. Dazu gehört auch, dass man mal die "Miradouros" - die Aussichtspunkte - besucht die überall in der Stadt an schönen Plätzen angelegt wurden. Hier eröffnen sich dann immer wieder tolle Blicke über die Stadt und den Tejo. Hier trifft man sich und trinkt Cafe, unterhält sich und schaut der untergehenden Sonne nach.

Miradoures haben wir einige besucht. Am schönsten war dabei die Fahrt mit der berühmten "Electrico No. 28". Diese alte hölzerne Tramp fährt von der Baixa aus hinauf zum Endpunkt, dem "Miradouro Graca". Der Weg dahin führt vorbei an der Kathedrale, der ältesten Kirche Lissabons, weiter durch den Stadtteil Alfama bis zum Endpunkt Garca. Von dort aus hat man einen weiten Blick über die Stadt. Ebenfalls schaut man von dort auf das "Kastell Sao Jorge" welches auf einem Nachbarhügel liegt.

Der Spaziergang vom Miradouro Garca zum Kastell Sao Jorge führt noch einmal durch enge, verwinkelte Strassen durch die sich trotzdem noch die Electricos und die Autos quälen. Ohne Auto ist man hier als ortsfremder auf jeden Fall besser aufgehoben, ansonsten verfährt man sich hier sicher im Gewirr der Einbahnstrassen.

Das Kastell selber besteht aus den alten Wehrmauern und den restaurierten Wehrtürmen die man kostenlos betreten kann. Auch von hier ergibt sich wieder ein neuer Ausblick auf die Altstadt. Besonders gut sieht man von hier die Baixa, den Aufzug "Sta. Justa" und den Rossio Bahnhof. Hier könnte man auf einer Bank sitzend den Tag ausklingen lassen um dann gemütlich in die Unterstadt zurück zu kehren. Was man aber auf keinen Fall machen sollte ist, zu versuchen, Lissabon ab 17:00 Uhr zu verlassen. Das endet auf jeden Fall in einem täglich statt findendem Verkehrschaos.


Algarve, 7 sonnige Tage:

Sagt mir jemand tiefblaues Wasser, weisser Strand, rote Felsen, grüne Pinienwälder und strahlend blauer Himmel, dann bin ich sofort mit den Gedanken an der Algarve.

Nachdem wir erstmalig in Portugal an der Algarve waren, hatte es uns dieses Land sofort angetan. Obwohl wir dort erstmalig im Herbst waren, gefiel uns besonders das Klima welches stark durch den Atlantik beeinflusst wird. So war es tagsüber zwar stets sonnig aber durch das kalte Atlantikwasser niemals schwül heiss. Am Abend ist es sogar eher kühl, was aber zu angenehmeren Nächten führt als vielleicht im Mittelmeerraum.

Beim nächsten Urlaub im Sommer hatten wir Pech. An 10 von 14 Tagen hatten wir Regen, nicht ständig aber doch nervend. Da war es nur gut, dass wir wieder in der großzügig angelegten Arpartmentanlage von Balaia Vilage untergebracht waren wo wir reichlich Platz in der Wohnung und in der Anlage hatten. Aber dieses Wetter hielt uns nicht davon ab, im darauffolgenden Jahr noch einmal hierher zu reisen. Auch als Badeziel für unsere Reise von Porto über Lissabon war die Algarve natürlich fest eingeplant.

Und wir waren froh darüber. Diesmal war das Wetter so wie man es sich wünscht. So konnten wir endlich die ausgedehnten Spaziergänge am Strand durchführen. Auch die Ausflüge entlang der Sandalgarve und der Felsalgarve stellen sich in der Sonne anders dar als bei Regen. Man konnte sie wieder geniessen, die ausgehnten Abende in den kleinen Restaurants direkt am Meer. Und was uns besonders gefällt, auch im Hochsommer gibt es noch genügend Strandabschnitte an denen man komplett allein sein kann wenn man dieses möchte. Dieses alles führte dazu, das Portugal mit seiner Algarve mittlerweilen für uns eine Nummer 1 geworden ist.

Der 6 km lange Falesia-Strand (Praia de Falesia). Dieses ist der Übergang zwischen der sogenannten Strand-Algarve und der Fels-Algarve. Er befindet sich zwischen Albufeira und Quartiera. Kurz danach - in östlicher Richtung - schließt sich der Strand von Vale de Lobo an. Hier findet man dann viele Sportmöglichkeiten - insbesondere Golf - in den Clubanlagen von Vale de Lobo und Quinta do Lago. Albufiera - ehemals ein Fischerdorf - hat sich zur beschaulichen Hochburg des Tourismus entwickelt. Es gibt aber immer noch eine hübsche Altstadt mit gemütlichen Lokalen und Restaurants.

Praia de Balaia, hier sind die unterschiedlichsten Ferienanlagen erbaut worden. Dazu zählen zum Beispiel der Club Mediterrane und die herrliche Anlage Balaia Vilage. Herrlich der Strand von Olhos de Agua (Praia de Olhos de Agua). Eindrucksvoll - wie die gesamte Küste der Algarve - ist der ständige Wechsel zwischen verträumten Buchten und langen Strandabschnitten.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Magazin Lehrte | Erschienen am 07.03.2011
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3 Kommentare
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Beate Rühmann aus Burgdorf | 07.02.2011 | 21:52  
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Bernd Stache aus Neustadt am Rübenberge | 07.02.2011 | 22:23  
9.881
Gisela Görgens aus Quedlinburg | 25.02.2011 | 16:33  
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