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TSV Ingeln-Oesselse / Wanderabteilung / Wanderung im Deister

Vor dem Egestorfer Schützenhaus
 
Treffpunkt vor dem Start
Bericht über die Wanderung des TSV Ingeln-Oesselse im Deister am 12.02.2017

Am Sonntag dem 12.02.2017 war es wieder einmal so weit, 24 Wanderer des TSV Ingeln-Oesselse starteten zu einer Wanderung im Deister. Der Deister ist bei den Ingeln-Oesselsern zu allen Jahreszeiten sehr beliebt. Die Anfahrtstrecke ist nicht so sehr weit und es gibt im gesamten Deister unzählige schöne Wanderwege. Dieses Mal wurden die Autos auf dem Wanderparkplatz an der Ecke Neue Kohlenstrasse/Am Waldwinkel in Wennigser Mark abgestellt. Ab hier ging es dann zu Fuß weiter.
Wennigser Mark, eine noch junge Siedlung, wurde im 19. Jahrhundert von Wennigser Bergleuten gegründet, weil sie den weiten Weg zu ihrer Arbeitsstätte im Wilhelmstollen oberhalb von Egestorf verkürzen wollten. Das erste Haus in Wennigser Mark soll im Jahr 1875 erbaut worden sein. Seit der Gebietsreform im Jahr 1970 ist Wennigser Mark ein Ortsteil von Wennigsen und beherbergt heute ca. 1200 Einwohner.
Wanderführer Heinrich Helmer führte die Teilnehmer der kürzeren Tour entlang des Schleifbaches, des Kniggenbrinks und auf dem Polenzweg zum Nienstedter Paß.
Die längere Tour wurde von Wanderwart Horst Schönwandt geführt. Es ging zunächst in einem Bogen Richtung Georgsplatz und dann weiter entlang des Süerser Brinks steil ansteigend hinauf bis zur 379 m Hohen Warte. Auf dem Kammweg, der auch ein Teil des bekannten Europäischen Fernwanderwegs E1 ist, wurde der Nienstedter Paß erreicht. Zur Freude aller Teilnehmer trafen beide Wandergruppen zur gleichen Zeit am Nienstedter Paß ein und wanderten dort ca. 100 m gemeinsam. Dann trennten sich die Wege wieder. Während die kürzere Tour über den Bier- und Kornweg hinab zum Beerbeekenplatz zur Einkehr führte, wanderten die Teilnehmer der längeren Tour weiter auf dem Kammweg steil bergauf zum 382 m hohen Reinekensiekskopf mit dem Nordmannsturm. Der Turm wurde 1862/63 errichtet und bekam seinen Namen vom Erbauer des Turms, dem hannoverschen Maurermeister Constantin Nordmann. Im Jahr 1881 wurde der Turm durch Blitzschlag zerstört, anschließend wieder neu aufgebaut, in den Jahren 1998 bis 2006 renoviert und durch Anbauten von Küche, Sanitäranlagen, Lager und Pavillon erweitert. Heute kümmert sich ein Förderverein um die Belange des Turms.
Nach dem Nordmannsturm ging es entlang des Spalterhals und Kuhstallenbrinks auf teilweise sehr glatten Wegen immer leicht bergab. Oberhalb der Bärenhöhle konnte der Gedenkstein für Dr. Heinrich Burckhardt, der hier einen neuen Platz bekommen hat, bewundert werden. Dr. Heinrich Burckhardt war eine herausragende Forstpersönlichkeit des 19. Jahrhunderts. Er war der Leiter der Forstverwaltung des Königreiches Hannover und hat in dieser Funktion viele Änderungen in der Organisation, Gesetzgebung und Bewirtschaftung eingeführt.
Bald wurde auch der Beerbeekenplatz erreicht. Die Mitarbeiter der Waldapotheke hatten für die Wanderer des TSV Ingeln-Oesselse ein kleines Mittagsbüfett aufgebaut und beide Gruppen saßen gemütlich beisammen. Nach dem obligatorischen Gruppenbild erwanderten dann alle gut gestärkten Teilnehmer gemeinsam die letzte Etappe am Wald- und Ortsrand von Kirchdorf und Egestorf entlang zurück zum Parkplatz in Wennigser Mark.
Es war wieder eine sehr schöne, gut gelungene Wanderung bei winterlichen Temperaturen, teilweise noch winterlicher Landschaft und trotz bedecktem Himmel nur fröhlichen Gesichtern bei den Teilnehmern.

Ursula Denda
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