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Wohnung gesucht
Quartiere für Fledermäuse im Landkreis Augsburg

Wohnungsnot ist auch bei Tieren groß. Fledermäuse sind seit langem in Deutschland bedroht. Nicht nur macht ihnen der Rückgang der Insekten zu schaffen, sondern auch der Mangel an geeigneten Sommer- und Winterquartieren. Einstmals nutzten sie innerorts alte Häuser oder Kirchen und außerorts auch gerne alte Scheunen. Doch mit zunehmender Urbanisierung, Verdichtung und Sanierung fällt es ihnen zusehends schwerer geeignete Unterschlüpfe zu finden. Auch für die waldbewohnenden Arten sieht es durch Monokulturen und Verlust von naturnahen Wäldern oft problematisch aus.

Fledermäuse bewohnen verschiedene Quartiere im Winter, Sommer und während der Wochenstube. Auch wenn sie regelmäßig zwischen den Jahreszeiten ihre Wohnungen wechseln, bleiben Fledermäuse ortstreu, reagieren aber empfindlich auf Störungen. Um den Mangel an Wohnorten auszugleichen, können sogenannte Fledermauskästen gebaut werden. Je nach Art der Fledermaus sehen diese wie ein Vogelhaus oder ein schmaler Kasten aus.

Um die heimlichen nächtlichen Jäger aktiv zu fördern, wurden jetzt an einer Holzscheune im Gebiet des BayernNetzNatur-Projekts „Gennachmoos“ mehrere Fledermausbretter aufgehängt. Die Anbringung in etwa drei Metern Höhe übernahmen Hans Lutz aus Gennach und Werner Burkhart vom Landschaftspflegeverband Landkreis Augsburg (LPV), unterstützt von Fachkraft Rena Wenzel und Melanie Herz (beide LPV). Fred Theiner, der in Bobingen eine Schreinerei betreibt, sorgte für die fachmännische Fertigung der Holzkonstruktionen, genau nach fachlicher Anleitung und speziell für spaltenbewohnende Fledermausarten wie Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus oder Mopsfledermaus. Es sollten immer mehrere Bretter angebracht werden in unterschiedlichen Expositionen, damit die Tiere sich die jeweils angenehmsten Temperaturverhältnisse aussuchen können.

Die Nistkasten- und Fledermausaktion entstand in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Augsburg, der Mittel für lokale Umsetzungsprojekte aus den Bereichen Klimaschutz, Artenschutz, Naturschutz und Nachhaltigkeit („KANN-Projekte“) bereitstellte. Johanna Rügamer, Leiterin des Fachbereichs Klimaschutz und Mobilität am Landratsamt, hatte sich für die Finanzierung des Vorhabens stark gemacht.

Wer selber ein Fledermausbrett für das eigene Haus oder den Garten bauen möchte, kann das im September im Rahmen des LPV-Umweltbildungsprogrammes „Natur erleben an Lech und Wertach“ machen. Unter Anleitung von Fred Theiner wird aus Holz ein fachgerechtes Fledermausquartier gebaut. Die Veranstaltung findet in Bobingen statt, näheres unter www.lpv-landkreis-augsburg.org/aktuelles-infos.

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