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TSV Ingeln-Oesselse / Wanderabteilung / Ith-Hils-Weg Ockenser Wasserbaum

Hier sind wir richtig!
 
Die 1. Steigung ist geschafft. Wir haben wieder festen Boden unter den Füßen, und der Regen hat aufgehört.
Wanderung Ockensen - Ith Hils Weg - Wasserbaum am 25.06.2017

"Wandern ist gesund und macht bei jedem Wetter Spaß", so dachten sich die Wanderer des TSV Ingeln-Oesselse als sie die schlechte Wettervorhersage für den Wandersonntag hörten und machten sich froh gelaunt in Fahrgemeinschaften auf die Anreise zum Start der Wanderung nach Ockensen.
Ockensen ist ein kleiner, ländlich gelegener Ortsteil von Salzhemmendorf im Landkreis Hameln-Pyrmont, Heimat für nur ca. 178 Einwohner und liegt am Mittelgebirgszug Ith. Der Ith ist bis zu 439 m hoch, soll mit ca. 23 km der längste Klippenzug Norddeutschlands sein und gehört zum Weser-Leine Bergland. Große Gebiete des Iths mit seinen Kalkbuchen- und Schluchtwaldgebieten, Felsen, Klippen, Höhlen, Quellen und Bachläufen stehen unter Naturschutz. Viele geschützte Pflanzen wie Orchideen, Blaugras, Flechten und Tiere wie Uhu, Rotmilan, Grauspecht und Fledermäuse fühlen sich hier wohl. Das Gebiet wird von zahlreichen Wanderwegen durchzogen und die bis zu 35 Meter hohen Felsen können, soweit sie speziell gekennzeichnet sind, beklettert werden. Besonders im Frühjahr sollen die zahlreichen Frühlingsblüher wie Lerchensporn und Anemonen eine Augenweide sein. An diesem Wandertag konnten die Wanderer eine Vielzahl von blühenden Waldglockenblumen bewundern.
Die Wanderung führte ab Ockensen im großen Bogen zum Ith, langsam bergauf zum Eggerser Berg und am Ockenser Berg entlang zum Ith-Hils Kammweg. Auf dem Kammweg, wobei es sich in diesem Abschnitt eigentlich um einen wunderschönen, anspruchsvollen, urwüchsigen Pfad bergauf und bergab über Stock und Stein handelte, ging es zunächst entlang der Bremker und Dohnser Klippen Richtung Wallensen. Unterwegs versperrten einige umgefallene Bäume den Wanderpfad und verlangten von den Wanderern einen besonderen sportlichen Einsatz. Kurz vor Wallensen bog die Route dann ab zum Ockenser Bach und an diesem entlang durch das Naturschutzgebiet Heidsieke mit seinen Quellen, dem Kalkflachmoor und einer artenreichen Flora zum Wasserbaum.
Der bekannte Wasserbaum von Ockensen ist ein ab dem Jahr 1904 von einem Sägemüller und der Natur geschaffenes Denkmal und eine einzigartige Sinnentäuschung. Um mit Wasserkraft eine elektrische Turbine für das Sägewerk antreiben zu können, wurde Wasser aus einem höher gelegenen Mühlenteich benutzt. Dieser Teich musste eine bestimmte Füllhöhe aufweisen, damit das Wasser durch Rohre in das Sägewerk zur Turbine geführt werden konnte. Der Sägemüller musste also jeweils zum Teich gehen um den Füllstand zu überprüfen. Damit dieser Gang eingespart werden konnte wurde ein hohes hölzernes Überlaufrohr unterhalb des Teiches errichtet, aus dem das überlaufende Wasser sprudelte sobald der Teich ausreichend gefüllt war. Aus dem sehr kalkhaltigen Wasser setzte sich der Kalk über den langen Zeitraum in großen Mengen am Holzrohr des Überlaufs ab. Darüber hinaus siedelten sich Moose an. Es entstand das Aussehen eines hohen moosbewachsenen Baumstupfes aus dessen oberen Ende Wasser quillt.
Zum Abschluss des sehr schönen, abwechslungsreichen Wandertages kehrten die Wanderer in das Scheunencafé Ockensen ein und konnten nach ihrem Geschmack aus der riesigen Torten- und Kuchenauswahl wählen.

Ursula Denda
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