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TSV Ingeln-Oesselse / Wanderabteilung / Wanderung um den Emmer-Stausee

Gruppenbild der Wanderer vor der MS Schiedersee
 
Warten auf die S-Bahn in Hannover Hbf

Die Wanderer des TSV Ingeln-Oesselse wanderten am 27.05.2018 "Rund um den Emmer-Stausee" im Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge

Die An- und Rückreise fand diesmal für die 26 Teilnehmer überwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt. In Fahrgemeinschaften mit Autos ging es zunächst zum Bahnhof Rethen, von dort mit der S-Bahn über Hannover in den Naturpark Teutoburgerwald/Eggegebirge und in den Südosten des Kreises Lippe nach Schieder-Schwalenberg. Die Stadt Schieder-Schwalenberg gibt es seit dem Jahr 1970. Sie entstand aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Brakelsiel, Lothe, Ruensiek mit Kreienberg, Schieder mit Glashütte, Wöbbel, Siekholz und Schwalenberg. Durch die Stadtteile Wöbbel und Schieder fließt die Emmer. Schon im Jahr 1872 erhielt Schieder einen Bahnanschluss an die Bahnstrecke Hannover-Altenbeken. Der Bahnhof im Stadtteil Schieder liegt in unmittelbarer Nähe zum Emmer-Stausee (auch Schiedersee genannt).
Ab hier begannen bei bestem Wanderwetter die zwei verschieden langen Wandertouren.
Die kurze Wanderstrecke führte auf einem befestigten schönen Wanderweg mit schönen Ausblicken auf den See und die umliegenden Orte und Berge immer am See entlang bis zum Schiffsanleger. Unterwegs konnten die von Studierenden der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur im Jahr 2016 in einer Kombination aus Betonstrukturen mit Keramikmosaik gestalteten "Sitzfische" bestaunt und ausprobiert werden.
Die lange Wanderstrecke führte ebenfalls teilweise auf demselben Weg um den See herum zum Schiffsanleger. Bei Glashütte wurde jedoch zusätzlich ein großer Bogen auf guten Wanderwegen durch prächtigen schattigen Mischwald bis fast zur 335 m hoch gelegenen Herlingsburg, einer Fluchtburg der vorrömischen Eisenzeit, gewandert. Hierbei konnten die Wanderer unterwegs direkt am Wanderweg des heutigen Waldgebiets die Zeitzeugen historischer Bewirtschaftungsformen aus dem Hochmittelalter, die sogenannten Wölbäcker (ca.11. bis 13. Jahrhundert), besichtigen .
Am Schiffsanleger wurden beide Wandergruppen schon vom Kapitän der "MS Schiedersee" zur Erholungspause bei einer 1-stündigen Rundfahrt auf dem ca. 90 ha großen Emmer-Stausee mit Kaffee und Kuchen erwartet. Der Stausee ist ca. 3,5 km lang, zwischen 50 und 500 m breit und durchschnittlich ca. 2 m tief. Er wurde ab 1975 zum Hochwasserschutz als Naherholungsgebiet angelegt und im Jahr 1983 erstmals eingeweiht. In den Jahren 2012 bis 2016 wurden umfangreiche Baumaßnahmen im gesamten Bereich des Stausees durch die Umflut der Emmer um den Stausee und weitere notwendig gewordene Veränderungen vorgenommen. Viele ausführliche Informationen hierzu konnten die Wanderer den Schau- und Informationstafeln im heute sehr bekannten schönen Naherholungsgebiet entnehmen.
Am Ende der interessanten Schiffsrundfahrt wurde die letzte Etappe der Wanderung über die Holzbrücke mit einer sehr schönen Aussicht auf den gesamten See und zum Bahnhof von beiden Wandergruppen gemeinsam in Angriff genommen. Nach einer Trinkpause direkt am See brachten S-Bahn und Auto die Wanderer wieder zurück nach Ingeln-Oesselse.
Es war wieder einmal ein sehr schöner, abwechslungsreicher und harmonischer Wandertag bei herrlichem Sommerwetter.

Ursula Denda
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