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TSV Ingeln-Oesselse / Wanderabteilung / Wanderung in der Lüneburger Heide

Gruppenbild im Heidegarten
 
Ein rustikales Frühstücksbuffet wartet auf die WandererInnen

Bericht zur Heidewanderung des TSV Ingeln-Oesselse am 19.08.2018

In diesem Jahr fand die traditionelle Heidewanderung des TSV Ingeln-Oesselse in Verbindung mit einer Wanderung durch das Pietzmoor im Gebiet Niederhaverbeck/Schneverdingen statt. Zur Freude aller Teilnehmer konnten an diesem Wandertag die Autofahrer die An- und Abreise einmal richtig genießen, denn hierfür stand ein Reisebus mit Fahrer bereit.
Zunächst brachte der Bus alle Teilnehmer zum kleinen Heidedörfchen Niederhaverbeck, dass sich seine ursprüngliche Dorfstruktur mit Speichern, alten Gehöften, reetgedeckten Ställen usw. weitestgehend erhalten hat und zur Gemeinde Bispingen gehört. Niederhaverbeck ist aufgrund seiner idyllischen großen Heideflächen sehr bekannt. Hier befindet sich auch das Naturinformationshaus des Vereins Naturschutzpark Lüneburger Heide, der hier auch eine Heidschnuckenherde unterhält. Gleich nach der Ankunft auf dem Parkplatz wurde das rustikale Frühstücksbüffet aufgebaut und alle Teilnehmer konnten sich vor den anstehenden Aktivitäten ausgiebig stärken.
Als erstes starteten die Wanderer, die die lange Wegstrecke gewählt hatten. Der Wanderweg führte sie zunächst auf schönen Wanderwegen entlang der Haverbeeke und dann durch Wald und Heide die Anhöhe hinauf zum ersten Aussichtspunkt. Von hier oben hatte man einen phantastischen Blick auf große Heideflächen. Leider blüht die Heide in diesem Jahr aufgrund der langanhaltenden Hitze und Trockenheit nur ganz wenig, so dass man anstatt der gewohnten lilafarbenen Bilderbuchlandschaft der Osterheide hauptsächlich braune Heideflächen sehen konnte. Die Wanderer ließen sich dadurch allerdings nicht abschrecken. Nach einer Trinkpause ging es weiter zum nächsten schönen Aussichtspunkt und zum Sylvestersee zur Mittagspause. Ab dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden ca. 2.000 ha der Osterheide fast fünfzig Jahre lang vom Militär zu Übungszwecken genutzt. Dadurch wurde die ehemals intakte Heidelandschaft großflächig verwüstet. Im Jahr 1994 wurde der Übungsbetrieb eingestellt und es folgten Renaturierungs- und Rekultivierungsmaßnahmen mit großem Erfolg. Quer durch die Osterheide führte der Wanderweg anschließend zum Pietzmoor.
Nachdem die Wanderer der langen Strecke unterwegs waren, machten sich die Teilnehmer der Kutschfahrt bereit. Ein netter Kutscher kutschierte sie mit zwei PS neunzig Minuten lang durch die Heidelandschaft.
Die Wanderer der kurzen Rundwanderstrecke entlang der Haverbeeke und der Schwedenschanze, einer mittelalterliche Ringwallanlage aus dem 9. und 13. Jahrhundert, gingen als letzte an den Start.
Nach der Kutschfahrt bzw. Rundwanderung brachte der Bus beide Gruppen nach Schneverdingen zum ca. 2,5 Quadratkilometer großen Pietzmoor. Alle Teilnehmer hatten nun die Möglichkeit auf einem Rundweg, teils auf Holzbohlenstegen, das Hochmoor mit seiner speziellen Tier- und Pflanzenwelt zu erkunden. Wer hier im nährstoffarmen sauren Moor überleben will, muss schon ein Überlebenskünstler sein. Viele Schautafeln informierten die Wanderer über die Entstehung, Nutzung und Renaturierung des zum Schutzgebietsnetz Natura 2000 gehörenden Moores sowie über die Flora und Fauna.
Im Anschluss an die Rundwanderung fand ein organisiertes Zusammentreffen mit dem örtlichen Schäfer des Naturschutzparks und seiner aus 800 Heidschnucken und 100 Ziegen bestehenden Herde statt. Herr Schönefeld berichtete sehr viel Interessantes und Wissenswertes von seiner Herde, seinen Hütehunden sowie von seinem Berufsstand und Tagesablauf.
Im nahegelegenen Restaurant Schäferhof wurden alle Teilnehmer mit Kaffee/Tee und riesigen Tortenstücken bewirtet. Anschließend ging es mit dem Bus durch die bekannte Heideblütenstadt Schneverdingen nach Höpen zum Heidegarten. Hier wurde nur eine kurze Pause eingelegt, da auch der Heidegarten unter der Trockenheit der letzten Zeit sehr gelitten hat.
Nach einem sehr schönen harmonischen Wandertag mit gutem Wanderwetter brachte der Bus dann alle Teilnehmer wieder wohlbehalten nach Ingeln-Oesselse zurück.
Ursula Denda
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