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Zwei neue Ehrenmitglieder bei den Billenhauser Schützen

    Billenhausen: Vereinsheim | Zur Jahresversammlung konnten Landratsstellvertreter Dr. Langenbach, als stv. Bürgermeister und Hausherr sowie der erste Gauschützenmeister Helmut Konrad neben den Ehrenmitgliedern, Stadträten und Vereinsvorständen der örtlichen Vereine als Gäste begrüßt werden.
Schützenmeister Norbert Heiligmannn ließ in seinem ausführlichen Bericht ein ereignisreiches Vereinsjahr Revue passieren. Neben dem zum zweiten Mal durchgeführten Vereineschießen waren traditionelle Veranstaltungen wie die Ermittlung von Krapfenprinz, Schützenkönige und Vereinsmeister sowie die geselligen Zusammenkünfte beim Ostereierschießen, Gräblesbier, Nuss- und Jahresschlussschießen. Die Billenhauser Schützen beteiligten sich an der Stadtmeisterschaft und überörtlichen Wettbewerben wie den monatlichen Treffen der Seniorenschützen, dem Kreisschießen und Ältestenschießen des Bezirks Schwaben sowie der Bayrischen Seniorenmeisterschaft in der Olympia-Schießanlage München bei denen erste und weitere hochrangige Plätze erreicht wurden. Die Aktivitäten erstreckten sich auch von den Gaumeisterschaften über die schwäbische Meisterschaft bis zur Teilnahme an der Bayrischen Meisterschaft im Aufgelegt-Schießen.
Mit einer Mannschaft in der Bezirksliga (derzeit auf Tabellenplatz 4) und einer Mannschaft auf Gauebene (auf Platz 2 der Tabelle), hat der Verein weiterhin zwei Mannschaften im Rundenwettkampf.
Die für das Dorfgemeinschaftshaus angefallenen Besprechungstermine, der Besuch von Lehrgängen, Tagungen und zahlreiche sonstige Termine bescherten auch dem Vorstand selber einen vollen Terminkalender.
In dem von Sportleiterin Elisabeth Klein vorgelegten mehrseitigen Sportleiterbericht, wie auch dem Bericht von Jugendleiterin Nadja Lammel waren die umfangreichen Aktivitäten, Wettbewerbsteilnahmen und die dabei erreichten Ergebnisse und Ränge detailliert nachzulesen.
Vereinskassier Alois Heider konnte trotz der im Berichtsjahr erheblichen Anschaffungen über einen ausgeglichenen Haushalt mit einem geringen Einnahmeüberschuss berichten, so dass die von den Kassenprüfern empfohlene Entlastung der Vorstandschaft einstimmig erfolgte.
Die Verlesung der 16seitigen Protokollniederschrift über die letztjährige Jahresversammlung wurde von den Anwesenden nicht gewünscht, so dass der krankheitshalber ausgeschiedene Schriftführer Karl Heiligmann seinen Bericht mit einem Hinweis auf das vorliegende Protokoll und einem „es war eine schöne Zeit“ beendete.
Zum derzeitigen Stand des Dorfgemeinschaftshauses, in dem neben anderen Vereinen auch die Schützen untergebracht werden, konnte Vorstand Norbert Heiligmann zwar auf zahlreiche Besprechungstermine verweisen, da wegen der Inanspruchnahme von Fördermitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) die Stadt Krumbach aber die Baumaßnahme allein durchführt und nach Vollendung bezugsfertig übergeben will, sind die auf den Verein zukommenden Kosten derzeit nicht bezifferbar. Nachdem der Schützenverein weniger als 10 Prozent Jungmitglieder besitzt, erhält er nach den Förderrichtlinien keine Sportfördermitteln und muss alle anfallenden Kosten aus Eigenmitteln bestreiten. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Beschaffung von elektronischen Schießanlagen auf der Grundlage der eingeholten Angebote nicht bezahlbar, so dass auch nach einem Umzug in die künftige Schießstätte auf Papierstreifen geschossen werden wird. Über die Ausgestaltung, Möblierung, Betriebskosten usw. besteht weiterhin keine Klarheit, da der, dem Schießraum vorgelagerte, als Mehrzweckraum bezeichnete, lediglich mit einer Teeküche ausgestattete etwa 65 m² große Raum allen Vereinen und Gruppierungen des Dorfes zur Verfügung stehen muss.
Nach diesem, über die Zukunft des Schützenvereins entscheidenden Bericht lobte Herr Dr. Langenbach als Vertreter der Stadt Krumbach die überaus rege Vereinstätigkeit und betonte, dass die Schützen nicht nur schießen, sondern als Bewahrer und Schützer von Tradition und Gemeinsinn einen unverzichtbaren Teil unserer Kultur darstellen.
Gauschützenmeister Helmut Konrad überbrachte die Grüße des Gaues, freute sich über die vielschichtigen Vereinsaktivitäten und die funktionierende Jugendarbeit des Vereins. Er stellte eine Alternative für die Durchführung künftiger Gauschießen vor und berichtete von Überprüfungen der Schießstätten durch Sachverständige.
Bei der Würdigung langjähriger Mitglieder wurden Monika Heiligmann, Georg Kusterer und Thomas Schmid für je 50 Jahre Vereinstreue mit der goldenen Vereinsnadel und Martin Miller für seine 30jährige aktive Schützenzeit mit der Sebastianus-Nadel des Deutschen Schützenbundes geehrt.
Für seine langjährige Tätigkeit zunächst als Gerätewart und dann Sportleiter, die jahrelange Versorgung der Schützen mit Druckluft von seinem eigenen Kompressor, sowie die Auswertung der Schießergebnisse im Verein und mit seiner privateigenen Auswerteanlage bei Gauwettbewerben und den überörtlichen Auflageschützentreffen wurde Hans Berger mit der Ehrenmitgliedschaft des Vereins ausgezeichnet und erhielt neben der Ernennungsurkunde eine große Schützenscheibe.
Ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt wurde Karl Heiligmann für sein Wirken als Schützenmeister und seine anschließende, leider durch Krankheit vorzeitig beendete Schriftführertätigkeit. In der Laudatio erwähnte Vorstand Hermann Thalhofer, dass Heiligmann in seiner Zeit als Vorstand nicht nur den Verein auf ein gesundes finanzielles Fundament gestellt und in die Bezirksoberliga geführt, sondern nebenher auch noch zeitweise die Kassenführung und Schriftführertätigkeit übernommen hat. Neben dem von ihm mitbegründeten, inzwischen weit über die Landkreisgrenzen hinaus reichenden Auflageschützentreffen der Seniorenschützen hat er sich besonders um Ausbildung und Training der Jugendlichen im Verein gekümmert, so dass es wohl ein Rätsel bleibe, wie er all diese Tätigkeiten gleichzeitig bewältigte.
Mit einer vom Verein spendierten Brotzeit samt Freigetränk fand die Jahresversammlung ihren harmonischen Abschluss.



Hinweis: Die Fotos wurden von Alois Heider zur Verfügung gestellt
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Helmut Nimsgern aus Günzburg | 15.01.2018 | 16:49  
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