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Baufälliger Koblenzer Hof vor dem Ende?

Verteidigungsminister Thomas de Maizière war am Dienstag zu Besuch in Koblenz. Unter anderem war die Zukunft des baufälligen Sitzes des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB), dem Koblenzer Hof, ein Thema. Das BWB nutzt nur noch einen Teil des Gebäudes. Was passiert mit dem leerstehenden Teil? Das ehemalige Hotel könnte wieder als solches genutzt werden. Doch erst wenn die Bundeswehr komplett auszieht, könnte ein Fünf-Sterne-Luxushotel entstehen. Doch wann zieht das BWB aus?

Die Antwort auf diese Frage erwarten Koblenz’ Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig und der Bundestagsabgeordnete Michael Fuchs noch dieses Jahr. Beide wollen das Projekt, den Koblenzer Hof wieder zum Hotel umzugestalten, vorantreiben. De Maizière kündigte an, dass die Nutzung des Gebäudes durch das BWB überprüft und ein Gutachten erstellt werden soll. Das Gutachten soll Aufschluss darüber geben, ob der geräumte und der noch bezogene Teil überhaupt separat genutzt werden können und wie viel Platz die Bundeswehr nach der bevorstehenden Reform für ihre Mitarbeiter überhaupt noch braucht. Fuchs möchte den leerstehenden Teil, in dem sich früher das Hotel Koblenzer Hof befand, jedenfalls so bald wie möglich wieder freigeben. Doch Hofmann-Göttig meint, dass ein in diesem Teil eingerichtetes Hotel maximal drei bis vier Sterne hätte. Für ein Luxushotel inklusive Wellnessbereich und Co. wäre die Räumung des BWB-Teils notwendig.

Bundeswehr raus, Luxushotel rein?

Voraussichtlich 2018 will die Bundeswehr komplett abziehen. Das ist Michael Fuchs zu spät: "Es kann nicht sein, dass der geräumte Teil des Gebäudes bis dahin sechs Jahre leersteht", sagt er gegenüber der Rhein-Zeitung. Doch vielleicht verlässt das BWB den Koblenzer Hof aufgrund der Reform schon früher. Für den seit Dezember leerstehenden Teil kommt die Bundeswehr nicht mehr in Frage, da bald eher weniger Platz benötigt wird und man die Kosten für die Sanierung nicht übernehmen will. Auch die Stadt Koblenz will die Finanzierung der Immobilie nicht übernehmen. Sobald der Bund das Gebäude freigibt, soll das Projekt im Stadtrat diskutiert und ein Investor und Betreiber für ein Hotel gesucht. Es gäbe bereits vage Interessensbekundung. Doch zunächst hängt alles von der Entscheidung und dem Gutachten der Bundeswehr ab.
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