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FatihMorgana von Fatih Çevikkollu und es gehen Lichter auf!

Fatih Çevikkollu im Karlsruher jubez
 
Flyer FatihMorgana (Foto: © Bild: www.gloria-theater.com CC)
Karlsruhe: jubez |

Fatih Çevikkollu gastierte mit seinem 6. Soloprogramm FatihMorgana am 07. April 2018 im Karlsruher jubez und legte aus der Sicht eines türkisch stämmigen Deutschen die Finger in die zahllosen Wunden von Gesellschaft und Zeit.

Das jubez ist die zentrale kulturelle Einrichtung im Karlsruher Stadtjugendausschuss e.V. für die Bildung für Kinder und Jugendlichen von 6 bis 27 Jahren, sowie Livemusik, Comedy, Theater, Lesungen und Vortragsveranstaltungen ein etablierter Veranstaltungsort, der so ein breites Publikum weit über die Fächerstadt hinaus erreicht. Als Möglichkeitsraum sind seine Veranstaltungsräume, das Café, die verschiedenen Werkstätten und der Sportbereich für Aktionen und Projekte ganz unterschiedlicher Form und Größe offen.

Einen besseren Besuch hätten Programm wie Künstler und Location verdient gehabt, kann als ein Fazit vorangestellt werden.

Der 1972 in Köln geborene Schauspieler, Kabarettist und Buchautor bevorzugte trotz mehrfacher – u. A. Prix Pantheon – Auszeichnungen ein spartanisches Bühnenbild: beschränkte sich auf sich selbst!

Mit einem gekonnten Eingangs-Rap skizzierte er in groben Zügen die Intentionen seines Programmes, ehe er ebenso hinter- wie scharfsinnig und oftmals – auch gegen das Publikum - provokant , die gesamte Palette des gegenwärtigen Geschehens streifte, welches nur so wenig Unterscheidung zwischen Fiktion, Kabarett und Realität mehr zulässt als

