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Warum gibt es kein Blitzturnier mit Laatzen, Schalke und 96, Herr Flint?

  Stefan Flint ist Trainer des Fußball-Bezirksligisten SpVg Laatzen. Der 42-Jährige lebt in Ahlten und ist seit rund sechs Monaten Vater eines Sohnes. Stephan Hartung sprach mit ihm über seinen Trainerjob und gute Freunde.


Herr Flint, Sie sind jetzt schon im fünften Jahr Trainer in Laatzen. Wie kam es dazu?

Ich wurde damals in meinem Sportgeschäft von SpVg-Manager Frank Haberstock, der Kunde bei mir war, angesprochen. Wir kannten uns noch von Germania Grasdorf. Die Laatzener standen in der Kreisliga kurz vor dem Abstieg in die 1. Kreisklasse und haben einen neuen Trainer gesucht. Angefangen habe ich sogar zunächst als Spielertrainer.

Was gefällt Ihnen an diesem Verein so gut?

Die Sportanlage ist super, man hat klasse Trainingsmöglichkeiten. Ich hatte das Glück, bislang immer eine gute Mannschaft zu haben. Das Umfeld gefällt mir auch sehr gut. Der Umgang miteinander ist sehr familiär.

Apropos: In der großen Fußball-Familie hat jeder so seine Kontakte und Freunde. Ihre Freundschaft zu Mirko Slomka, ehemaliger Bundesliga-Trainer von Schalke 04 und in Hannover Assistent von Ralf Rangnick, macht neugierig.
Erzählen Sie uns davon!

Wir sind beide aufgewachsen in Lühnde bei Algermissen und seit der Schulzeit befreundet, haben zusammen Abitur auf dem Gymnasium Sarstedt gemacht. In Hannover haben wir dann zusammen ein Sportbekleidungs-Geschäft eröffnet.
Seit Mirko dann zu TeBe Berlin als Jugendtrainer gegangen ist, führe ich das Geschäft allein. Der Kontakt ist aber bis heute nie abgerissen.

Haben Sie ihn mal bei einem Bundesliga-Spiel besucht?

Ja, ich habe mal auf Schalke Spiele gesehen, sogar mal dank Mirko eine Karte für ein Champions-League-Spiel in Barcelona gesehen. Das war ein echtes Erlebnis. Zwei Wochen später hat man ihn aber bei Schalke rausgeschmissen.
Da leidet man natürlich mit, wenn der Freund in den Medien fertig gemacht wird und schließlich seinen Job verliert.

Warum hat es Slomka bis in die Bundesliga geschafft und sein Freund Stefan Flint nur bis in die Bezirksliga?

(lacht) Mirko hat schon mit 25 aufgehört Fußball zu spielen, weil er gemerkt hat, dass die Trainertätigkeit sein Ding ist. Er ist sehr ehrgeizig und hat dann im Jugendbereich bei Hannover 96 eine steile Karriere hingelegt. Ich habe ja bis 38 Jahre noch selbst gespielt.

Haben Sie über Slomka auch Kontakte zu anderen Profiklubs?

Über Mirko habe ich den aktuellen 96-Trainer Dieter Hecking kennen gelernt.
Dieter war Kotrainer unter Mirko bei der A-Jugend von 96. Er war danach Trainer in Verl, Lübeck und Aachen ­ aber in meinem Laden war er trotzdem immer wieder mal. Bei einem Urlaub auf Fuerteventura haben wir uns, auch unsere Frauen, gut verstanden.

Und warum ist es bei DIESEN Kontakten nie zu einem Blitzturnier mit Laatzen, Schalke und 96 gekommen?

(lacht). Wenn mir jemand 20 000 Euro gegeben hätteŠ Im Ernst: Ich habe sie nie gefragt. Bei einem Bundesligisten ist alles genau geplant, da gibt es kaum Platz im Kalender. Die sind für fünf Jahre ausgebucht.
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Sascha Priesemann aus Sehnde | 03.04.2009 | 09:23  
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