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TSV Ingeln-Oesselse, Wanderabteilung, Heidewanderung

Corona und Wandern
 
Wacholderwald
Die Wanderer des TSV-Ingeln-Oesselse verbrachten am 23.08.2020 einen sehr schönen Wandertag im Naturpark Südheide.

Nach der Anfahrt zum Wanderparkplatz Wacholderwald bei Schmarbeck wurden schnell die Wanderschuhe geschnürt und schon ging es zu Fuß weiter durch die wunderschöne Heidelandschaft. Die Teilnehmer auf der ca. 13 km langen Wanderstrecke und auch die Teilnehmer auf der ca. 9 km langen Wanderstrecke wanderten einen großen Teil ihrer gesamten Strecke auf der 10. Etappe des sehr bekannten 223 km langen Heidschnuckenwegs. Der Heidschnuckenweg führt in 13 Etappen von Fischbek bis nach Celle, ist gut ausgebaut, beschildert und bietet den Wanderern am Wegesrand auf Infotafeln allerhand wissenswertes über den Naturpark Südheide, mit dessen Gründung im Jahr 1964 ein Grundstein zur Erhaltung der Landschaft im Gebiet nördlich von Celle gelegt wurde. Die Wanderer konnten sich anhand der Tafeln auch ausführlich über die Landschaftspfleger in der Heide, die genügsamen Heidschnucken und ihre Bedeutsamkeit früher und heute informieren. In der Südheide sollen sich hauptsächlich die grau gehörnten Heidschnucken befinden. Leider haben wir an diesem Wandersonntag keine Heidschnuckenherde getroffen.
Aber auch die anderen Wanderwege durch den Wacholderwald, die Wacholderheide, Teufelsheide und durch Wald und Flur waren in einem guten Zustand.
Der Wacholderwald in der Teufelsheide mit seinen ausgedehnten Heideflächen und den vielen verschiedenen Formen der teils uralten knorrigen Wacholder soll der schönste und größte Wacholderwald in Norddeutschland sein. Jetzt während der Heideblüte standen die dunkelgrünen Wacholder mit ihren schwarzen Beeren in einem fantastischen Kontrast zum lilafarbenen Blütenmeer der Heide. Weiterhin gab es in der Teufelsheide (plattdeutscher Flurnahme Dübelsheide) sehr große zusammenhängende Flächen blühender Heide soweit das Auge reicht.
Es wird vermutet, dass der Name Teufelsheide eventuell von einer Wildpflanze die früher vermehrt hier in der Heide wuchs stammen könnte. Es handelt sich um die 20 bis 80 cm lange Windepflanze Teufelszwirn (auch Quendel-Seide genannt), eine Schmarotzerpflanze die sich auf Kosten anderer ernährt(z.B. Heide) und die sich wie ein Zwirnsfaden mit roten dünnen Stängeln und ohne grüne Blätter durch das Heidekraut schlängelt. Das soll den Menschen früher komisch vorgekommen sein, darum sollen sie die Windepflanze Teufelszwirn genannt haben. Die kleinen Blüten des Teufelszwirns erscheinen zur gleichen Zeit wie die der Heideblüte und haben die gleiche Farbe. Der Teufelszwirn soll heute zu den besonders seltenen Pflanzen in Niedersachsen gehören. Leider haben auch die Wanderer an diesem Wandersonntag keinen Teufelszwirn gefunden.
Die lange Tour führte die Teilnehmer durch die Teufelsheide bis an das kleine Örtchen Niederohe, (hier gibt es noch einige alte urige Heidehöfe) und über Schmarbecker Grube zurück zum Parkplatz.
Zum Abschluss des Wandertages wurde noch in einem Gasthaus an einem Heidesee eingekehrt. Hier gab es Kaffee, Tee und verschiedene Tortenstücke zur Auswahl bzw. Eisbecher oder kühle Getränke. Danach stand die Rückfahrt nach Ingeln-Oesselse an.
Es war wieder einmal eine sehr schöne Heidewanderung in einem sehr abwechslungsreichen Gebiet. Die Heide stand in voller Blüte. Der Wind vertrieb hin und wieder die Wolken und strahlend blauer Himmel und Sonnenschein verwandelten die Heidelandschaft in Motive wie aus einem Bilderbuch.
Ursula Denda
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