Christian Lindner, dem für das Jamaika-Scheitern Verantwortlichen attestierte Çevikkollu neben den beiden Positionen der Sondierungsgesprächen, nämlich good und bad cop, die neue Dimension des Doofkopps in der Politik etabliert zu haben.
Breites Unverständnis brachte er dafür zum Ausdruck, dass Die Grünen zwar für die Themen stünden, an welchen unsere Zukunft hängt, dennoch aber keine Fuß auf den Boden brächten.
Ganz so als wenn die SPD in einem Land abschmieren würde, in dem soziale Ungerechtigkeiten herrschen. So bleibt den Sozis eben nur das entschulzen, sowie das, was immer erfolgt, wenn eine Partei am Ende ist: Frauen dürfen als sichtbares Zeichen dafür ran!
Das gilt nicht nur für Andrea “Bätschi“ Nahles, sondern eben auch die fetteste Würgeschlange, welche mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel je im Parlament saß. Schließlich war das allgemeine Wegducken infolge des Parteispenden-Desaster bzgl. der Kohl-Nachfolge ihre Geburtsstunde.
Migrationsfragen haben noch eine ganz andere Perspektive, als nur in der Flüchtlingsfrage, wenn man dem Ansatz des digitalen Eingeborenen und selbigen Migranten folgt. Auch wenn es heute in Lokalen leichter ist, online, als aufs Klo zu gehen – die wahre Ursache für shitstorms? – und die wohl weit verbreitetste körperliche Beeinträchtigung der Handynacken – der Tennisarm von heute, bei dem nur das Netz woanders steht – ist: der Kampf Mensch –Maschine ist längst verloren!
Zur plastischen Vorstellung: mit 980 Interaktionen pro Sekunde und Atari begann es, heute sind es – wenn auch auf industriellen Hochleistungsprozessoren – derer 70 Mio. und ein Ende noch keineswegs abzusehen.
Nicht umsonst fordert Jack Ma, Gründer des chinesischen Online-Giganten Alibaba, dass Kinder in den Fertigkeiten ausgebildet werden müssen, welche Maschinen nicht beherrschen, also Creativität und Empathie. Nach Überzeugung von Fatih Çevikkollu können Maschinen auch nicht lachen, also bringt bereits ein Witz Aufschluss, ob der Nebensitzer ein Roboter ist.
Dass an den Äußerungen des braun-rechten Lagers, dabei keineswegs auf Alice im Gauland und andere Protagonisten beschränkt, sondern auch von der Gefolgschaft mehr in Body als Brain gemacht wird liegt auf der Hand.
Gefahrenquell ist aber auch der Nachfolger von die Misere: das Seeopfer. Dessen
Heimat Horst lokalisiert Çevikkollu daher in der ihm eigenen ätzenden Art am Obersalzberg,
baut aber – wie auch im Fall von Jens Spahn – darauf, dass es ein strategischer Schachzug der Kanzlerin ist, dafür zu sorgen, dass sich diese beiden Ausfälligen im Amt selbst erledigen.
Mit Du trittst in Scheiße und Alle haben Etwas zu kacken ist die allgegenwärtige, speziell jedoch keineswegs nur in den Sozialen Medien anzutreffende Kakophonie erklärt.
Tiefgründiger wird es, als er die vielfältigen Erwartungshaltungen des Distanzieren hinterfragt, denn weshalb: schließlich würde dies ja bestehende Nähe voraussetzen würde. Es reicht oftmals Empörung. Nicht nur gegen die erfolgte Wahrnehmungsverschiebung für einen in Köln geborenen vom Kümmeltürken zum inzwischen Top-Terroristen, sondern bsw. der Dimension einer Gedenkminute für alle Holocaust-Opfer, welche 11 Jahre Stille auslösen würden.
Konsequent und glasklar seine Feststellung; wer die Unterschied Deutsch : Nazi, oder Moslem : IS nicht kennt, bzw. lebt, der ist das Problem und keinesfalls die Lösung.
Unmissverständlich auch das Verwahren gegen “Dein“ Erdoğan, dessen Vordiplom süffisant zelebriert wird: ein Diplom aus 19081 von einer in 1982 eröffneten Universität.
Brillant in der Trennschärfe auch bei den Waffendeals den Blick darauf zu lenken, dass bei Rheinmetall ohne jede relevante Kritik die ehemaligen Bundesminister Franz Josef Jung (Verteidigung) und Dirk Niebel (Entwicklung und Teppichimporte) die Fäden ziehen.
Gekonnt wie sein Spiel mit den Nationalitäten nebst ihren Sichtweisen und absolut faszinierend die Reaktionen in einfallsreicher Spontanität auf alle Abläufe, hält er dem – einige Wenige gingen vorzeitig – in der Überzahl begeisterten Publikum den Spiegel vor, als er zwei Religionswitze anbietet. Darf man über den Islam Witze machen? Betretenes Schweigen. Und über das Christentum? Breite Zustimmung, sowie Klarheit, welches christliche Abendland die AfD zu verteidigen gedenkt!

Ich sehe was, was Du nicht siehst und das ist: nicht da. Willkommen in der schönen neuen Welt der alternativen Fakten. FatihMorgana ist eine Einladung zum Perspektivwechsel.
Die Echokammer der Realität lässt nur durch, was Du hören willst, denn: wer sich permanent in seiner Wohlfühl-Filterblase bewegt, besorgt es sich ständig selbst – möglicherweise befriedigend, aber ist es auch befruchtend? So der offizielle Pressetext und weiter: dabei gibt es tolle Nachrichten: es geht uns so gut wie noch nie. Das Einzige, was früher wirklich besser war als heute, ist der Blick in die Zukunft. Damit ist das Programm dem Schein und dem Sein, den Nachrichten und den Fake News gewidmet, den Nullen und den Einsen. FatihMorgana – Nichts ist wie es scheint! Kommen Sie rein! Schauen sie den Phrasendreschern auf Maul! Schauen Sie den Hütchenspielern auf die Finger! Achten Sie auf die Tricks! Lassen Sie sich verwirren!

Eine Empfehlung, der Sie folgen sollten wann und wo immer Fatih Çevikkollu http://fatihland.de für Sie erreichbar gastiert und auch ein etwas weiterer Weg lohnt sich bestimmt!

Erich Neumann, freier investigativer Journalist
über DFJ Deutsche-Foto-Journalisten e. V. www.dfj-ev.de
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